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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Ultraleichtflugzeug mit Regenbogen kollidiert

Magdeburg (dpo) - Sie sind nicht nur schön bunt, sondern auch unberechenbare Todesfallen: Die Rede ist von Regenbögen. Erst gestern kollidierte in der Nähe von Magdeburg ein Ultraleichtflugzeug mit einem solchen atmosphärisch-optischen Phänomen und stürzte daraufhin ab. Glück im Unglück: Der Pilot überlebte, erlitt nur leichte Prellungen.
Lechners Maschine vor dem Regenbogen-Unfall
"Es war schrecklich", schildert der immer noch leicht traumatisierte Hobbyflieger Egon Lechner die Eindrücke von seinen Unfall. "Ich flog gerade eine Runde mit meiner JK-05L Junior, als vor mir ein leichter Regenschauer begann. Gleichzeitig hatte ich die Sonne im Rücken."
Unvermittelt tauchte dann nur wenige Meter vor Lechner ein mächtiger Regenbogen auf. "Ich hatte keine Chance. Hätte ich nach unten gezogen, wäre ich frontal mit dem Regenbogen zusammengestoßen. Hätte ich versucht, höher zu fliegen, wäre ich ungebremst in eine Wolke gekracht, die knapp darüber hing. Zwischen Regenbogen und Wolke war höchstens ein Meter Platz. Den versuchte ich zu nutzen", so Lechner.
Tauchte unvermittelt auf: Regenbogen
Zwecklos: Im nächsten Augenblick streifte die Maschine bereits den äußersten roten Rand des Regenbogens, wodurch die linke Tragfläche abgerissen und Lechner aus dem Cockpit geschleudert wurde.
Der Hobbypilot hätte den Sturz aus rund 1000 Metern nicht überlebt, wenn er nicht knapp über dem Boden entscheidend von einer Nebelbank gebremst worden wäre.
Künftig will Lechner seiner Leidenschaft, dem Fliegen, nur noch in Wüsten nachgehen, wo es mangels Regen auch keine Regenbögen gibt. Vor einer möglichen Kollision mit einer Fata Morgana hat er keine Angst, da diese selten höher als 50 Meter ragen.
ssi; Foto rechts: Konflikty.pl; Foto links: Eric Rolph, CC BY-SA 2.5

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