Berlin (dpo) - Na also, es geht doch! Der LKW-Fahrer Manfred "Manni" Schmidt (51) hat heute auf der Ringautobahn A10 im Zuge eines 14 Jahre währenden Manövers erfolgreich einen anderen Lastwagen überholt. Schmidt sowie unzählige Autofahrer, die seit 1998 durch das wohl längste "Elefantenrennen" der Menschheitsgeschichte behindert wurden, zeigten sich sichtlich erleichtert.
"Als ich an jenem grauen Wintermorgen 1998 losfuhr, wusste ich nicht, dass ich die nächsten 14 Jahre auf Achse verbringen würde", erinnert sich Schmidt. "Obwohl ich nach einer halben Stunde Fahrt nur nur noch wenige Kilometer von meinem Ziel entfernt war, entschloss ich mich, noch schnell den LKW vor mir zu überholen."Doch nachdem der damals 37-Jährige ausgeschert war, stellte sich heraus, dass er nur einen winzigen Bruchteil eines Stundenkilometers schneller war als das andere Fahrzeug.
Da der sogenannte "Brummikodex" vorsieht, dass ein LKW-Überholmanöver niemals abgebrochen werden darf, entbrannte ein episches Rennen, in dessen Zuge beide Fahrzeuge insgesamt rund acht Millionen Kilometer zurücklegten und über 40.000 Runden um Berlin drehten.
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| Nach dem Entladen geht es zum TÜV |
Der Überholvorgang konnte letztlich nur deswegen erfolgreich zum Abschluss gebracht werden, weil der Fahrer des anderen Lastwagens, der zu Beginn des Manövers bereits kurz vor der Rente stand, heute Morgen an Altersschwäche starb. Augenzeugen zufolge sei er "friedlich ausgerollt".
Die Angestellten eines Lagerhauses in Potsdam staunten nicht schlecht, als Schmidt heute Mittag schließlich seine Fracht ablieferte: 5000 Tamagotchis, 7000 Hit-Singles "Flugzeuge im Bauch" von Oli P. sowie 10.000 Ausgaben des Ratgebers "So machen Sie Ihren Rechner fit für den Millennium Bug"
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