Antholz (dpo) - Schrecksekunde bei den Olympischen Winterspielen in Italien: Mitten im laufenden Biathlon-Wettbewerb soll die französische Athletin Suzanne O. plötzlich eine Schusswaffe gezogen und mehrfach geschossen haben. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt.
Augenzeugen schildern, dass die Biathletin sich zuvor unauffällig verhalten habe. "Sie fuhr ziemlich schnell Ski, wie man es von Wintersportlern erwarten würde, aber dann blieb sie plötzlich stehen und griff zur Waffe", erzählt Zuschauer Tommaso Lenoci, der noch immer unter Schock steht. "Wir sind sofort alle in Deckung gegangen."
Insgesamt sechs Schüsse soll die Französin aus einer Langwaffe abgegeben haben. Dann fuhr sie auf ihren Skiern davon.
Inzwischen konnten Ballistiker feststellen, dass Suzanne O. mit ihren Schüssen lediglich mehrere kleine runde Metallscheiben beschädigte – der Sachschaden ist somit überschaubar.
Dennoch sitzt der Schreck bei vielen Zuschauern tief. Sie machen den Organisatoren große Vorwürfe: "Wieso hatte die überhaupt eine Knarre dabei?", fragt Lenoci. "Gibt es hier denn keine Sicherheitsmaßnahmen?"
Nach der flüchtigen Sportlerin wird gefahndet.
ssi, dan; Foto: ImagoMehr Olympia im Postillon:
