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Dienstag, 24. Februar 2015

Papst verlegt Weihnachten 2022 in den Sommer, damit Adventszeit nicht mit WM kollidiert

Rom (dpo) - Weihnachten 2022 wird bereits im Sommer stattfinden, genauer gesagt am 24. Juni. Mit dieser Entscheidung reagierte heute Papst Franziskus auf Pläne der FIFA, die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar in die Wintermonate zu verlegen. Durch die historische Verschiebung soll gewährleistet werden, dass die Adventszeit, die 2022 bereits am 29. Mai beginnt, besinnlich bleibt und nicht durch den WM-Rummel gestört wird.

Papst Franziskus macht dabei vom uralten Recht der Päpste Gebrauch, die Feier der Geburt Jesu Christi im Notfall auf ein geeigneteres Datum zu verlegen (ius diem natalem Domini statuendi); bisher wurde dieses Privileg lediglich von Gregor IV. im Jahre 831 angewandt, um eine terminliche Kollision mit seinem 20. Hochzeitstag zu vermeiden.
Papst Franziskus stimmt Termine ab (Symbolbild)
"Wir wollen nicht riskieren, dass Weihnachtslieder von Fußball-Fan-Gesängen übertönt werden", erklärte ein Sprecher des Vatikan heute. "Auch wenn Weihnachten und Winter für uns in Europa eigentlich zusammengehören, beugen wir uns in diesem Fall ausnahmsweise einer höheren Macht – der FIFA."
Die Entscheidung des Pontifex, Weihnachten auf den 24. Juni 2022 vorzuverlegen, ruft geteilte Reaktionen hervor: Während sich insbesondere Kinder auf die verkürzte Wartezeit zwischen den Weihnachtsfeiertagen 2021 und 2022 freuen - freilich ohne zu bedenken, dass der Abstand zu Weihnachten 2023 umso größer ausfallen wird -, muss der Einzelhandel mit den Weihnachtsvorbereitungen bereits vor Ostern beginnen und fürchtet Einbußen durch die Doppelbelastung. Betreiber von Weihnachtsmärkten, die nach eigenen Angaben problemlos auf erfrischenden, kalten Glühwein umrüsten können, begrüßten hingegen die Entscheidung. Die Tannenbaumindustrie wiederum tüftelt bereits an einer Züchtung, die "grünt nicht nur zur Winterzeit – nein, auch im Sommer, wenn's nicht schneit".
Vorwürfe, Papst Franziskus, der als großer Fußball-Fan gilt, wolle mit Hilfe der Verschiebung nur die Spiele in Ruhe genießen, ohne sich in den Halbzeitpausen auf Adventsmessen vorbereiten zu müssen, hat das Kirchenoberhaupt vehement zurückgewiesen.
ssi, fed; Foto oben: Shutterstock, Foto rechts: giulio napolitano / Shutterstock.com
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