West Feliciana Parish (dpo) - In den USA hat sich ein zum Tode verurteilter Häftling als Henkersmahlzeit ein All-you-can-eat-Buffet bestellt. Aktuell ist der verurteilte Doppelmörder Dwight Winslow im Louisiana State Penitentiary bereits seit fast 30 Stunden dabei, seine letzte Mahlzeit zu sich zu nehmen, weshalb seine Hinrichtung kurzfristig auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste.
"Herr Winslow wünschte sich als Henkersmahlzeit ein All-you-can-eat-Buffet, wie es ihm früher immer seine Mutter gekocht hat", erklärt Gefängnisdirektor Lawson Briggs. "Er meinte, dieses Essen habe einen besonderen emotionalen Wert für ihn."
Nach Angaben des Direktors musste die Gefängnisküche bereits zweimal die Bestände des Buffets auffüllen, weil Winslow immer wieder Nachschlag holte.
"Immer, wenn wir denken, jetzt ist er endlich satt, steht er auf und lädt sich den Teller wieder voll", so Briggs. "Wir hätten ihn eigentlich schon gestern Abend hingerichtet, aber ein All-you-can-eat-Buffet ist nunmal erst dann vorbei, wenn die Person nicht mehr essen kann. Die Regeln sind die Regeln."
Inzwischen hat sich eine Schar von Gefängnispersonal rund um das Buffet versammelt und beobachtet gebannt, wie sich Winslow genüsslich immer mehr Steak, Kartoffeln, Bohnen, Nudeln, Chicken Wings, Gulasch, Salat, Pizza, Pommes, gebratenen Reis, Ente süß-sauer, Lasagne, Eiscreme, Kuchen, Pudding und weitere Köstlichkeiten einverleibt.
Wann die Hinrichtung des Straftäters endlich erfolgen kann, ist derzeit völlig unklar. Experten rechnen damit, dass Winslow bei einem hinreichend langsamen Esstempo noch mehrere Tage oder sogar Wochen durchhalten kann.
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