Newsticker

Montag, 28. Februar 2011

Zwischenzeugnis des kleinen Timmy (9) schon über einen Monat überfällig

Saarbrücken (dpo) - Mysteriös: Zwar wurden im Saarland offiziell bereits am 21. Januar die Zwischenzeugnisse ausgegeben, doch die Eltern des kleinen Timmy (9) haben bisher noch immer nichts über die schulischen Leistungen ihres Sprösslings erfahren.
"Am Zeugnisvergabetag kam Timmy ganz traurig nach Hause", so die Mutter des umtriebigen Drittklässlers. "Erst dachte ich, irgendetwas würde mit seinen Zensuren nicht stimmen, doch dann erklärte Timmy mir, dass die Klassenlehrerin ausgerechnet sein Zeugnis verloren hatte."
Und auch in den darauffolgenden Wochen konnte der kleine Timmy sein Zeugnis aufgrund einer unglücklichen Verkettung von Zufällen nicht nach Hause bringen. Sein Vater zählt auf: "Erst gab der Schuldrucker den Geist auf, dann gab es einen Feueralarm und dann wurde auch noch die Lehrerin krank. Jeden Tag musste uns unser Sohn von neuen Komplikationen berichten."
"Einmal war Timmy sogar schon mit dem Zeugnis auf dem Heimweg, als er von einem Rudel wilder Hunde angefallen wurde", wirft die Mutter des 9-jährigen ein. "Glücklicherweise ist unserem Jungen nichts passiert, aber das Dokument wurde dabei natürlich vollständig zerfetzt und muss jetzt wohl erst wieder neu erstellt werden."
Doch mit den spektakulären Zwischenfällen dürfte es jetzt vorbei sein: Heute wird Timmy trotz heftiger Bauchschmerzen von seinen Eltern in die Schule gebracht, wo sie sich höchstpersönlich beschweren und das Zeugnis ihres Sohnes einfordern wollen. Timmys Vater droht: "Das wird peinlich für diese Schule, da wird sich jemand noch ganz schön umschauen!"
ssi; Foto (left-hand, CC2.0): Ist ganz traurig, weil er immer noch nicht sein Zeugnis bekommen hat: der kleine Timmy (9).

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Sonntag, 27. Februar 2011

Das Wort zum Sonntag (111)

Es kommentiert Muammar al-Gaddafi (Revolutionsführer und Ex-Freund Europas)*:
Muahahahahahaaa! Verzeihung, falls das ein wenig verrückt klang. Ich wollte mich nur vorstellen: Muammar al-Gaddafi ist mein Name und ich möchte Ihnen sagen, dass ich nicht nur von meinem Volk, sondern auch vom Westen maßlos enttäuscht bin.
Ich habe dem Terrorismus abgeschworen, gefoltert und gemordet, Europa Öl ver- und im Gegenzug Waffen gekauft, bulgarische und Schweizer Geiseln genommen und plötzlich werde ich fallen gelassen? Sanktionen gar? Dabei sollten die Ungläubigen mir auch jetzt für mein Durchhaltevermögen dankbar sein. Denn je länger ich meinen sicheren Untergang hinauszögere und mit europäischen Waffen gegen die Aufständischen - übrigens alles islamistische drogensüchtige Ratten - kämpfe, desto mehr Menschen müssen sterben. Und ich sage Ihnen: Tote Libyer fliehen nicht nach Europa. Muammar! Verzeihung, ich meinte Muhahahahahaha!
Doch der Feind rückt näher und ich muss meine verbliebenen Anhänger mit einer feurigen Rede davon überzeugen, für mich zu sterben. Wo ist mein goldener Hut mit den roten Federn? Habe ich die Kontaktlinsen mit dem irren Blick drin? Wo ist mein grünes Buch? Und vor allem: Wo ist mein Regenschirm?
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: meikel neid

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Samstag, 26. Februar 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (70)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Mit Bild.de geht's wohl langsam zu Ende: Heidi Opossum, schielen Oscar
2. Wer schon immer mal in einem Goblin-Kriegsfahrzeug auf Menschen ballern wollte, ist mit dem einfach zu bedienenden und ausgeklügelten Flashgame Goblin War Machine bestens bedient.
3. YouTube-Nutzer sejfuddin hat freundlicherweise die jüngste Videobotschaft von Muammar al-Gaddafi veröffentlicht. Nach der Regenschirmnummer wirkt sie erstaunlich vernünftig:

4. Wie lösen alte Franzosen ihre Dispute? Natürlich mit einem knackigen Lichtschwertduell:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 25. Februar 2011

Plagiat: "Bild"-Titelseite größtenteils aus den Achtzigern kopiert

"Bild Ost" am 3.6.1986 (kurz vor den Volkskammerwahlen):"Bild" am 24.2.2011:
msc (Gastbeitrag); Foto oben: Gleichgeschaltet: Anstatt Kritik zu üben, bejubelten die Ostmedien die herrschende Klasse; Foto unten: Stört sich nicht daran, wenn große Teile der eigenen Arbeit geklaut sind: Anstatt Kritik zu üben, bejubelt diese Zeitung die herrschende Klasse.

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Donnerstag, 24. Februar 2011

Griechenland besänftigt europäische Gläubiger mit riesigem Holzpferd

Athen, Frankfurt (dpo) - Der stark verschuldete EU-Mitgliedsstaat Griechenland hat seine europäischen Gläubiger mit der Schenkung eines riesigen Holzpferdes vorübergehend besänftigt. Das mehrere Tonnen schwere Präsent wurde in einer Nacht- und Nebelaktion vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt abgestellt.

Newsticker (145)

++++ Ganz großes Kino: Neuer Multiplex-Filmpalast eröffnet ++++
++++ Urinstinkt: Mann putzt WC freiwillig ++++
++++ Ein Fühler weniger: Fliege hat einen an der Klatsche ++++
++++ Bock geschossen: Jäger zielte eigentlich auf Ziege ++++
ssi, tbe (#2)

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Mittwoch, 23. Februar 2011

Zweistündiger Lokführerstreik bei Minusgraden blieb unbemerkt

Berlin (dpo) - Wie erst jetzt bekannt wurde, haben die Lokführer am Dienstagmorgen von sechs bis acht Uhr für höhere Löhne und gleiche Bezahlung gestreikt. Die Arbeitsniederlegung wurde von einem Großteil der Pendler jedoch nicht bemerkt, weil viele die Verzögerungen von bis zu drei Stunden für die üblichen Verspätungen der Deutschen Bahn hielten.
"Es war ein kalter Wintermorgen", sagt etwa Ulrich K., der täglich zwischen Bielefeld und Steinhagen pendelt. "Alles andere als zwei Stunden Verspätung wegen vereister Züge hätte mich da mehr als verwundert." An einen möglichen Arbeitskampf habe er daher keinen Gedanken verschwendet.
Auch die S-Bahnen in Berlin wurden weitgehend unbemerkt bestreikt. "Ich kenne niemanden, der sich überhaupt noch an die Gleise stellt und auf eine S-Bahn wartet", so ein Kioskbesitzer am S-Bahnhof Potsdamer Platz. "Die meisten Berliner S-Bahn-Lokführer dürften noch nicht einmal etwas von dem Streik mitbekommen haben."
Die Lokführergewerkschaft GDL hat inzwischen aus der mangelnden öffentlichen Wahrnehmung Lehren gezogen und angekündigt, die nächsten Streiks im engen Zeitfenster zwischen Anfang April und Ende Mai durchzuführen, wenn es weder aufgrund großer Kälte noch wegen einer Hitzewelle zu Ausfällen kommt – vorraussichtlich.
ssi; Foto rechts (Sebastian Terfloth, CC-SA-2.5): Nichts besonderes: Zwei Stunden Verspätung wie an jedem kalten Wintertag, Foto links (Jcornelius; CC3.0): Bis auf einige rollende Büsche (Tumbleweed) ohnehin leer: Berliner S-Bahn-Station.

Die Deutsche Bahn im Postillon-Archiv:
Bahn kompensiert winterbedingte Zugausfälle mit Leihdraisinen
ICE ins Schleudern geraten
Deutsche Bahn baut ab sofort Tomaten in überhitzten ICE-Abteilen an

Dienstag, 22. Februar 2011

Guttenbergs Adelstitel ebenfalls nicht durch Eigenleistung erworben

Berlin, Guttenberg (Oberfranken) (dpo) - Neue Verdächtigungen gegen Karl-Theodor zu Guttenberg machen die Runde. Angeblich hat der Verteidigungsminister auch seinen Adelstitel nicht aus eigener Kraft erworben, sondern einfach von seinem Vater übernommen.
Karl-Theodor zu Guttenberg bezeichnete die Vorwürfe in einer ersten Stellungnahme als "abstrus" und erklärte, er habe seinen Titel in mühevollster Kleinarbeit über Jahre hinweg ohne fremde Hilfe erworben.
Der Historiker Gunnar Borchert widerspricht: "Alles weist darauf hin, dass der junge Karl-Theodor bereits bei seiner Geburt den Titel "Freiherr von und zu Guttenberg" einfach von seinem Vater übernommen hat, ohne irgendetwas dafür zu tun. Doch auch Guttenbergs Vater hat sich den Titel nicht selbst erarbeitet, sondern wiederum dreist von seinem Vater kopiert." Laut Borchert kann diese Masche bis ins tiefste Mittelalter zurückverfolgt werden. "Hier wurde systematisch gesellschaftliches Ansehen ohne eigene Leistung erschlichen."
Andere deutsche Adelige wie Ernst August Prinz von Hannover und Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis äußerten sich empört über Karl-Theodor zu Guttenberg. Er werfe ein schlechtes Licht auf alle, die sich ihren Adel hart erarbeitet haben.
ssi; Foto (Dirk Vorderstraße, CC3.0): Nach dem Verlust seines Doktortitels bleiben ihm nur noch sein gutes Aussehen, seine scharfe Frau, sein Amt als Minister, sein geerbtes Vermögen und seine grundlose Beliebtheit: Karl-Theodor (Freiherr von und zu) Guttenberg.

Mehr zu Guttenberg:
Auf Kanonenkugel zurück nach Deutschland geritten: Baron zu Guttenberg streitet Vorwürfe weiter ab
Neue Plagiatsvorwürfe: Guttenberg hat aus "Axolotl Roadkill" abgeschrieben
Auch das noch: zu Guttenbergs Haargel alle
Umfrage: Zu Guttenberg so beliebt wegen seiner hervorragenden Beliebtheitswerte
Verteidigungsminister zu Guttenberg erschießt Taliban, um Moral der Truppe zu erhöhen

Newsticker (144)

++++ Puffreis: Asiatische Freudenhäuser bieten vermehrt auch Snacks an ++++
++++ Oder umgekehrt: Mann hat dicken Hals, weil ihm der Kragen geplatzt ist ++++
++++ Mundraub: Opfer muss mit Magensonde ernährt werden ++++
++++ Schier unerschöpflich: Achselhöhlenforscher auf Schweißvorkommen gestoßen ++++
ssi, ult (#1)

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Montag, 21. Februar 2011

Drittlängste Amtszeit als Regierungschef: Josef Ackermann überholt Helmut Schmidt

Frankfurt, Berlin (dpo) - Beinahe unbemerkt hat es um den Jahreswechsel eine Veränderung im Ranking der längsten Amtszeiten als Regierungschef Deutschlands gegeben: Josef Ackermann, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, hat mit einer Amtszeit von acht Jahren und neun Monaten (Mai '02 bis heute) den bisherigen Drittplatzierten, Altbundeskanzler Helmut Schmidt, abgelöst, der lediglich acht Jahre und fünf Monate (Mai '74 - Oktober '82) lang regierte.

"Kaum einer hätte sich träumen lassen, dass einmal ein Schweizer so lange die Geschicke Deutschlands lenken könnte", sagte die Historikerin Prof. Annegret Bernhard gegenüber dem Postillon. "Nur Konrad Adenauer (14 Jahre) und Helmut Kohl (16 Jahre) haben die Bundesrepublik länger regiert als Josef Ackermann, der noch weiter aufschließen dürfte, da sein Vertrag noch mindestens bis 2013 läuft."
Auch Angela Merkel reihte sich inzwischen in die Schar der Gratulanten ein. "Es ist mir eine große Ehre und Inspiration, seit 2005 unter Herrn Ackermann arbeiten zu dürfen", sagte die Bundeskanzlerin. "Wie er dafür gesorgt hat, dass die Banken gut durch die Wirtschaftskrise kommen, indem der Steuerzahler die Zeche zahlt, war sehr beeindruckend." Dennoch hofft Merkel, dass eines Tages auch eine Frau Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank und damit Regierungschefin wird.
Ackermann selbst gab sich bei einer Ansprache in seinem Regierungssitz in der Bankenhauptstadt Frankfurt bescheiden. Er sagte: "Ich handle nur im Auftrag meiner Wähler, der Aktionäre."
ssi; Foto rechts oben: Regiert Deutschland seit acht Jahren und neun Monaten: Josef "Joe" Ackermann; Foto links (Bundesarchiv, B 145 Bild-F078072-0004 / CC-BY-SA): Stammen aus einer Zeit, zu der Bundeskanzler noch mächtiger waren als die Akteure der Hochfinanz: Konrad Adenauer und Helmut Kohl 1967; Foto rechts unten (א (Aleph), CC2.5): Würde auch gerne einmal ein Land regieren: Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Sonntag, 20. Februar 2011

Das Wort zum Sonntag (110)

Es kommentiert Dr.1 Dr.2 Gotthilf von Düchting (CDU-Innenminister a.D.)3:
Diese Internetz-Bewohner sollten sich schämen und wieder in ihre Computer zurückkriechen, aus denen sie gekommen sind! Sie haben nicht das Recht, uns vor Augen zu führen, dass unser bester und ehrlichster Minister in Wirklichkeit ein inkompetenter Betrüger ist.
Überhaupt ist das, was Guttenberg vorgeworfen wird, eine Frage der Definition. Statt umgangssprachlich gleich Plagiat zu schreien, sollte man Guttenbergs Handeln lieber als Doktorarbeitsstabilisierungseinsatz akzeptieren oder maximal von plagiatsähnlichen Zuständen sprechen.
In Zukunft sollte sich zu Guttenberg einfach nur an das halten, was ein berühmter Mann4 einmal gesagt hat: "Politik muss so gestaltet werden, dass sie nicht Eitelkeiten bedient, nicht auf Wirkung in der Öffentlichkeit bedacht ist, sondern dass sie Ergebnisse erzielt."
Dann muss er sich bald auch nicht mehr mit dem wissenschaftlichen Versagen seines Ghost-Writers5 herumschlagen, sondern kann sich wieder ganz konkret auf Gorch Fock, Feldpostverluste und Friendly Fire, also auf sein eigenes Versagen als Verteidigungsminister, konzentrieren.6
-------------
1
Promotionsthema "Dampfplaudern als Stilmittel im journalistischen Kommentar", 1946.
2 Promotion Gangsta-Rapologie bei Prof. Dr. Dre, 2009.
3 An dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
4 Karl Theodor zu Guttenberg, Rede beim Eiswett-Festmahl in Bremen am 16. Januar 2010, Weserkurier.
5
vgl. Dieter Bohlen, "Nichts als die Wahrheit", 2002.
6
Karl Theodor zu Guttenberg, "Überhastete Amtsenthebungen als Mittel, um schlechte Informationspolitik zu verschleiern", 2010/11.

ssi; Cartoon: Claude Müller Salafia

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Samstag, 19. Februar 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (69)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. "Er liegt am Boden. Auf ihn mit Gebrüll!" oder Best of Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Guttenberg: Auf ebay wird eine Tastatur mit ergonomischem "Guttenberg Tastaturlayout" versteigert, Titanic lässt Guttenbergs Jugendliebe zu Wort kommen, im GuttenPlag Wiki gibt es über 100 Photoshoparbeiten, die NZZ, von der Guttenberg abgeschrieben hat, schaltete eine neue Anzeige und der Oeffinger Freidenker hat eine kleine Sammlung von Guttenberg-Witzen zusammengestellt.
2. Sie wollten schon immer mal, einem ans Kreuz genagelten Jesus verrückte Klamotten anziehen? Dann ist The Original Jesus Dressup! mit "drag-and-drop"-Funktion genau das richtige für Sie, Sie Freak. Man beachte auch die verschiedenen Sets von Star Wars bis Halloween auf der linken Seite. Mit Dank an Annika S.
3. Orte wie Ludolfshausen und Atzenhausen haben ein Problem: Schilderklau in Ludolfshausen: TV-Fans unter Verdacht Mit Dank an Johannes H.
4. Endlich jemand, der den Sinn von Esoterik prägnant und kompetent auf den Punkt bringt:

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ssi

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Freitag, 18. Februar 2011

Auf Kanonenkugel zurück nach Deutschland geritten: Baron zu Guttenberg streitet Vorwürfe weiter ab

Foto: Baron zu Guttenberg auf dem Rückflug aus Afghanistan.
Berlin (dpo) - Der wegen Plagiatsvorwürfen (wir berichteten) stark in Bedrängnis geratene Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg ist am Donnerstagabend nach einem sechsstündigen Ritt auf einer im Feldlager Kundus abgeschossenen Kanonenkugel wieder in Deutschland gelandet.
Mit Spannung wurde die erste Äußerung des Verteidigungsministers erwartet, seit er vor wenigen Tagen behauptete, die Anfertigung seiner Dissertation sei seine eigene Leistung gewesen, und er habe einmal sein Pferd bei hohem Schnee versehentlich an eine Kirchturmspitze gebunden.
Zu Guttenberg wies heute mittag die Plagiatsvorwürfe in einer Stellungnahme vor ausgewählten Medienvertretern im Verteidigungsministerium erneut scharf zurück, erklärte jedoch trotzdem, er werde auf seinen Doktortitel vorrübergehend verzichten. Anschließend unterhielt er die anwesenden Journalisten mit der Geschichte, wie er ein andermal seine silberne Axt so hoch geworfen habe, dass sie auf dem Mond landete. Mittels einer Bohnenranke sei er dann hinaufgestiegen, um sie sich wieder zu holen.
Immerhin kann sich zu Guttenberg auf seine Parteikollegen verlassen. "Jeder macht einmal Fehler", weiß etwa Wolfgang Schäuble aus eigener Erfahrung. "Ich bin mir sicher, dass zu Guttenberg die Sache ehrlich aufklären wird – so wie damals, als er diesen ausdauernden Hasen gejagt hat und sich am Ende herausstellte, dass das Tier auf dem Rücken noch einmal vier Beine hatte."
Dennoch: Experten bezweifeln, dass zu Guttenberg sich auch diesmal samt Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen kann.
ssi; Foto rechts: Genau der richtige, um Baron zu Guttenberg zu verteidigen: Geldkofferempfänger Wolfgang Schäuble.

Mehr zu zu Guttenberg:
Neue Plagiatsvorwürfe: Guttenberg hat aus "Axolotl Roadkill" abgeschrieben
Auch das noch: zu Guttenbergs Haargel alle
Umfrage: Zu Guttenberg so beliebt wegen seiner hervorragenden Beliebtheitswerte
Verteidigungsminister zu Guttenberg erschießt Taliban, um Moral der Truppe zu erhöhen

Donnerstag, 17. Februar 2011

Newsticker (143)

++++ Entlassen: Schmiedelehrling kaute bei der Arbeit an den Nägeln ++++
++++ Faden verloren: Puppenspieler unkonzentriert ++++
++++ Blind: Hufschmied beschlägt Brille ++++
++++ Unhöflich: Verdächtiger hat bei Verhör gestanden ++++
++++ Sport mit Dieter: Bowlen ++++
++++ Im Arsch: Endoskop ging kaputt ++++
ano, lot, svl, tbe (#4,5), ucn

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Neue Plagiatsvorwürfe: Guttenberg hat aus "Axolotl Roadkill" abgeschrieben

ssi; Foto (Zur Vergrößerung Bild anklicken): Auch aus Axolotl Roadkill hat sich Karl Theodor zu Guttenberg in seiner Dissertation mehrfach dreist bedient – und das obwohl das Buch von Helene Hegemann erst vier Jahre später erschien.

++++ Nachrichten-Update, 11:34 Uhr: Berlin (bor) - Auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz hat zu Guttenberg mittlerweile bekannt gegeben, dass er die Plagiatsvorwürfe geprüft hat und ihnen uneingeschränkt zustimmt.
Der Verteidigungsminister hat inzwischen Konsequenzen gezogen und den Verfasser der Doktorarbeit fristlos entlassen. Sobald er einen neuen, geeigneteren Ghostwriter gefunden hat, wird dieser eine wissenschaftlich korrekte Doktorarbeit nachreichen.

Interessenten schicken bitte ein 3-seitiges Essay zum Thema "Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU" an:
(Dr.) Karl Theodor zu Guttenberg
Bundesministerium der Verteidigung
Staufenbergstr. 18
10785 Berlin

Mehr über Karl-Theodor zu Guttenberg im Postillon-Archiv:
Umfrage: Zu Guttenberg so beliebt wegen seiner hervorragenden Beliebtheitswerte
Verteidigungsminister zu Guttenberg erschießt Taliban, um Moral der Truppe zu erhöhen

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Mittwoch, 16. Februar 2011

Lust auf korruptes Regime lässt Tunesiens Masochisten nach Italien fliehen

Tunis, Rom (dpo) - Der Sturz des tunesischen Diktators Zine el-Abidine Ben Ali hat zu einem wahren Exodus tunesischer Masochisten geführt. Allein in der vergangenen Woche waren über 5000 Tunesier, die auf Erniedrigung, Machtlosigkeit und Unterdrückung stehen, auf die italienische Insel Lampedusa geflüchtet.
"Nicht allen Menschen in Tunesien gefällt es, dass Ben Ali gestürzt ist und die Repressionen gegen das Volk aufgehoben wurden", erklärt Sexualwissenschaftler Prof. Bertram Knust dem Postillon. "Einer Minderheit von Masochisten bereitete es Lust, von einem durch und durch korrupten Gewaltherrscher beherrscht zu werden, der sie unterdrückt, das Rechtssystem beugt und die Medien kontrolliert." Das von Silvio Berlusconi regierte Italien bietet ihnen genau das, wonach sie sich sehnen.
"Berlusconi sieht immerhin ein wenig so aus wie unser guter alter Ben Ali und ist sogar noch 26 Tage jünger", schwärmt Lazhar Karoui, einer der tunesischen Flüchtlinge in Lampedusa. Er erzählt außerdem von den völlig überfüllten Auffanglagern und davon, dass die italienischen Beamten ihn und seinesgleichen wie Abschaum behandeln: "Auch das gefällt mir."
Lazhar und seine masochistischen Freunde begrüßen den EU-Plan, die europäische Grenzschutzagentur Frontex zu entsenden, um weitere Flüchtlingswellen zu verhindern: "Dann müssen sich unsere Leidensgenossen künftig nicht einmal mehr bis nach Lampedusa durchschlagen, sondern können schon vor der Küste Tunesiens in den Genuss sinnloser staatlicher Gewalt kommen."
ssi; Foto rechts (Noborder Network, CC2.0): Wollen mit Freiheit und Demokratie nichts zu tun haben: Tunesiens Masochisten auf einem bewusst viel zu eng gewählten Schiff; Foto links (Ben Ali: Presidencia de la Nación Argentina, CC2.0): Brüder im Geiste: die Milliardäre Ben Ali und Berlusconi.

Italien im Postillon-Archiv:
Silvio Berlusconi endlich kastriert
Schwere Vorwürfe gegen Berlusconi
Italien ist weg
Schon wieder - ehemaliger Kronzeuge umgezogen

Dienstag, 15. Februar 2011

Teenager will mit dem Rauchen aufhören, sobald er merkt, dass er süchtig ist

Passau (dpo) - Tom Burmeister, ein 15-jähriger Realschüler aus Passau, hat vielleicht endlich ein probates Mittel gegen die Gefahren des Rauchens entwickelt. Der Teenager, der zur Zeit eigenen Angaben zufolge "hin und wieder, höchstens eine halbe Schachtel am Tag" raucht, hat angekündigt, er wolle sofort aufhören, sobald er das Gefühl bekommt, er werde langsam süchtig.

Newsticker (142)

++++ Zeigt Kunden, was eine Harke ist: Baumarkt eröffnet Rechenzentrum ++++
++++ Erfolg für Netzaktivisten: Tennisturnier für mehrere Stunden unterbrochen ++++
++++ Selbstüberschätzung: Prostituierte nahm den Mund zu voll ++++
++++ Schuh verloren: Fußballspieler muss passen ++++
ssi, tbe (#1), bor (#2)

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Montag, 14. Februar 2011

Regeländerung: Boxer dürfen bis zu drei Mal pro Kampf ausgewechselt werden

Foto: Stehen künftig am Ring bereit: Auswechselboxer (max. drei Nicht-EU-Boxer).
Düsseldorf (dpo) - Nach dem Blitzsieg von Arthur Abraham über Stjepan Bozic, der nach nur 4:01 Minuten wegen eines Handbruchs aufgab, haben sich die großen Boxverbände auf eine Regeländerung geeinigt. In Anlehnung an den Fussball soll während eines Boxkampfes künftig bis zu dreimal gewechselt werden dürfen.
Somit könne verhindert werden, dass Zuschauer, die mehrere hundert Euro für einen Boxkampf bezahlt haben, schon nach wenigen Minuten durch ein vorzeitiges Kampfende enttäuscht werden. Auch drückten die beteiligten Funktionäre ihre Freude darüber aus, künftig auf das stinklangweilige Rahmenprogramm verzichten zu können.
Im Detail sieht die Regeländerung vor, dass jedem Boxer bis zu sieben Auswechselboxer zur Seite stehen. Bei jeder Boxunterbrechung (K.O., Klammern oder Rundenende) kann bis zu drei Mal gegen den aktiven Boxer eingewechselt werden. "Je nach Kampfsituation kann der Trainer dann jemanden bringen, der gut einstecken kann oder der auf den K.O. dringt", so IBF-Sprecher Mike Mullen-Kline. "Ein durchschnittlicher Fight sollte dann über 30 bis 40 Runden gehen."
Der fliegende Wechsel und Überzahlsituationen (Power Play) nach Schlägen unter die Gürtellinie, wie man sie etwa vom Ice-Hockey kennt, stehen zwar derzeit nicht zur Debatte, werden jedoch zur weiteren Attraktivitätssteigerung in der Hinterhand gehalten.
jsi (Gastbeitrag)

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Trainerentlassung soll 1. FDP vor dem Abstieg retten
Leichtathletik-EM: 100-Meter-Läufer von bewaffnetem Terroristen attackiert
Tour de France: Dopingvorwürfe gegen Andy Schleck und Alberto Contador
Kleiner Timmy (9) schuld an Halbfinalniederlage gegen Spanien
Humbuger SV schlägt Sarkasmussia
Usain Bolt gewinnt ohne Schlittschuhe olympisches Gold im Eisschnelllauf

Sonntag, 13. Februar 2011

Das Wort zum Sonntag (109)

Es kommentiert Peter Hohne (ZDF-Moderator und Christ)*:
Was fällt diesen Tunesiern und Ägyptern eigentlich ein? Jeder weiß, dass Demokratie, Freiheit und Menschenrechte nicht einfach vom Volk errungen, sondern von den Amerikanern und ihren Freunden gebracht werden, wenn die Zeit reif ist.
Der psychologische Effekt auf die Moral der deutschen Truppe in Afghanistan dürfte deshalb verheerend sein. Über acht Jahre lang erschießen sie Terroristen, Zivilisten und im Spaß auch mal eigene Kameraden, um den Afghanen die Demokratie schmackhaft zu machen und dann erkämpfen sich Tunesier und Ägypter genau das innerhalb weniger Wochen mit vergleichbar geringen Verlusten.
Überhaupt wird der Krieg gegen den Terror durch diese Volksrevolutionen schwer gefährdet: Wenn keine verhassten westlichen Truppen den Aufbau der Demokratie in Tunis und Kairo begleiten, erhalten gewaltbereite Islamisten nicht den Zulauf, den sie brauchen, damit es sich lohnt, sie zu bekämpfen.
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 12. Februar 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (68)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Im Glasauge, dem Satireteil von Welt Online gibt es eine exzellente Antwort auf Beschwerden der Seniorenunion über Spielplätze und Kitas in Wohngebieten: Leichen-Union fühlt sich von Kindergräbern gestört (peinlich: die Kommentare)
2. Der Spiegelfechter schreibt über Ex-Diktatoren, Ex-Diktatoren-Gattinnen und die Standortvorteile verschiedener Exil-Regionen: Seid umschlungen, Diktatoren!
3. Bei Grillratte ist ein für allemal zusammengefasst, was es über Guido Westerwelle zu sagen gibt: Guido
4. Die deutsche Sprache und das Türkische haben mehr gemeinsam, als man denkt. Nach "Pride Shall Fall" in Links234 (50) Misheard Lyrics, die zweite (via):

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 11. Februar 2011

Anpassung an Ladenpreise: EZB wertet Euro-Münzen und -Scheine um einen Cent ab

Frankfurt (dpo) - Schluss mit lästigem Wechselgeld bei jedem Einkauf! Die europäische Zentralbank hat angekündigt, sich in Zukunft mehr an den Lebensrealitäten der Europäer zu orientieren. Deshalb sollen ab nächstem Monat alle Euro-Münzen und -Scheine um genau einen Cent abgewertet werden.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Beteiligte wissen nicht mehr, worum es im Kachelmann-Prozess eigentlich geht

Ahnungslos von links nach rechts: Schwenn, Seidling, Kachelmann, Schwarzer.

Mannheim (dpo) - Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die Beteiligten des sogenannten "Kachelmann-Prozesses" heute eingeräumt, dass aufgrund zahlreicher Ablenkungsmanöver, Überraschungszeugen, Gutachten und Anwaltswechsel keiner von ihnen mehr weiß, worum es bei dem Gerichtsverfahren eigentlich ursprünglich ging.
Richter Michael Seidling, der das Verfahren leitet, gab zu: "Der Prozess läuft schon so lange, da kann man schon mal vergessen, was der eigentliche Verhandlungsgegenstand war." Seidling ist sich jedoch sicher, dass es um ein größeres Verbrechen ging, etwa Mord oder bewaffneter Raubüberfall: "Sonst würden wir uns sicherlich nicht so lange damit aufhalten."
Auch der Anwalt von Jörg Kachelmann, Johann Schwenn, weiß schon lange nicht mehr, was er eigentlich tut. "Das einzige, worin ich mir ganz sicher bin, ist, dass ich der Anwalt von Jörg Kachelmann bin und dass sich alles um ihn dreht. Das sagt ja schon der Name 'Kachelmann-Prozess'", erklärte der Star-Anwalt. "Ich weiß allerdings nicht, ob ich Kachelmann verteidige oder jemanden in seinem Namen verklage." Schwenn gab überdies zu, dass er, um seine Unwissenheit zu überdecken, schon seit Monaten die unglaublichsten Zeugen aufruft.
Zeugen wie die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer: Die Gründerin und Herausgeberin der Zeitschrift Emma hatte die Aussage allein aus dem Grund verweigert, weil sie nicht wusste, zu welchem Thema sie überhaupt aussagen sollte. "Dass ich keine Ahnung habe, kann man regelmäßig in meiner Prozessberichterstattung in der Bild lesen. Ich weiß nur noch, dass ich den Kachelmann nicht ausstehen kann. Vermutlich hat er mir irgendetwas Furchtbares angetan", so Schwarzer. "Ich bin hier das Opfer! Glaube ich zumindest..."
Kachelmann selbst blieb angesichts der unübersichtlichen Lage entspannt: "Ich bin mir sicher, wir können alles, was bislang geschehen ist, in den Boulevardmedien nachlesen, die von Anfang an jeden einzelnen Prozesstag verfolgt haben. Die haben bestimmt sachlich darüber berichtet. Vielleicht kann ich dabei auch herausfinden, wer diese Frau ist, die mich immer so wütend ansieht." Kachelmann selbst ist, auch wenn er nicht weiß warum, nur eines wichtig: Er möchte auf keinen Fall nach Schweden ausgeliefert werden.
ssi; Foto rechts oben: Einer der vielen Überraschungszeugen neben dem Geist der vergangenen Weihnacht und dem Papst: O.J. Simpson; Foto links: Bei diesem Hammer könnte es sich um die Mordwaffe handeln, falls es um einen Mord geht; Foto rechts unten: Netzaktivisten glauben, dass es im Kachelmann-Prozess nur darum geht, der Enthüllungsplattform WikiLeaks zu schaden.

Weitere Prominews im Postillon-Archiv:
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Newsticker (141)

++++ Heiliger Strohsack: Heidnische Bauern verehren Transportbehälter ++++
++++ Ausgezeichnet: Karikaturist bricht sich die Hand ++++
++++ Fassung verloren: Juwelier rastet aus. ++++
++++ juckt den gefängnisdirektor nicht mehr: der gefangene floh ++++
ssi, bor (#4)

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Mittwoch, 9. Februar 2011

Verlassene Wikingersiedlung auf Rückseite des Mondes entdeckt

Houston (dpo) - Die Geschichte der Raumfahrt muss wohl umgeschrieben werden. Auf der erdabgewandten Seite des Mondes haben Wissenschaftler der NASA eine verlassene Wikingersiedlung aus dem 10. Jahrhundert entdeckt, die belegt, dass Nordmänner lange vor den USA als erste Menschen den Erdtrabanten betraten. In der Blütezeit der Siedlung lebten dort schätzungsweise 200 Wikinger mit ihrem Vieh.

Dienstag, 8. Februar 2011

Uralte ägyptische Mumie soll in Deutschland restauriert und ausgestellt werden

Kairo, Bühl (dpo) - Gute Nachrichten für Freunde ägyptischer Altertümer! Immer mehr deutsche Politiker sprechen sich dafür aus, dass in naher Zukunft die über 82 Jahre alte Mumie von Pharao Mubarak I. aus Ägypten nach Deutschland überführt wird.
"Wir haben hierzulande viel bessere Möglichkeiten, eine so empfindliche Mumie zu restaurieren und ihr wieder zu altem Glanz zu verhelfen", erklärt Dr. Mark Wenzel von der Max-Grundig-Klinik im Schwarzwald. "Anschließend könnte der frühere Pharao ausgestellt werden und so allen Interessierten einen Eindruck eines Ägyptens aus längst vergangener Zeit vermitteln."
Ein weiterer Grund für die geplante Überführung der Mumie ist die Tatsache, dass nationale Denkmäler wie Mubarak I. in ihrem Heimatland längst nicht so geschätzt werden wie in Deutschland. "Der Westen scheint sich viel besser mit der ägyptischen Kultur der Folter und Unterdrückung arrangiert zu haben", vermutet Wenzel, der keine Angst vor dem Fluch des Mubarak zu haben scheint. "Wir hoffen nur, dass es sich die Ägypter - ähnlich wie bei der Büste der Nofretete - nicht noch anders überlegen und die Mumie eines Tages wieder zurückfordern."
ssi; Foto rechts (Presidenza della Repubblica): Ihr Gehirn wurde bereits vor langer Zeit durch die Nasenlöcher entfernt: Uralte ägyptische Mumie; Foto links: Deutsche Wissenschaftler blicken auf langjährige Erfahrung mit ägyptischen Mumien zurück.

Ägypten im Postillon-Archiv:
Deutschland will mit Rücktrittsforderungen gegen Mubarak warten, bis Mubarak zurückgetreten ist
Touristen protestieren gegen schlechten Service wegen ägyptischen Aufstands
Streit um Nofretete beendet: Büste in der Mitte durchgesägt

Newsticker (140)

++++ Schlachtenbummler: Fleischerlehrling trödelt beim Töten von Tieren ++++
++++ Nach Mundspülung: Bakterien gehen auf dem Zahnfleisch ++++
++++ Boxenstopp: Gong ++++
++++ Bitte zurückbleiben: Bahnkunden zu intelligent ++++
ssi, bla (#3), ttb (#4)

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Montag, 7. Februar 2011

"Todesfallen": Gesundheitsminister lässt Krankenhäuser und Altenheime schließen

Berlin (dpo) - Das wurde aber auch Zeit: Gesundheitsminister Daniel Bahr* (FDP) hat heute angekündigt, dass zum nächstmöglichen Termin alle Krankenhäuser und Altenheime in Deutschland geschlossen werden müssen. Der Entscheidung gingen umfangreiche Studien voraus, was den mangelnden Nutzen solcher Einrichtungen angeht.
Stirbt eher im Krankenhaus als draußen: Mann
"Wir haben festgestellt, dass mehr als die Hälfte aller Menschen, die in Deutschland sterben, in Krankenhäusern und Altenheimen umkommen", erklärte Bahr den drastischen Schritt heute vor dem Bundestag und gab sich verwundert darüber, dass dies noch keinem seiner Vorgänger aufgefallen war. "Diese Todesfallen müssen schnellstmöglich geschlossen werden, bevor ihnen noch mehr Patienten und alte Menschen zum Opfer fallen."
Bis spätestens Ende des Monats sollen alle Kliniken und Seniorenstifte evakuiert, alle Ärzte und Pfleger entlassen sein. Dies hat einen weiteren positiven Effekt: Die Investitionen für das Gesundheitssystem sinken auf ein Minimum.
Müssen im Altersheim sterben, wenn ihre
Verwandten sie nicht rausholen: Alte
Bis die Maßnahmen greifen, empfiehlt Bahr gerade Schwerverletzten, sich auf keinen Fall in eine Klinik einliefern zu lassen. "Es ist gut möglich, dass Sie sie nicht mehr lebend verlassen", warnt er. "Verstecken Sie sich vor heraneilenden Krankenwagen. Denn: Es ist besser, mit einem acht Zentimeter tief im Auge steckenden Nagel zu leben als im Krankenhaus zu sterben."
Auch ältere Menschen, die derzeit in Altenheimen oder Seniorenstiften leben, sollten zur Sicherheit schnellstmöglich von ihren Angehörigen abgeholt werden – es sei denn, diese würden ohnehin schon seit Jahren auf den Tod des "alten Sacks" oder der "alten Schreckschraube" spekulieren.
Sobald alle Krankenhäuser und Altenheime geschlossen sind, will das Gesundheitsministerium überprüfen, inwieweit der Abriss sämtlicher Wohnhäuser die Gefahr von lebensgefährlichen Haushaltsunfällen minimieren kann.
ssi; Foto rechts: Frank C. Müller, CC BY-SA 2.5

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*Dieser Artikel wurde behutsam an den aktuellen Gesundheitsminister angepasst

Sonntag, 6. Februar 2011

Das Wort zum Sonntag (108)

Es kommentiert Regis Mbongo (Spiritueller Anführer der deutschen Voodoo-Houngan (Priester))*:
Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist ein dreister Lügner! Am Dienstag hat er angekündigt, "die öffentlich wahrnehmbare polizeiliche Präsenz zurückzufahren" und behauptet: "Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob unsere Maßnahmen einen Anschlag verhindert haben. Eine gute Wirkung hatten sie allemal."
Hätte, könnte, wäre – meine Knochen sagen da etwas ganz anderes: Wenn de Maizières Logik stimmt und die Polizeipräsenz wirklich einen Anschlag verhindert hat, dann müssten die Terroristen ja gerade jetzt zuschlagen, wo sie wieder abgebaut wird. Schlagen sie auch jetzt nicht zu, dann hat es sie nie gegeben.
In Wirklichkeit hat Deutschland seine Sicherheit jedoch ganz allein mir zu verdanken. Schon im November habe ich 17 Hühner geschlachtet und in einem aufwendigen Ritual zu Ehren der Loa (Geister) einen mächtigen Zauberstein erschaffen. Dank seiner von Ghede (Totengott) verliehenen Kräfte wurde auf Deutschland seitdem kein einziger Terroranschlag verübt! Sie sehen, man muss nur dran glauben.
Sie müssen mich jetzt leider entschuldigen: Ich habe da so eine kleine Miniaturpuppe, die unserem Innenminister verblüffend ähnlich sieht, und um die muss ich mich jetzt ein wenig kümmern.
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi, jsi; Mehr Cartoons von H. Mercker: www.hannes-mercker.de (Copyright liegt beim Zeichner)

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Samstag, 5. Februar 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (67)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Was wäre, wenn man ein Date mit sich selbst haben könnte? Photoshop macht's möglich. Wer damals schon ManBabies (Links234 (24)) mochte, der wird I'm Dating Myself lieben.
2. Egal, was die anderen sagen: Das beste Material zum Autotuning gibt's im "Etel-Tuning Shop". Beispiele: Scheinwerfer, Tachogewichte, Scheibenvereisungsspray, Zündfunkensammelbehälter, Tankinnenbeleuchtung, Mopederweiterung, von Außen einstellbarer Innenspiegel, Blinkerwasser, Gläserner Holzhammer und Rundbogenwasserwaage.
3. Feine Vergleichsliste darüber, was an der Zukunft (also an heute) alles stinkt: Fuck the Future (englisch)
4. Bereit für die extremsten 9 Minuten Bollywood-Action seit Chiranjeevi (Links234 (21))? Watch this (via afromme via gizmodo):

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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Freitag, 4. Februar 2011

Umfrage: Manager können sich Frauenquote für unterwürfige Dummchen im Minirock vorstellen

Berlin (dpo) - Kommt in die Debatte um eine gesetzliche Frauenquote jetzt doch noch Bewegung? Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control unter 1036 Leistungsträgern großer deutscher Unternehmen hat ergeben, dass sich 89,3 Prozent aller Vorstände und Aufsichtsräte durchaus mehr Frauen in Führungspositionen vorstellen können – sofern es sich dabei um unterwürfige Dummchen im Minirock handelt.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Deutschland will mit Rücktrittsforderungen gegen Mubarak warten, bis Mubarak zurückgetreten ist

Kairo, Berlin (dpo) - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat heute das weitere Vorgehen der Bundesregierung bezüglich des Volksaufstandes in Ägypten vorgestellt. Demnach will Deutschland Mut beweisen und Mubarak auffordern zurückzutreten – und zwar sobald der langjährige Diktator zurückgetreten ist.
"Wir müssen den jungen Menschen in Ägypten zeigen, dass der Westen im Kampf für Freiheit immer dann tapfer an ihrer Seite steht, wenn sie keine Unterstützung mehr brauchen", erklärte Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle, der Mubarak noch vor neun Monaten als "einen Mann von großer Weisheit, der die Zukunft fest im Blick hat" bezeichnete. "Es ist unsere Pflicht, Mubarak in seine Schranken zu verweisen, sobald feststeht, dass wir in Zukunft nicht mehr auf ihn angewiesen sind."
Nach einem Rücktritt Mubaraks wollen Westerwelle und seine EU-Kollegen außerdem weitere Sanktionen gegen den Mann, der sein Volk jahrelang mit Folter und Zensur unterdrückte, verhängen: So könnte Auslandsvermögen, was er bis dahin noch nicht auf die Seite geschafft hat, eingefroren oder ein internationaler Haftbefehl ausgestellt werden, sobald Mubarak sicher im saudi-arabischen Exil angekommen ist. Außerdem will die Bundesregierung nach Mubaraks Rücktritt auch keine weiteren Geschäfte mehr mit ihm abwickeln. "Wir verhandeln nicht mit ehemaligen Diktatoren", so Westerwelle.
ssi; Foto rechts (Presidenza della Repubblica): Wird nach seinem Sturz fallen gelassen: Husni Mubarak; Foto links (Wit, CC3.0): Hat keine Lust mehr, allein Tischtennis zu spielen, und hofft, dass Mubarak bald kommt: der tunesische Ex-Diktator Zine el-Abidine Ben Ali im saudi-arabischen Exil.

Mehr zum Volksaufstand in Ägypten:
Touristen protestieren gegen schlechten Service wegen ägyptischen Aufstands

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Newsticker (139)

++++ Um ein Haar: Mann entgeht gerade noch einer Glatze ++++
++++ Dreht am Rad: Glücksfee ++++
++++ "Wachsmalstift!": Meister bepöbelt kleinwüchsigen Lehrling ++++
++++ Leder zappelt im Netz: Omas in Strapsen spielen Fußball ++++
ssi, tbe (#3)

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Mittwoch, 2. Februar 2011

Jesus Christus zum Buddhismus konvertiert

Himmel (dpo) - Lange Zeit war es nur ein Gerücht, doch jetzt hat Jesus Christus, der Sohn Gottes, auf einer Pressekonferenz offiziell verkündet, er habe mit dem Christentum abgeschlossen und wolle sich stattdessen künftig dem buddhistischen Glauben hingeben.
Die größte Überraschung seit Prophet Mohammed
2007 zum Atheisten wurde: Jesus als Buddhist
"Für mich war dies der einzig logische Schritt auf dem Weg zur absoluten Vollkommenheit", erklärte der über 2000 Jahre alte Erlöser. "Die Priesterschaft des Christentums ist mit ihren straffen Hierarchien genau zu den Pharisäern geworden, die ich seit meinem ersten Erscheinen auf der Erde immer bekämpft habe. Mit dieser Kirche kann und will ich mich nicht mehr identifizieren."
Im Buddhismus hingegen will Jesus nun die wahre Erleuchtung gefunden haben. "Ich habe festgestellt, dass das Karma-Prinzip des Buddhismus weitgehend mit dem übereinstimmt, was ich in meiner Bergpredigt gefordert habe", so der Heiland. Auch die Möglichkeit, nach der nächsten Kreuzigung als Tier aufzuerstehen und irgendwann schließlich das Nirvana erreichen zu können, sieht er als willkommene Abwechslung.
Die Konversion Jesu scheint allerdings das Verhältnis zu seinem Vater schwer zu belasten. Der Erzengel Gabriel, ein Bote Gottes, sagte zum Postillon: "Der alte Herr ist überhaupt nicht einverstanden. Der Pazifismus seines Sohnes ist ihm schon lange ein Dorn im Auge. Er hält den Übertritt zum Buddhismus für eine Trotzreaktion und glaubt, dass Jesus schon bald zu ihm zurückgekrochen kommt."
Für die rund 2,26 Milliarden Anhänger des Messias ist die Nachricht ein Schock. Während der Vatikan ankündigte, Jesus - bis er wieder zur Besinnung kommt - ersatzlos aus allen sakralen Handlungen und aus der Bibel zu streichen, plant die evangelische Kirche, sämtliche Kruzifixe abzuhängen und stattdessen Jesus-Buddha-Statuen aufzustellen.
ssi

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Dienstag, 1. Februar 2011

Ist es der Guinness-Fluch? Schon wieder ältester Mensch der Welt gestorben

Jacksonville/Texas (dpo) - Langsam wird es unheimlich: Am Montag ist mit Eunice Sanborn zum wiederholten Male binnen kürzester Zeit der älteste Mensch der Welt verstorben. Dabei hatte die 114-jährige erst drei Monate zuvor den prestigeträchtigen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde nach dem plötzlichen Tod ihrer Vorgängerin Eugenie Blanchard (Jahrgang 1896) erhalten. Blanchard wiederum hatte den Titel als ältester Mensch der Welt nur sechs Monate vor ihrem Dahinscheiden von der Japanerin Kama Chinen (Jahrgang 1895) übernommen.
"Es scheint als würde eine Art Fluch auf den Rekordhaltern lasten", befürchtet Linda O'Michael, die für die Redaktion des Guinness-Buchs der Rekorde arbeitet. "Seit Jahrzehnten kommen die ältesten Menschen der Welt binnen weniger Monate nach ihrer Ernennung unter ungeklärten Umständen ums Leben."
Erstaunlicherweise sind von dem Fluch ausschließlich die ältesten Männer und Frauen der Welt betroffen: "Von anderen Rekordhaltern, etwa dem Mann mit dem längsten Bart oder den Teilnehmern der längsten Bikini-Polonaise, wissen wir, dass sie auch Jahre nach ihrem Eintrag ins Guinness-Buch immer noch leben", so O'Michael nachdenklich.
Unter diesen Umständen erscheint es nur zu verständlich, dass Besse Cooper aus dem US-Bundesstaat Georgia, die eigentlich Sanfords Nachfolge als ältester Mensch der Welt antreten würde, auf einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde verzichten will. "Ich bin doch nicht lebensmüde", sagte die ebenfalls 114-jährige gegenüber dem Postillon.
ssi; Foto rechts: Eunice Sanborn (rechts im Bild) kurz bevor sie der Guinness-Fluch traf; Foto links: Nicht vom Fluch betroffen: Mann mit dem längsten Bart der Welt.

Weitere Rekorde im Postillon-Archiv:
Jüngster Mensch der Welt geboren
"Forbes"-Liste der ärmsten Menschen der Welt von Mann aus Sierra Leone angeführt

Newsticker (138)

++++ Besorgniserregend: Immer mehr Schafstoffe in Wollpullovern ++++
++++ Macht die Schotten dicht: Whisky ++++
++++ Unappetitlich: Friseur findet Suppe im Haar ++++
++++ Hervorragender Stauraum: Autobahnkreuz ++++
ssi, ucn (#1), mel (#3)

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