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Mittwoch, 5. Juli 2017

"Die versperren mir ständig die Sicht": Autofahrer fordert härtere Strafen gegen Gaffer

Köln (dpo) - Thomas Reibut ist sauer. Immer wenn der 36-jährige Kölner mit seinem Auto unterwegs ist und das seltene Glück hat, bei einem Unfall live dabei zu sein, kann er nichts erkennen, weil bereits zahlreiche Gaffer vor Ort sind und ihm die Sicht aufs Geschehen versperren. Deshalb fordert er, dass nun endlich härtere Strafen gegen das "sensationslüsterne Pack" verhängt werden.

Erst vergangene Woche fuhr der Einzelhandelskaufmann nach der Arbeit wie jeden Tag auf der A3, als er plötzlich auf der Gegenfahrbahn zwei ineinander verkeilte Autos sah. Doch was genau passiert war, konnte er nicht erkennen. Der Grund: rücksichtslose Gaffer.
"Ich bin sofort rechts ran gefahren auf den Seitenstreifen und habe versucht, aus der Entfernung zu erkennen, ob da wer blutet oder tot ist und was die Sanitäter machen. Aber glauben Sie, das war möglich? Natürlich nicht, denn überall standen Schaulustige herum, die mir die ganze Sicht versperrten."
Neben Gaffern versperren leider auch Rettungskräfte oft die Sicht auf das Unfallgeschehen.
Er habe versucht, mit seinem Handy an die Unfallstelle heranzuzoomen, "doch auch das hat nicht funktioniert, weil ständig jemand sein dummes Handy ins Bild gehalten hat! Einfach nur erbärmlich!"
Aus diesem Grund schließt sich der 36-jährige den jüngsten Forderungen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) an, der nach dem tragischen Busunglück in Bayern eine härte Vorgehensweise gegen Gaffer forderte. "Ich bin da total bei ihm. Es ist eine Schande, dass solche Menschen so ein besonderes Ereignis kaputtmachen. Ich meine, sowas erlebt man ja nicht jeden Tag", echauffiert sich der Kölner.
"Meistens sind das dann auch noch die gleichen Idioten, die im Stau keinen Platz für Einsatzfahrzeuge freihalten", so Reibut. "Da müssen auch härtere Strafen her. Dann könnte ich wenigstens die Rettungsgasse nutzen, um schnell nach vorne zu kommen und noch was zu sehen."
pfg; Foto oben: Shutterstock, Foto unten: dpa
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