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Dienstag, 23. August 2016

Neues Zivilschutzkonzept: Deutsche sollen Körperfettreserven für zehn Tage anlegen

Berlin (dpo) - Wie gut sind Deutschlands Bürger auf den Ernstfall vorbereitet? Diese Frage will die Bundesregierung nicht dem Zufall überlassen: In einem neuen Leitfaden rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) jedem Deutschen dazu, persönliche Körperfettreserven für mindestens zehn Tage anzulegen.

Die Behörde empfiehlt einen Body-Mass-Index von mindestens 30, um im Ernstfall bis zu zehn Tage ohne Nahrung auszukommen. "Körperfett ist viel effizienter als das Anlegen von Vorräten", erklärt BBK-Präsident Christoph Unger. "Man hat es immer bei sich, es verdirbt nicht und es kann einem nicht weggenommen werden." Nicht ohne Grund spreche der Laie bei Fettpolstern auch von "Rettungsringen".
Nur eine dieser beiden Frauen würde im Katastrophenfall überleben.
Die Bundesbürger sind offenbar auf einem guten Weg: "Etwas mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ist bereits übergewichtig und somit im Ernstfall versorgt", so Unger. "Durch das Anfressen von Fettreserven haben sie sich instinktiv richtig verhalten. Der normal- oder gar untergewichtige Rest hat allerdings dringenden Nachholbedarf."
Am Mittwoch will Innenminister Thomas de Maizière einen ersten Maßnahmenkatalog mit dem Titel "Survival of the Fattest" vorstellen, der der Bevölkerung wirksame Strategien zum Anlegen solider Fettreserven an die Hand geben soll. Dazu gehört nach Ansicht des Ministeriums vor allem so wenig körperliche Aktivität wie möglich sowie eine ausgeglichene Ernährung bestehend aus den drei Grundnahrungsmitteln Speck, Schokolade und mit Speck umwickelter Schokolade.
pfg, ssi, dan; Fotos: Shutterstock
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