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Mittwoch, 30. März 2011

Tankstellen müssen Sortenkennzeichnungen abkleben, damit mehr E10 getankt wird

Hinter jedem Zapfhahn eine Überraschung
Berlin (dpo) - Ist das der Durchbruch für den in Verruf geratenen Kraftstoff E10? Laut einer gemeinsamen Anweisung des Verkehrs- und des Umweltministeriums sind alle Tankstellenpächter ab sofort verpflichtet, sämtliche Sortenbeschreibungen an ihren Zapfsäulen abzukleben oder durch eine Einheitsbezeichnung zu ersetzen.
"Auf diese Weise erreichen wir spielerisch die für den Verkauf von E10 angestrebten Mengen", bestätigte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber dem Postillon. "Je nachdem, wieviel E10 ausgegeben werden soll, lässt sich die Anzahl der E10-Zapfpistolen pro Säule, erhöhen oder senken. Aus den übrigen fließen dann begehrtere Sorten wie Super Plus oder Diesel."
Nervenkitzel ist dabei garantiert, denn was der Kunde letztendlich getankt hat, erfährt er erst an der Kasse.
Um dem Risiko vorzubeugen, dass Kraftfahrzeughalter etwa durch Versuch und Irrtum herausfinden, welcher Zapfhahn welchen Kraftstoff ausgibt, werden Tankstellenbesitzer außerdem dazu angehalten, alle paar Tage die Position der Sorten zu tauschen.
ssi