Berlin (dpo) - Sicher ist sicher: Die CDU hat heute ihren Fraktionschef Jens Spahn an einen Heizkörper im Konrad-Adenauer-Haus gekettet. Zuvor hatten immer mehr Parteimitglieder Befürchtungen geäußert, Spahn könnte angesichts des Hantavirus erneut in einen Masken-Kaufrausch verfallen.
"Wir haben ja grundsätzlich nichts dagegen, ein paar Provisionen zu kassieren", erklärte ein leicht außer Atem geratener Generalsekretär Carsten Linnemann laut Zeugen, während er ein paar Handschellenschlüssel in seiner Sakkotasche verstaute und sich die Frisur richtete. "Aber bei unseren aktuellen Umfragewerten können wir es uns einfach nicht leisten, dass das Image der CDU noch schwereren Schaden nimmt, wenn Jens wieder zu überteuerten Preisen auf Einkaufstour geht." Auch würde das die Staatsfinanzen zu sehr belasten.
Zuvor hatte es in einem Konferenzraum ein bis ins Foyer hörbares Gerangel gegeben, bevor die Parteispitze den erleichterten Funktionären die erfolgreiche Festsetzung Spahns verkündete. "Wir haben sichergestellt, dass er auch online nichts bestellen kann", rief Bundesgeschäftsführer Marco Melle unter aufbrandendem Applaus, während er triumphierend Spahns Smartphone in die Höhe hielt.
Als das Handy einen Hinweiston von sich gab, blickte er auf das Display: "Neue Email. Betreff: 'Sonderrabatt auf FFP2-Masken für unsere treuesten Kunden'. Puh, da sind wir ja gerade noch rechtzeitig eingeschritten!"
Auf Anfrage des Postillon gab die CDU an, Spahn habe sich freiwillig und ohne jede Gewaltanwendung an den Heizkörper ketten lassen. Zudem verfüge er über einen Toiletteneimer und bekomme regelmäßig Mineralwasser und belegte Brötchen gereicht.
Sobald das Hantavirus in Europa vollständig eingehegt ist, soll Spahn den Konferenzraum wieder verlassen und wie gewohnt seiner Arbeit nachgehen.
anh, dan, ssi
