Poel (dpo) - Es ist ein unerwartetes Zeichen der Empathie für ein Lebewesen in Not: Nach zahlreichen Politikern hat nun auch Bundeskanzler Friedrich Merz dem vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal einen Besuch abgestattet. Sein Fazit ist ernüchternd, aber realistisch.
"Ich bemitleide seine Überforderung und Hilflosigkeit", erklärte der Wal nach dem Treffen. "Ich habe hier ein Säugetier erlebt, das weder ein noch aus weiß und sich immer wieder in eine unmögliche Lage manövriert."
Viele würden sich fragen, ob derzeit überhaupt noch eine Rettung möglich sei, so der Wal mit Blick auf Merz, während er traurig seufzend eine Fontäne ausstieß. "Wenn man das so mitansieht, dann merkt man schon: Der macht es nicht mehr lange. Da sind sich auch Experten einig. Leider kann man ihm ja auch nicht vermitteln, wie er sich retten könnte. Dazu agiert er zu kopflos."
Die missliche Lage des Kanzlers mache ihn vor allem betroffen, so Timmy. "Ein so großes, majestätisches Lebewesen in dieser Form leiden zu sehen, ist nicht schön. Aber wir dürfen ihn am Ende auch nicht zu sehr humanisieren. Die letzten Wochen haben gezeigt: Er entscheidet sich immer wieder und offenbar ganz gezielt für die nächste Untiefe und gegen den rettenden Ausweg. Das müssen wir irgendwann respektieren."
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