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Donnerstag, 8. September 2016

Zu heiß: Supermärkte klagen über geschmolzene Weihnachtsartikel in den Regalen

Köln (dpo) - Seit einigen Tagen haben zahlreiche Einzelhandelsketten ihre Regale wieder mit Lebkuchen und Spekulatius gefüllt. Doch der anhaltende Sommer und die hohen Temperaturen sorgen für Verstimmung bei Mitarbeitern und Kunden. Immer mehr Filialleiter beschweren sich, dass die Süßwaren bereits im Regal zerlaufen und nicht mehr verkauft werden können.

"Das ruiniert hier bei uns allen ein wenig die schöne Weihnachtsstimmung", erklärt ein Sprecher des REWE-Konzerns. "Eigentlich sind Weihnachtsartikel mit Schokolade keine Produkte, die besonders gekühlt werden müssten. Aber in dieser Woche mussten wir bereits mehrere Paletten Lebkuchenherzen und Dominosteine wegschmeißen oder im Preis herabsetzen, weil die Schokolade geschmolzen ist."
Am meisten leiden Schokonikoläuse. "Fast die Hälfte unseres Bestandes ist schon hoffnungslos zerlaufen", so der Sprecher. "Zum Teil wurden die Schokoladenweihnachtsmänner schon geschmolzen und verformt angeliefert."
Ein Ende der misslichen Lage ist derzeit nicht in Sicht. Allein heute werden in weiten Teilen Deutschlands wieder über 30 Grad erwartet. "Wir haben September, verdammt nochmal. In nicht einmal dreieinhalb Monaten ist Weihnachten!", echauffiert sich eine Kassiererin eines Discountermarktes. "Ich sehe schwarz, wenn in rund ein bis zwei Wochen die ersten Schoko-Adventskalender geliefert werden und es bis dahin nicht endlich kälter wird."
Derzeit ist weit und breit noch kein Schnee in Sicht.
Inzwischen haben zahlreiche Supermärkte angekündigt, ihr gesamtes Weihnachtssortiment ins Eisfach zu verlegen, um der misslichen Lage Herr zu werden. "Damit wäre unser Weihnachtsgeschäft erst einmal gerettet", erklärt Edeka-Filialleiter Marc Ebersbacher aus Madgeburg. "Habe ich übrigens schon erwähnt, dass wir ab Montag Fischstäbchen für nur sieben Cent pro Kilo im Sonderangebot haben?"
Immerhin: Die meisten Supermarktketten blicken dem nächsten großen Geschäft mit Saisonware gelassen entgegen. Ähnliche Probleme haben sich beim Verkauf von Osterartikeln, der ab dem 27. Dezember beginnt, noch nie eingestellt.
pfg, dan, ssi; Fotos: Shutterstock
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