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Mittwoch, 25. November 2015

Kind pinkelte in Becken: Schwimmbad muss 937.500 Liter Wasser austauschen

Neumünster (dpo) - Weil ein Vierjähriger am Nachmittag in ein Schwimmbecken urinierte, musste das Nautilus-Bad in Neumünster heute vollständig evakuiert werden. Das Wasser in dem 25 Meter langen Becken muss nun komplett ausgetauscht werden, bevor das Bad den regulären Betrieb wieder aufnehmen kann. Die Eltern des Jungen müssen wohl für den angerichteten Schaden haften.

"So etwas habe ich in meinen 20 Jahren hier noch nie erlebt", berichtet Bademeister Hartmut Wörners. "Wir können von Glück sprechen, dass es zu keiner Massenpanik gekommen ist."
Gegen 13 Uhr hatte ein Schwimmer zufällig bemerkt, wie sich um einen vierjährigen Jungen am Beckenrand langsam eine gelbe Wolke im Wasser bildete. Mit lauten "Pipi!"-Rufen verhinderte der Mann geistesgegenwärtig, dass andere Badegäste in Kontakt mit der ekelerregenden Flüssigkeit kamen.
Alles Wasser muss raus.
Nur Sekunden später betätigte Bademeister Wörners den Pipi-Alarmknopf des Schwimmbades und stellte sicher, dass alle Personen das Becken verließen. Im Anschluss wurde die Evakuierung auf das gesamte Schwimmbad ausgeweitet, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass das Kind zuvor auch andere Becken verunreinigte.
Gegen 15 Uhr dann Entwarnung: Wasseranalysen ergaben, dass die übrigen Becken - auch das Kinderbecken - urinfrei waren.
Für das Nautilus-Bad ist der Ärger dennoch groß: 937.500 Liter Wasser in dem betroffenen 25-Meter-Becken müssen vollständig ersetzt werden. "Wenn wir das Wasser nicht sofort austauschen würden, wäre das ja vollkommen unhygienisch", erklärt Wörners. "Man kann doch niemandem zumuten, in einem Becken zu schwimmen, in das ein Kind reingepinkelt hat."
Die gesamte Aktion inklusive Grundreinigung kostet rund 20.000 Euro, die das Schwimmbad den Eltern des kleinen Jungen in Rechnung stellen will.
Das Nautilus-Bad wird erst frühestens in einer Woche wieder seine Pforten öffnen.
awa, dan, ssi; Fotos: Shutterstock
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