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Dienstag, 7. April 2015

Brandenburg: Als Großmutter verkleideter Wolf frisst Mädchen

Cottbus (dpo) - Bislang hielten Forscher die Rückkehr des Wolfes in deutsche Wälder für ungefährlich. Doch was nun in der Lausitz geschah, dürfte die Verteidiger des Raubtieres zum Umdenken zwingen. Dort soll ein besonders hinterhältiges Exemplar eine Frührentnerin gefressen, sich dann als ebenjene ausgegeben und anschließend auch deren Enkelin verschlungen haben. Außer dem Wolf, der bei dem Vorfall zu Tode kam, wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Zuvor soll die kleine Marie Müller (8) laut Polizeibericht von ihrer Mutter Mandy Müller (25) mit einer Flasche Wein und Gebäck zum Haus ihrer Großmutter (42) geschickt worden sein. Gegen Mandy Müller prüft die Staatsanwaltschaft derzeit rechtliche Schritte wegen Vernachlässigung der elterlichen Sorge. "Ein Kind mehrere Kilometer durch den Wald zu schicken, ist grob fahrlässig – erst recht, wenn es dazu missbraucht wird, um Alkoholika zu transportieren", erklärte ein Polizeisprecher.
Die kleine Marie (8)
Die Ermittlungen ergaben, dass sich der Wolf auf bislang noch ungeklärte Weise Zugang zum Haus der Großmutter verschafft hat. Anschließend muss er die wehrlose Frau gefressen und ihre Kleidung angelegt haben – beides Verhaltensweisen, die Wölfe normalerweise nicht an den Tag legen.
Bislang ist zudem noch ungeklärt, wie es dem Tier gelungen sein soll, mit seinen Pfoten die Knöpfe an der Kleidung der Frührentnerin zu schließen.
Die Kleidung der Großmutter dürfte dem Wolf anschließend dabei geholfen haben, die inzwischen am Haus angekommene Marie Müller zu täuschen und ebenfalls zu fressen.
Tiermediziner gaben zu bedenken, dass dies der erste Fall ist, in dem ein Wolf seine Opfer lebend verschlungen hat. "Es ist uns ein Rätsel, wie es dem hundegroßen Tier gelungen ist, ein Kind und eine ausgewachsene Frau komplett zu verschlingen, ohne ihnen auch nur die geringste Verletzung zuzufügen oder dabei schlicht zu platzen. Immerhin ist ein Wolfsmagen kaum größer als ein Fußball. Auch müsste er dabei seinen Kiefer ausgerenkt haben wie eine Schlange."
Nur durch das beherzte und heldenhafte Eingreifen eines aufmerksamen Nachbarn konnten die Frau und das Mädchen gerettet werden. Der 45-jährige Forstbeamte wartete nach eigenen Angaben den Mittagsschlaf des Tieres ab, befreite Großmutter und Kind durch gekonnte Schnitte am Bauch des Wolfes, legte stattdessen Steine hinein und nähte ihn wieder zu.
Der Wolf soll - obwohl nur wenige Minuten zuvor eine Operation mit medizinisch nicht geeignetem Gerät an ihm durchgeführt wurde - wenig später den Tatort verlassen haben und in einen nahegelegenen, nicht ordnungsgemäß abgedeckten Brunnen gestürzt sein.
Mehrere Bürgerinitiativen fordern nun, dass Wölfe in Deutschland wieder zum Abschuss und damit zur Ausrottung freigegeben werden, damit sich ein derartiges Drama nicht wiederholt.
ssi, jvs; Foto oben: Martin Mecnarowski, CC BY-SA 3.0, Foto rechts: Shutterstock

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