Newsticker

Sonntag, 31. Oktober 2010

Das Wort zum Sonntag (95)

Es kommentiert Stefan Sichermann (Chefredakteur, Der Postillon - die Brille ist eine Photoshop-Leihgabe von Kai Diekmann)*:
Liebe Leser!
Es gibt wohl nichts, was die Menschheit in ihrer langjährigen Geschichte so sehr geprägt hat, wie die "Zeit". Nein, ich meine nicht das wöchentlich erscheinende Spießbürgerblatt eines kettenrauchenden Witwers aus Hamburg, sondern die physikalische Größe. Ohne Zeit wären wir ständig zu spät dran, ohne Zeit gäbe es keine Umstellung von Sommer- auf Winterzeit, die Firma Rolex würde Armbänder verkaufen und ohne Zeit gäbe es wohl auch keine Nachrichten.
Apropos Zeit und ehrliche Nachrichten - unabhängig, schnell, seit 1845: Zum Glück verfügen wir Medienmacher dank permanenten Kokainrausches über keinerlei Emotionen. Andernfalls wäre ich jetzt zutiefst beleidigt (vgl. Töpperwien ab 4:14), dass nicht ein einziger von Ihnen, werte Leser, dem Postillon am Donnerstag, dem 28. Oktober, zum 165-jährigen Jubiläum bzw. zum 2-jährigen Online-Jubiläum gratuliert hat. Damit Ihnen dieses wichtige Datum künftig nicht mehr entgeht, finden Sie ab heute hier die offizielle Chronik der bewegten Geschichte des Postillons: Der Postillon 1845-2010
*an dieser Stelle kommentieren ab sofort wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 30. Oktober 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (56)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Zu Stuttgart 21 gibt es jetzt nicht nur das Computerspiel Sim City 21, sondern auch einen Stuttgart 21 Legokasten (mit Dank an Heike M.). Und wenn wir schon bei bunten Bausteinen sind, da gibt es auch noch Lego "Rebuild Iraq", Lego Concentration Camp, death by lego und sogar SM-Lego.
2. Auf Spam gibt es eine Klickstrecke mit ausgezeichneten Cartoons von Kittihawk: Kittihawk: Lustige Bilder
3. Neu in der Blogroll des Postillons: Eine hervorragende, neue Satirezeitschrift mit dem aussagekräftigen Namen "Zeitschrift - das Magazin". Die ersten beiden Ausgaben können als E-Zeitschrift angesehen werden.
4. Vom Extrem-Comedy-Street-Trigger-Happy-TV-Künstler Rémi Gaillard gibt es ein neues sehenswertes Video:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 29. Oktober 2010

Großer Test: Was kann der neue Personalausweis?

Berlin (dpo) - Seit 1. November erhält jeder, der einen Personalausweis beantragt oder seinen alten verlängert, den neuen Personalausweis mit berührungslos lesbarem Computerchip. Doch was kann der neue "Perso" noch außer Daten zu sammeln? Ist er sein Geld wert?
Der Postillon
hat wie immer ganz genau recherchiert und zeigt die wichtigsten Nutzen des neuen Ausweises:

1. Lines ziehen: Dank seiner handlichen Kreditkartenform ist der neue Personalausweis ideal dafür geeignet, saubere Koks-Lines zu ziehen. Während die welligen Kanten des alten klobigen Ausweises früher eine schiefe Linienführung zur Folge hatte, sorgt beim neuen eine Antihaftbeschichtung der Kanten dafür, dass nichts kleben bleibt und das Kokain dahinkommt, wo es hin soll: ins Innere der Nase.

2. Türöffner: Ebenfalls wegen seiner Kreditkartenform ist der neue Personalausweis ideal dafür geeignet, um Schlösser zu knacken, an denen der alte, wabbelige "Perso" bislang krachend scheiterte. Herkömmlichen Kreditkarten ist der neue Personalausweis als Türöffner dabei sogar noch einen Schritt voraus: Da er nicht über eine erhaben geprägte Kreditkartennummer verfügt gleitet er geschmeidig auch durch den engsten Türschlitz.

3. UNO-Funktion: Um die Akzeptanz des neuen Personalausweises zu stärken, wurde er vom Innenministerium mit einer sogenannten UNO-Funktion ausgestattet. Sie legitimiert Träger des neuen "Persos" dazu, ihn zu jedem beliebigen Zeitpunkt während einer Partie UNO auszuspielen. Er kann auf alle Farben gespielt werden und sorgt dafür, dass jeder Teilnehmer (inklusive Ausweisbesitzer) acht Karten ziehen und dabei laut "Lang lebe de Maizière!" rufen muss.

4. Neue Rubriken: Der neue Personalausweis hat neben Name, Wohnort, Augenfarbe usw. auch neue Rubriken, die die Identifizierung für die Behörden signifikant erleichtern: "Maße" (nur für Frauen), "Penislänge" (nur für Männer), "politische Richtung" (links, rechts, geradeaus), "aktueller Sexualpartner" (mit Begründung, falls nicht vorhanden) und "Besitzer eines neuen Personalausweises" (ja oder nein muss angekreuzt werden) sind nur einige Beispiele.

Fazit: Der neue Personalausweis ist somit ideal für kokainabhängige Einbrecher und Zocker mit Hang zum Exhibitionismus. Einziges Manko: Wer sich gegen die Abgabe eines Fingerabdrucks entschieden hat, sollte unbedingt immer Handschuhe tragen, da sich sonst automatisch Fingerabdrücke auf der glatten Oberfläche des Ausweises bilden.
ssi

Auch fischfresse.de hat den neuen Perso unter die Lupe genommen:
Erika Mustermann revisited

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Aktuelle Focus-Ausgabe hat frappierende Ähnlichkeit mit Ausgabe von Oktober 1940

Oktober 2010:
Oktober 1940:ssi; Cover oben: Steht auf pompöse Herrschaftsinzenierung: das Magazin Focus; Cover unten: Dies ist eine Fotomontage, die den aktuellen Focus-Titel karikiert (die Postillon-Rechtsabteilung).

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Newsticker (111)

++++ Aus dem Handel genommen: Dildo ging allen am Arsch vorbei ++++
++++ Grausam: Messerblock brutal abgestochen ++++
++++ Nach Spott wegen geringer Körpergröße: Mann erhängt sich an Bonsai ++++
++++ Talk-Star: Englischsprechender Vogel entdeckt ++++
ssi, swe (#4)

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Mittwoch, 27. Oktober 2010

Stiftung Warentest: 80 Prozent aller Kinder nicht für Spielzeug geeignet

Berlin (dpo) - Die Stiftung Warentest hat 1000 Kinder getestet – mit erschreckenden Ergebnissen. Es zeigte sich, dass mehr als 80 Prozent der geprüften Kinder zwischen zwei und zehn Jahren für Spielzeug völlig ungeeignet sind und alles nur kaputtmachen. Für den Test wurden 1000 Probanden in einem Raum mit Matchboxautos, Legosteinen, Nintendokonsolen, Plüschtieren und ähnlichem alleingelassen.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Nach Tabak und Alkohol: Schwarz-Gelb plant Masturbations- und Sexsteuer

Berlin (dpo) - Schlechte Nachrichten für Freunde von Autoerotik und gepflegtem Beischlaf! Der Beschluss der schwarz-gelben Regierungskoalition, Entlastungen für Konzerne bei der Ökosteuer durch ein Anheben der Tabaksteuer zu finanzieren und die Forderungen der FDP, anstatt einer Luftverkehrsabgabe Alkohol höher zu besteuern, sind offenbar erst der Anfang.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) kündigten heute an, man arbeite an einem Gesetzesentwurf, der die Einführung einer Masturbations- und Sexsteuer vorsieht.
"Die Masturbations- und Sexsteuer ist nur konsequent", erklärte die Kanzlerin bei einer Pressekonferenz in Berlin. "Warum sollten wir beim Alkohol zuvor und der Zigarette danach abkassieren, aber beim eigentlichen Spaß dazwischen nicht?"
Der Gesetzentwurf sieht neben einer Steuer auf Verhütungsmittel, Sexspielzeug (gestaffelt nach Länge) und Prostitution vor, dass alle Bundesbürger am Ende eines Kalenderjahres eine Masturbations- und Sexsteuererklärung bei ihrem Finanzamt abgeben, in der sie detailliert aufführen, wann, wo, mit wem und wie oft sie in den vergangenen 12 Monaten Sex hatten oder selbst Hand anlegten.
"Steuerbetrug ist dabei quasi unmöglich, da die Daten mit allen Sexualpartnern abgeglichen und zusätzlich über 10.000 Steuerfander eingesetzt werden, die sonst nur unnütz gegen Wirtschaftsverbrecher ermitteln würden", sagte Guido Westerwelle.
Genaue Zahlen wollten Merkel und Westerwelle noch nicht vorlegen, doch Insider gehen davon aus, dass pro einfacher Masturbation unter 15 Minuten und ohne Hilfsmittel rund 50 Cent fällig werden, während ausgefeilte autoerotische Akte in extravaganter Kleidung, mit Pornofilmunterstützung oder im Freien mit bis zu 20 Euro veranschlagt werden.
Auch beim Geschlechtsverkehr ist Qualität der Maßstab für die Höhe der Steuer: Je nachdem, ob der Akt mit dem langweiligen Partner oder einem Filmstar, der zufällig in der Stadt ist, vollzogen wird, sind zwischen fünf Cent und 100 Euro fällig.
Die zu erwartenden Mehreinnahmen in Milliardenhöhe sollen unbürokratisch direkt an die Unternehmen ausgezahlt werden.
ssi; Foto rechts oben (Sebastian Zwez, cc-3.0): Sind sich einig: Kanzlerin und Vizekanzler; Foto links (Manu, cc-2.0): Das wird richtig teuer: Bundesbürger beim Sex mit jeder Menge Spielzeug; Foto rechts unten (Eva K., cc-3.0): Bald ein Prozent pro Zentimeter teurer: Massagestab.

Mehr Politik im Postillon-Archiv:
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Newsticker (110)

++++ Freundlich: Fleischer zeigt Kunden die kalte Schulter ++++
++++ Unterirdische Leistung: Bergarbeiter fordern mehr Lohn ++++
++++ Bauer schlägt Turm: Hand gebrochen ++++
++++ Heiliger Stuhl nicht mehr flüssig: Papst von Durchfallerkrankung genesen ++++
ssi, bor (#2), bla (#3)

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Montag, 25. Oktober 2010

245.000 Einsprüche: Google Street View entfernt erste Fassaden

Foto: Hier hat Google die Fassade bereits unkenntlich gemacht: Haus in Dortmund-Brackel.
Dortmund (dpo) - Damit der Kartendienst Street View bald auch in Deutschland starten kann, hat das US-Unternehmen Google endlich damit begonnen, die ersten Häuser unkenntlich zu machen. Zuvor gab es wegen datenschutzrechtlicher Bedenken deutschlandweit über 245.000 Einsprüche von besorgten Bürgern, die beklagten, die Abbildung von Außenfassaden verletze ihre Privatsphäre und erleichtere Einbrechern das Ausspähen der Nachbarschaft.
"Die Entfernung der Fassaden ist eine Heidenarbeit", so Gunther Pinchsle, Chef eines von Google beauftragten Abrissunternehmens, zum Postillon. "Allein in Dortmund arbeiten dafür 200 Mitarbeiter rund um die Uhr. Letztendlich liefern wir aber Ergebnisse ab, die sich sehen lassen können."
Rentner Helmut Bergmann aus Dortmund-Brackel zeigt sich zufrieden. "Ich habe sofort Einspruch erhoben", erklärt der rüstige 72-jährige. "Wir sind ein anständiges Haus und wollen nicht, dass es in diesem kriminellen Internetz von allen angegafft werden kann. Aber jetzt ist alles gut: Mein Enkel sagt, nicht mal ich würde es wiedererkennen."
Ein Google-Sprecher erklärte heute, die Abrissarbeiten seien schon bald abgeschlossen. Das bedeutet, dass der Suchmaschinenriese nur noch die Gesichter der Passanten unkenntlich machen muss, bevor Street View starten kann.
fra; Foto rechts (Michal Maňas, cc-2.5): Google Street View bei der Arbeit; Foto links: Auch sein Haus ist im Internet jetzt nicht mehr zu erkennen: Rentner Bergmann.

Mehr zu Google im Postillon-Archiv:
Google Street View plant, im Vorbeifahren auf Passanten zu schießen
Zensur! Chinesisches Google zeigt größtenteils unleserliches Gekritzel an

Sonntag, 24. Oktober 2010

Das Wort zum Sonntag (94)

Es kommentiert Klaus Hauken (Pharmareferent, Vorstand Bayer AG)*:
Im (Ein-)Augenblick schaut ganz Deutschland in Richtung Stuttgart. Doch während der Streit manch einem Kopfbahnhofschmerzen bereitet, ist er in Wirklichkeit keine bittere Pille, sondern ein willkommenes Placebo. Denn nur in solchen Momenten kann in der deutschen Hauptstadt Leverkusen vernünftig Politik gemacht werden.
Der jüngste Beschluss von Philipp Rösler, der besagt, dass Pharmaunternehmen künftig nicht mehr beweisen müssen, ob ein neues Medikament zusätzlichen Nutzen hat, bevor es zu noch höheren Preisen auf den Markt kommt, gebührt großes Lob (oder Lobby, wie wir in meiner Branche sagen). Denn dadurch ist garantiert, dass wir den Status Quo bei ständig steigenden Kosten halten können - ganz nach unserem Credo: "Forschung nach gleicher Medizin zu höheren Preisen ist die beste Medizin."
Wer in diesem Zusammenhang behauptet, der Gesundheitsminister sei ein Papagei, der alles nachplappert, was ihm die Pharmaindustrie vorsagt, der irrt. Rösler ist ein eigenständiger Mensch -- ein Mensch aus Holz, der an Fäden baumelt, die zufällig an unseren Händen enden.
*an dieser Stelle kommentieren ab sofort wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 23. Oktober 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (55)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Eine wirklich investigative Reportage aus dem Wahrheitsressort der taz, für die der Redakteur extra in eine Burka geschlüpft ist: Die Hüpfburg Allahs
2. Im Graphitti-Blog bekommt man "die Welt erklärt in überwiegend lustigen Grafiken". Ein paar schöne Beispiele gibt es hier, hier, hier, hier oder gar hier.
3. "Schlecht verarbeitete Katzen haben mitunter nur sechs Leben." Satirisch, origin- und aktuell: Jana Van Lynden holt aus den 140 Zeichen bei Twitter Spaß für mindestens 487 heraus.
4. Ausgefeilte Kostüme, eine wunderschöne Gesangsstimme und geile Lichteffekte sorgen dafür, dass auch Nicht-Rollenspieler dieses Meisterwerk garantiert nie wieder vergessen:

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ssi

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Freitag, 22. Oktober 2010

Parteiübergreifende Initiative fordert Kopftuchverbot für attraktive Musliminnen

Berlin (dpo) - Eine Initiative, an der sich junge männliche Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien beteiligen, hat heute ein Kopftuchverbot für attraktive Muslimas gefordert und angekündigt in naher Zukunft einen Gesetzesentwurf in den Bundestag einzubringen.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Neuartige Bürste lässt Augäpfel noch weißer strahlen

Neu Delhi (dpo) - Quantensprung in der viel zu lange vernachlässigten Augapfelpflege! Indische Wissenschaftler haben eine neue Augenbürste entwickelt, die noch in diesem Jahr weltweit auf den Markt kommen soll.
"Jeder kennt das, wenn man morgens aufsteht oder nach Mitternacht noch in die Disco will und die Augen sind ganz rot", erklärte Dr. Hajib Bandhan, der Entwickler bei der Vorstellung seines Produktes. "Dabei muss man nur mit meiner Bürste fünf Minuten sorgfältig seine Augen putzen und schon glänzen sie wieder im strahlendsten Weiß. Auch hässliche Äderchen, Sand oder Fliegen werden auf diese Weise entfernt."
Eine eigens entwickelte Minzaugenpasta mit Bleiche soll die Wirkung sogar noch verstärken und verhindern, dass sich die Augäpfel mit der Zeit gelb verfärben.
Augenärzte empfehlen, dass man seine Augen mindestens dreimal täglich putzen sollte. Bis zur Einführung des neuen Produkts, kann übrigens trotz der viel weicheren Borsten auch eine herkömmliche Zahnbürste für die Augenhygiene verwendet werden.
ssi; Foto: Führt die neue Augenbürste vor: Dr. Hajib Bandhan.

Weitere Erfindungen im Postillon-Archiv:
Odol führt umweltfreundlichen Atemroller ein
Erster Rauchmelder mit Schlummerfunktion entwickelt
Weltweit erster Dönerroboter auf Fachmesse in Berlin vorgestellt

Newsticker (109)

++++ Riecht komisch: Geheimnis muss mal wieder gelüftet werden ++++
++++ Mildes Urteil: Moderate Taliban steinigen Frau mit Watte ++++
++++ Spargel: Haarfestiger im Sonderangebot ++++
++++ Panne im Bergbau: Nachtschicht findet Schacht nicht ++++
ssi, hal (#4)

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Mittwoch, 20. Oktober 2010

Umfrage: Zu Guttenberg so beliebt wegen seiner hervorragenden Beliebtheitswerte

München (dpo) - Endlich ist sein Geheimnis gelüftet: In einer aktuellen Umfrage hat das Meinungsforschungsintitut Opinion Control herausgefunden, warum Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im Volk so beliebt ist, obwohl er politisch bislang kaum etwas bewegt hat.
"Wir haben festgestellt, dass beinahe 96 Prozent derjenigen, die zu Guttenberg gut oder gar sehr gut bewerteten, dies nur aus einem Grund taten", erklärt Institutsleiter Prof. Heinz Geiwasser. "Sie schätzen ihn aufgrund seiner beinahe wöchentlich ermittelten hohen Beliebtheitwerte."
Offensichtlich sind die Befragten der Meinung, dass jemand, der im Volk derartig beliebt ist, wohl kaum ein schlechter Mensch sein kann.
Die einzige Möglichkeit, wie zu Guttenberg auf der Beliebtheitsskala wieder nach unten rutschen könnte, so Geiwasser weiter, wären Umfragen, in denen er schlecht abschneiden würde, was bei seinen derzeitigen Beliebtheitswerten nur schwer vorstellbar sei.
ssi; Foto (KTG, cc-2.0): Ist nicht nur beliebt, sondern sieht auch verdammt geil aus: Karl-Theodor zu Guttenberg.

Alle Artikel über Karl-Theodor zu Guttenberg im Postillon-Archiv:
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Großzügiger Spender möchte anonym bleiben

ssi; Foto (Twirligig, cc-3.0): Spendet jeden Tropfen an schmutzige Hände: Bescheidener Seifenspender.

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Dienstag, 19. Oktober 2010

NATO: Bin Ladens Spur führt auf den Planeten Erde

Washington, Kabul (dpo) - Neue Aufregung um Terrorfürst Osama bin Laden! Nachdem der Verantwortliche für die Anschläge auf das World Trade Center in der Vergangenheit mehrfach den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte, gibt es laut US-Nachrichtensender CNN eine neue heiße Spur.
"Ein ranghoher NATO-Offizieller hat uns darüber informiert, dass sich Osama bin Laden mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Planeten Erde befindet. Dieser ist mit einer durchschnittlichen Entfernung von 149,6 Millionen Kilometern zur Sonne der dritte Planet im Sonnensystem", so die CNN-Korrespondentin Barbara Starr in einer Eilmeldung. "Die NATO kann aber nicht nur den Planeten benennen, sie ist auch fest davon überzeugt, dass bin Laden in einem Haus lebt und nicht etwa in einer Höhle." Die Gefangennahme des 53-jährigen sei daher nur noch eine Frage der Zeit.
Neusten Erkenntnissen zufolge ist Osama bin Laden nicht der einzige Schurke, der sich auf der Erde versteckt hält. Beinahe alle gesuchten Verbrecher verstecken sich auf dem größtenteils mit Wasser bedeckten Planeten, weswegen sich die NATO einen eventuellen Militärschlag vorbehält.
ssi; Foto rechts: In diesem Gebiet versteckt sich Osama bin Laden; Foto links: Wohnt in einem Haus: Terrorfürst mit Bart.

Bin Laden im Postillon-Archiv:
Neue CIA-Taktik sieht vor, dass Osama bin Laden in den nächsten 20 bis 40 Jahren an Altersschwäche stirbt
al-Qaida übernimmt Verantwortung für Erdbeben in Haiti
Bin Laden begeistert von neuen FBI-Fahndungsfotos

Newsticker (108)

++++ Unangenehm: Mann leidet an Niespulverallergie ++++
++++ Unorthodox: Griechischer Bischof tritt zum Katholizismus über ++++
++++ Abgelaufen: Garantie auf Schuhsohle ++++
++++ Uhrmacher-Pfusch: Standuhr geht ++++
ssi; ttb (#3); mth (#4)

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Montag, 18. Oktober 2010

So geht Integration: Kleiner Timmy (9) von deutschen und türkischen Schülern gemobbt

Saarbrücken (dpo) - Die Klasse 3c der Gustav-Kläden-Gesamtschule in Saarbrücken ist ein Muster an Integration und könnte ein Vorbild für ganz Deutschland sein. Dort mobben sich deutsche und türkische Schüler nicht gegenseitig, sondern alle gemeinsam den kleinen Timmy (9). Herkunft oder Geschlecht spielen dabei keine Rolle. Inzwischen hat sogar das Bildungsministerium Interesse bekundet.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Das Wort zum Sonntag (93)

Es kommentiert Enrico Sanchez (chilenischer Journalist)*:
Was in der vergangenen Woche in der Wüste bei Copiapó geschah, kommt einem Wunder gleich. Niemand hätte gedacht, dass Menschen über zwei Monate in derart lebensfeindlicher Umgebung ausharren und dabei jeden Tag dieselben Gesichter ertragen können.
Doch wir vor der Mine festsitzenden Journalisten haben unser Martyrium überstanden: Dadurch, dass die lästigen Minenarbeiter nun endlich geborgen sind, dürfen wir unser Camp verlassen und müssen nicht mehr aus der Wüste Bericht erstatten.
In den vergangenen Monaten habe ich Reporter aus aller Welt in Tränen ausbrechen sehen, weil sie zurück zu ihren Familien wollten. Nachts kuschelten wir uns zusammen und versuchten uns gegenseitig mit Reportagen aus längst vergangenen Tagen aufzumuntern. Das Schlimmste war jedoch, dass wir wussten, dass das Leben anderswo weiterging, während wir an diesem gottverdammten Ort festsaßen.
Ich glaube, wenn die Minenarbeiter nachempfinden könnten, was wir Journalisten durchmachen mussten, als wir beinahe vollständig von der Außenwelt abgeschnitten vor der Mine festsaßen, dann würden sie sich vorher zweimal überlegen, ob sie sich verschütten lassen.
*an dieser Stelle kommentieren ab sofort wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 16. Oktober 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (54)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Die Kastanie ist der Pflasterstein des 21. Jahrhunderts: Auf ebay konnte man deshalb für viel Geld (Gebote über 100 Euro) eine Kastanie Marke "Polizeischreck" aus dem Stuttgarter Schlossgarten ersteigern -- zumindest solange bis ebay die Versteigerung gelöscht hat. Einen vollständigen Screenshot mit lustigen Fragen und Antworten gibt es bei Neues für Nerze, Stoff für Mettwurst. Auf ebay laufen außerdem noch weitere Auktionen mit dem Titel: Original Stuttgart 21 KASTANIE (kein Polizeischreck!)
2. Das wurde ja auch Zeit. Endlich bloggt auch Gott, unser Herr. Um sich einige Jahre Fegefeuer zu ersparen, empfiehlt der Chefred. hiermit Gottes Website aufs wärmste: Gotts Blog
3. Es lohnt sich immer, auf einen kurzen Lacher beim Failblog vorbeizuschauen. Schöne aktuelle Beispiele: Billboard Placement FAIL und Billboard FAIL, Too Late FAIL, Map WIN oder Identification FAIL
4. Ganz ganz fieser Streich, den man auch genießen kann, wenn man kein schweddänonorwegisch versteht:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 15. Oktober 2010

Gimmick: Die Postillon-Leserzeitung für kalte Nächte

Kennen Sie das? Sie haben den ganzen Tag über mit Ihren Freunden Wein aus dem Tetra Pak getrunken und über die Satelliten der Illuminaten diskutiert, von denen Sie auf Schritt und Tritt beobachtet werden? Aber plötzlich werden Sie müde und es wird auch schon dunkel, weswegen Sie sich am liebsten eine Parkbank suchen würden?* Doch weil es jede Nacht kälter wird, frieren Sie wie die Wehrmacht in Russland?
Das muss nicht sein! Damit Ihnen auch bei klirrender Kälte mollig warm ist, präsentiert der Postillon seinen Lesern als exklusives Gimmick die original Leserzeitung für kalte Nächte:
Und so einfach geht's:
1. Drucken Sie sich einfach so viele Seiten aus, wie unter Ihre löchrige Weste passen (evtl. vorher anklicken zur Vergrößerung - die Zeitung, nicht die Weste!).
2. Malen Sie entlang des Zeitungsrandes eine gestrichelte Linie.
3. Benutzen Sie Ihre Postillon-Leserschere (Gimmick vom 30. Juli 2009), um Ihre Leserzeitung entlang der gestrichelten Linie auszuschneiden.
4. Schieben Sie sich Ihre Leserzeitung(en) einfach unter die Oberbekleidung und decken Sie sich bei Bedarf mit weiteren Seiten zu. Sie werden schlafen wie ein kleines Baby (je nach Trunkenheitsstadium inklusive Sabbern und Einnässen).

Kleiner Tipp: Sie erhöhen den wärmenden Effekt der Postillon-Leserzeitung um ein Vielfaches, wenn Sie anstelle von Papier Wolldecken in den Drucker einlegen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten: Die Postillon-Leserzeitung ist ein wahrer Alleskönner! Sie ist geeignet zum Einwickeln von Fisch, zum Stillen leichter und mittlerer Blutungen, zum Erschlagen von Fliegen, als Unterlage beim Streichen, zum Beschatten von verdächtigen Personen (Augenlöcher nicht vergessen!), zum Falten von Hütchen, Schiffen und hochwertigen Origamikunstwerken, zum Entfachen von Feuer und zum Einwickeln eines zweiten Fischs.
Achtung: Die Leserzeitung ist nicht zum Verzehr geeignet.

Hinweis: Sollte Ihre Postillon-Leserzeitung aus Ihrer Zeitung bereits herausgetrennt worden sein, dann können Sie sich unter redaktion@der-postillon.com für 1,32 Euro E-Mail-Versandkosten ein neues Exemplar bestellen.

ssi

*Studien des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control haben ergeben, dass 51,43% aller Postillon-Leser auf der Straße und weitere 48,22% auf dem Fahrradweg leben (Fehlertoleranz: 51,43%).

Weitere Gimmicks im Postillon-Archiv:
Der Postillon-Leserfächer
Das Postillon-Leserkruzifix
Die Postillon-Leserschere
Das Postillon-Klopapier

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Newsticker (107)

++++ Zwanghaft: Bayrische Kommode tanzt Schubladler ++++
++++ Gefährlicher Fetisch: Pfarrer hat es mit dem Kreuz ++++
++++ Dreister Ladendiebstahl: Penny-Markt spurlos verschwunden ++++
++++ Filzstift: Auszubildender lernt Vetternwirtschaft ++++
ssi, svl, ano, bla

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Chile beutet Chilenenvorkommen aus

Copiapó (dpo) - Nur knapp zwei Monate nach der Entdeckung eines kleineren Vorkommens von ausgewachsenen Chilenen in nur 700 Metern Tiefe ist es der chilenischen Bergbaubehörde gelungen, dieses in einer spektakulären Aktion abzubauen.
"Wir konnten insgesamt 33 Chilenen abbauen und vermuten, dass das Vorkommen damit erschöpft ist", bestätigte ein Sprecher. "Dies ist eine Große Stunde für den chilenischen Menschenbergbau."
Auch Rußland und China wollen jetzt in ihren Montanrevieren gezielt nach abbauwürdigen Vorkommen von Russen bzw. Chinesen bohren lassen. Die Chancen stehen gut, aus beiden Ländern werden immer wieder Berichte über vergrabene Kumpel in Kohleminen gemeldet.
ano; Foto (Victor Segovia; cc-2.0): Braucht noch den nötigen Schliff: Frisch abgebauter Chilene.

Mehr zu den chilenischen Kumpels:
RTL II kauft Rechte für chilenische Minenunglücksshow
Chinesische Bohrung zur Rettung der chilenischen Minenarbeiter kommt zu spät

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Chinesische Bohrung zur Rettung der chilenischen Minenarbeiter erreicht Ziel knapp zu spät

Foto (Screenshot Tagesschau.de): Unten rechts deutlich zu sehen: Chinesische Bohrung.
Copiapó, Wuhan (dpo) - Schlechtes Timing: Kurz nachdem die ersten verschütteten Minenarbeiter in Chile geborgen wurden, erreichte auch eine chinesische Bohrung das unterirdische Gewölbe, in dem die Kumpel in den vergangenen 69 Tagen festsaßen (der Postillon berichtete).
"Wir haben unsere Rettungsbohrung eine Woche, nachdem die ersten Lebenszeichen von den Verschütteten empfangen wurden, exakt auf der anderen Seite der Erde in der Nähe der Unterprovinzstadt Wunan in China begonnen", bestätigte Chun Sao, ein Sprecher des chinesischen Bergbauamtes auf Anfrage des Postillons. "Leider umsonst. Wir konnten ja nicht ahnen, dass die Rettungsaktion der Chilenen schneller verläuft als ursprünglich erwartet."
Da die Evakuierung der Arbeiter jedoch schon bald abgeschlossen ist, soll der direkt durch den Erdkern führende 12.700 Kilometer lange Schacht wieder zugeschüttet werden, sobald China das in der Mine verbliebene Kupfer und Gold abgebaut hat.
ssi

Mehr zu den chilenischen Kumpels:
RTL II kauft Rechte für chilenische Minenunglücksshow

Dienstag, 12. Oktober 2010

Riesiger alter Mann mit Bart vom Himmel gefallen - tot!

Starrer, lebloser Blick: Die Rettungskräfte kamen leider zu spät
Münster (dpo) - Bizarrer Unfall bei Münster! Dort ist heute morgen ein über vier Meter großer alter Mann vom Himmel gefallen. Die alarmierten Rettungskräfte konnten bei ihrem Eintreffen nur noch den Tod des riesigen Greisen feststellen.
"Er fiel plötzlich vom Himmel und schlug nicht weit von meiner Herde auf der Wiese ein. Gott sei Dank hat er keines meiner Tiere erwischt", erklärte Ralf Kästner, von Beruf Schäfer und einziger Augenzeuge des Unfalls, gegenüber dem Postillon. "Vielleicht ist er aus einem Flugzeug gefallen."
Diesen Verdacht konnten allerdings die örtlichen Behörden inzwischen widerlegen. "Zu dem Zeitpunkt, als der riesige alte Mann mit dem langen Bart vom Himmel fiel, gab es keinen Flugverkehr in der näheren Umgebung", so ein Polizeisprecher. Zudem würden verschiedene Partikel auf seiner Kleidung, die sonst nur außerhalb der Erdatmosphäre vorkommen, darauf hinweisen, dass der alte Mann von einem deutlich höheren Ort abgestürzt war.
Eine Obduktion hat mittlerweile ergeben, dass der Unbekannte zu Lebzeiten an starker Kurzsichtigkeit litt und nahezu blind war. Das und eine in der Nähe gefundene Riesenbrille lassen den Schluss zu, dass der alte Mann - von wo auch immer er herabfiel - vornübergekippt war, als er versucht hatte, Dinge zu erkennen, die sich unter ihm abspielten.
Da der alte Mann keine Papiere bei sich trug und die Behörden sich nicht sicher sind, welcher Religion der riesige Tote angehört, soll er morgen im Rahmen einer weltlichen Zeremonie in einem XXXXL-Sarg bestattet werden.
ssi; Foto rechts: Fiel plötzlich aus heiterem Himmel: Riesiger alter Mann mit Bart.

Weitere Artikel zum Thema Religion im Postillon-Archiv:
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Newsticker (106)

++++ Rufmord: Lawinenverursacher verurteilt ++++
++++ Übles Verbrechen: Betrunkener kotzt neben Klo ++++
++++ Bigott: Schöpfer outet sich ++++
++++ Rücksichtslos: Auto bis unters Dach beladen ++++
ssi, lnk (#1), bla (#4)

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Montag, 11. Oktober 2010

Wegen Anbieterwechsel: Polizei-Notruf fällt für zwei Wochen aus

Berlin (dpo) - Die Polizei, unser Freund und Helfer, ist deutschlandweit aufgrund von Komplikationen nach einem Telefonanbieterwechsel in den kommenden zwei Wochen nur eingeschränkt erreichbar. Das kündigte ein Sprecher heute in Berlin auf einer Pressekonferenz an. Auch bei der Rufnummerportierung kam es zu Schwierigkeiten, weswegen die gute alte 110 Geschichte sein dürfte.

Seehofer fordert Zuwanderungsstopp für Menschen aus fremden Kulturkreisen

Foto (Links: Aquajazz, cc-2.0; rechts unten: www.goaslschnalzer.de, cc-3.0): Müssen laut Seehofer künftig in Bayern bleiben: Menschen aus fremdem Kulturkreisen.

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Sonntag, 10. Oktober 2010

Das Wort zum Sonntag (92)

Es kommentiert Peter Hohne (ZDF-Moderator und Christ)*:
Man muss kein Historiker sein, um zu wissen, dass unsere Kultur auf christlich-jüdischem Fundament steht. Deshalb hatten wir Christen zu Juden in der Vergangenheit auch immer so ein ausgezeichnetes Verhältnis. Bundespräsident Wulff jedoch hat mit seiner Aussage, der Islam gehöre inzwischen auch zu Deutschland, großen Schaden angerichtet. Moslems sollten auf keinen Fall das Gefühl bekommen, wir würden sie akzeptieren, sondern sich lieber auf ihre Integration konzentrieren.
Ohnehin muss ich immer wieder lesen, dass Moslems mit deutschenfeindlichen Aussagen auffallen. So wurde etwa Kristina Schröder kürzlich als "deutsche Schlampe" beschimpft. Wozu diese Provokation? "Schlampe" oder "herzlose, dumme Schlampe ohne Rückgrat" hätte völlig gereicht. Denn eines ist klar: Rassismus muss ein Privileg der Mehrheit bleiben.
Da lobe ich mir schon viel eher die Bemühungen der Christin Stephanie zu Guttenberg gegen Kinderschänder. Nur im Schoße der Kirche und ihrer Priester sind unsere Kinder sicher - das zeigt schon Psalm 137:9, wo es nicht umsonst heißt: "Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an dem Stein!"
*an dieser Stelle kommentieren ab sofort wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 9. Oktober 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (53)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Zum Thema Stuttgart 21 hat der Politblogger eine Sonderausgabe der Stuttgarter Zeitung erstellt: POLITBLOGGERS Beitrag zum Tag der deutschen Einheit. Passend dazu Titanic: Heiner Geißler schwenkt um
2. Der Blog der NDR-Satiresendung Extra 3, bei dem es sich auch sonst lohnt, hin und wieder vorbeizugucken, unterstellt der dpa bei ihrer Berichterstattung zur Frankfurter Buchmesse eine absichtliche Diskreditierung Sarrazins: Liebe dpa,
3. Muriel von überschaubare Relevanz hat sich die Mühe gemacht, einen zynischen Onion-Kommentar zum fröhlichen Thema Steinigung (frei) zu übersetzen: Vier männliche Zeugen
4. Nach dem Klo und nach dem Händewaschen Händewaschen nicht vergessen:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 8. Oktober 2010

Kinofilm "The Social Network" als absolut unrealistisch kritisiert

(dpo) - Typisches Hollywoodmärchen: Der am Donnerstag in deutschen Kinos angelaufene Film "The Social Network" wird in zahlreichen Rezensionen als zu unrealistisch kritisiert und erhält daher hauptsächlich schlechte Bewertungen.
"Handwerklich ist der Streifen zwar ansprechend, die Story ist jedoch durch und durch unglaubwürdig", findet etwa Jürgen Bübsch, Kinokritiker des Postillon. "In Wirklichkeit könnte ein Mann Anfang 20 durch eine so simple Idee nie und nimmer zum Millionär, geschweige denn Milliardär werden." So etwas sei höchstens in der Fantasie von Hollywooddrehbuchautoren möglich.
Auch die Geschäftsidee, auf der der plötzliche Reichtum des fiktiven Hauptcharakters, Marc Zuckerberg, beruht, gilt als wenig durchdacht. Soziologen und Kommunikationswissenschaftler, die das sogenannte "Facebook" analysiert haben, sind sich einig, dass ein solches "Social Network" im wirklichen Leben unvorstellbar wäre.
"Die Menschen wollen nicht über jede Kleinigkeit aus dem Leben ihrer Bekannten und Freunde Bescheid wissen", bestätigt der Freiburger Soziologe Prof. Stanislav Iway dem Postillon. "Außerdem hätten sie viel zu viel Angst davor, dass mit ihren persönlichen Daten Schindluder getrieben wird." Gäbe es "Facebook" nicht nur im Film, sondern auch in Wirklichkeit, dann würde - da ist sich die Wissenschaft einig - höchstens eine Handvoll perverser Stalker davon Gebrauch machen.
ssi; Foto rechts: Völlig unrealistisch und übertrieben: "The Social Network"; Foto links: Im Film haben manche Seiten über 1800 Fans, was natürlich kompletter Unfug ist.

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Neues Spiel "Real Life" vorgestellt

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Pro und Contra: Der Postillon erklärt Stuttgart 21

Foto (Musklprozz, cc-3.0): Wer hat Recht: Mensch oder Bagger?
Stuttgart (dpo) - Seit einiger Zeit schwelt nicht nur der Streit um Stuttgart 21, das Prestigeprojekt der baden-württembergischen Landesregierung und der Deutschen Bahn, sondern auch der Kampf über die mediale Deutungshoheit. Das Ergebnis: Der uninformierte Beobachter weiß längst nicht mehr, wem er glauben und auf wessen Seite er sich schlagen soll.
Deshalb hat der Postillon, die Zeitung, die doppelt so neutral ist wie die Schweiz, recherchiert und präsentiert seinen Lesern exklusiv die wichtigsten Argumente der Bahnhofsbefürworter und -gegner:

Was spricht für Stuttgart 21?

Fahrtzeiten: Mithilfe des unterirdischen Durchgangsbahnhof können Züge künftig mit über 200 km/h durch Stuttgart durchrauschen und müssen nicht mehr minutenlang anhalten, um lästige Stuttgarter einsteigen zu lassen.
Foto (Sebastian Terfloth, cc-2.5): Kann Stuttgart künftig einfach links liegen lassen: ICE.

Verlässlichkeit: Das Projekt ist bereits parlamentarisch beschlossen. Jeder weiß, dass Parlamentsbeschlüsse (z.B. Afghanistankrieg) nie wieder geändert werden dürfen. Würde man das Projekt rückgängig machen, hätte das einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum und die sofortige Apokalypse zur Folge.
Bild: So stellte sich Albrecht Dürer den Abbruch des Bahnhofsbaus vor: Vier Reiter der Apokalypse.

Optik: Gegnern des Projekts, die befürchten, dass der Charm des alten, denkmalgeschützten Bahnhofs nach seiner Fertigstellung verloren geht, wurde der Wind aus den Segeln genommen. Damit sie den Anblick nicht ertragen müssen, bietet die Landesregierung an, ihnen die Augen mit Wasserwerfern kaputtzuschießen.
Foto (Petr Novák, Wikipedia): Wird sich gleich wundern: Auge.

Fazit: Wenn Stuttgart 21 nicht durchgesetzt wird, dann wird in Deutschland nie wieder auch nur eine Hundehütte gebaut werden.

Was spricht gegen Stuttgart 21?

Fluch des Manitu: Der geplante Durchgangsbahnhof würde zum Teil auf einem alten Indianerfriedhof stehen. Erhöhte Ektoplasmawerte lassen befürchten, dass etwa im Stundentakt eine Welle Blut durch die Bahnhofshalle schwappen wird.
Foto: Schwappt: Welle Blut.

Zu teuer: Die Kosten explodieren. Seit Beginn des Projekts 1994 sind die Kosten von anfangs 2 Euro 50 auf insgesamt 24 Fantastilliarden Euro und 79 Cent angestiegen - eine Zahl, deren Nullen aneinandergereiht bis zum Mond, einmal außenherum und wieder zurück auf die Erde reichen.
Foto: Viel zu viele dieser Banknoten müssen in das Projekt gesteckt werden - und die kosten bis zu 200 Euro das Stück!

Tierschutz: Der Bau des neuen Bahnhofs gefährdet vom Aussterben bedrohte Tierarten wie den Juchtenkäfer, den Zugvogel, die Kopfbahnhofwollwanderschnecke und den zwei Meter großen scharfzähnigen Mannstöter, der derzeit zwischen Gleis 6 und 7 haust.
Foto: Stirbt, wenn er keine Bahnpassagiere mehr zu fressen bekommt: scharfzähniger Mannstöter.

Fazit: Wenn Stuttgart 21 durchgesetzt wird, dann leben wir künftig in einer Diktatur.

Update, 7.10.2010, 18:04: Vielleicht hat Schlitzohr Heiner Geißler (CDU) mit der Aushandlung eines Baustopps (oder auch nicht) das Unmögliche möglich gemacht. Eine permanente Baustelle könnte der einzige sinnvolle Mittelweg sein.

ssi

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Mappus: Oberst Klein soll Konflikt um Stuttgart 21 lösen

Newsticker (105)

++++ Schlechte Rahmenbedingungen: Louvre muss Gemälde restaurieren ++++
++++ Niederträchtig: Hängebauchschwein geschwängert ++++
++++ Hecktisch: Hinterbänkler verschreibt sich ++++
++++ Nach dem Doppelpunkt: vor dem Doppelpunkt ++++
++++ Übergroße Abteile: Niemand wartete auf ihn im Kloster ++++
ssi, svl (#3)

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Mittwoch, 6. Oktober 2010

PETA prangert Tierversuche in Haute-Couture-Modehäusern an

Paris, Mailand, London (dpo) - Die Tierrechtsorganisation PETA wirft mehreren renommierten Modedesignern, darunter Versace, Jean-Paul Gaultier und Christian Dior, vor, bei der Erstellung ihrer neusten Modelinien auf Tierversuche zurückzugreifen. Vor einer Vernisage in Paris kam es daher heute zu heftigen Protesten.
"Wir haben umfangreiches Fotomaterial, mit dem wir nachweisen können, dass die großen Modehäuser ihre Designs durch die Bank an lebenden Affen, Hunden, Laborratten und anderen Tieren testen, bevor sie von Menschen getragen werden", erklärt PETA-Präsidentin Ingrid Newkirk. "Dabei wird bewusst in Kauf genommen, dass die Tiere völlig unbrauchbare Entwürfe anprobieren müssen und dabei extrem lächerlich wirken können." Jeder, der schon einmal unmodische Kleidung getragen habe, so Newkirk, wisse, welche seelischen Verletzungen man dabei erleiden könne.
Die großen Modehäuser wiesen die Vorwürfe in einer gemeinsamen Stellungnahme von sich und gaben zu bedenken, dass es einfach zu gefährlich sei, ihre Mode direkt an Menschen zu testen. Dafür seien Models einfach zu teuer. Nur durch Tierversuche, so die Designer, sei es ihnen möglich, "im Dienste der gesamten Menschheit die besten Resultate in der Haute Couture zu erzielen und vielleicht irgendwann schlechten Stil weltweit auszurotten."
ssi; Foto rechts oben (Kalumet, cc-3.0): Ein Hund testet das neueste Muscle-Shirt von Dolce & Gabbana; Foto links (David Shankbone, cc-3.0): Kämpft gegen Tierversuche in der Haute Couture: Newkirk; Foto rechts unten: Testet bereits die Sommerkollektion 2011 von Versace: Affe.

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