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Guttenbergs Adelstitel ebenfalls nicht durch Eigenleistung erworben

Berlin, Guttenberg (Oberfranken) (dpo) - Neue Verdächtigungen gegen Karl-Theodor zu Guttenberg machen die Runde. Angeblich hat der Verteidigungsminister auch seinen Adelstitel nicht aus eigener Kraft erworben, sondern einfach von seinem Vater übernommen. Karl-Theodor zu Guttenberg bezeichnete die Vorwürfe in einer ersten Stellungnahme als "abstrus" und erklärte, er habe seinen Titel in mühevollster Kleinarbeit über Jahre hinweg ohne fremde Hilfe erworben.

Der Historiker Gunnar Borchert widerspricht: "Alles weist darauf hin, dass der junge Karl-Theodor bereits bei seiner Geburt den Titel "Freiherr von und zu Guttenberg" einfach von seinem Vater übernommen hat, ohne irgendetwas dafür zu tun. Doch auch Guttenbergs Vater hat sich den Titel nicht selbst erarbeitet, sondern wiederum dreist von seinem Vater kopiert." Laut Borchert kann diese Masche bis ins tiefste Mittelalter zurückverfolgt werden. "Hier wurde systematisch gesellschaftliches Ansehen ohne eigene Leistung erschlichen."

Andere deutsche Adelige wie Ernst August Prinz von Hannover und Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis äußerten sich empört über Karl-Theodor zu Guttenberg. Er werfe ein schlechtes Licht auf alle, die sich ihren Adel hart erarbeitet haben.

ssi; Foto (Dirk Vorderstraße, CC3.0): Nach dem Verlust seines Doktortitels bleiben ihm nur noch sein gutes Aussehen, seine scharfe Frau, sein Amt als Minister, sein geerbtes Vermögen und seine grundlose Beliebtheit: Karl-Theodor (Freiherr von und zu) Guttenberg.
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