Magdeburg, Moskau (dpo) - Historischer Moment für Sachsen-Anhalt: Im Landtag in Magdeburg haben AfD und BSW heute einen gemeinsamen Antrag durchgesetzt, der den sofortigen Beitritt des Bundeslandes in die Russische Föderation als "Oblast Saksonija-Anchalt" (Саксония-Анхальт) vorsieht.
In dem Beschluss, der mit Stimmen der AfD und des BSW angenommen wurde, wird die geschäftsführende Landesregierung aufgefordert, "sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen, dass Sachsen-Anhalt aus der Bundesrepublik Deutschland austritt und in die Russische Föderation eintritt."
So könne unter anderem gewährleistet werden, dass Sachsen-Anhalt endlich wieder günstiges Gas aus Russland bekomme und keine Waffen an die Ukraine schicke, erklärte AfD-Ministerpräsidentschaftskandidat Ulrich Siegmund. Außerdem könne man so der "linksgrün-versifften Knechtschaft durch die Merz-Diktatur entkommen".
Die Landtagsfraktionen der SPD, der Linken, der Grünen und der CDU sprachen sich gemeinsam gegen den Anschluss an die Russische Föderation aus. Allerdings stimmten vier Abgeordnete der CDU dennoch dafür.
Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte, er werde alles Weitere veranlassen. Kurz nach der Abstimmung reisten etwa 10.000 männliche russische Touristen zwischen 18 und 35 in Sachsen-Anhalt ein, um dort Urlaub zu machen.
ls, ssi; Foto: picture alliance/dpa/dpa pool | Jan Woitas