Mailand (dpo) - Zu einer ungewöhnlichen Panne kam es gestern Abend bei den Olympischen Winterspielen in Mailand. Aufgrund einer Terminüberschneidung waren sowohl das Finale der Frauen im Eishockey zwischen den USA und Kanada als auch die dritte Ausscheidungsrunde im Paarlauf zeitgleich auf derselben Eisfläche angesetzt. Die Athleten versuchten, das Beste aus der Lage zu machen.
"Ja, da ist leider irgendetwas bei der Planung durcheinandergeraten, wodurch eine Doppelbelegung zustande kam", räumte ein Sprecher des IOC ein. "Der Terminplan ist straff. Da konnte man leider auch nichts woanders hinschieben."
Die beiden Wettbewerbe mussten daher zeitgleich stattfinden. Während die Eishockeyspielerinnen sich ein packendes Finale lieferten, führten mehrere Eiskunstlaufpaare ihre Kür auf.
Die Athleten beider Disziplinen zeigten sich sportlich und nahmen, so gut es ging, Rücksicht aufeinander. So passierte es nur zweimal, dass eine Eishockeyspielerin ein Eiskunstlaufpaar mit einem Bodycheck niederstreckte (einmal fair, einmal von hinten mit 2 Minuten Zeitstrafe geahndet), und die Eiskunstläufer nutzten nur wenige Male die Gelegenheit, ein schnelles Tor zu erzielen, wenn sie sich im Rücken der jeweiligen Abwehr befanden.
"Insgesamt haben sich da alle sehr vorbildlich verhalten", lobt der IOC-Sprecher.
Künftig überlege man daher, häufiger Sportarten gleichzeitig am selben Ort laufen zu lassen – etwa Eisschnelllauf und Rennrodeln, Skispringen und Biathlon oder Curling und Skeleton.
mm, ssi, dan; Foto: ImagoMehr Olympia im Postillon:
