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Mittwoch, 2. Januar 2013

SPD versiegelt Steinbrücks Mund bis zur Bundestagswahl, um Chancen zu wahren

Berlin (dpo) - "Ein Bundeskanzler (...) verdient zu wenig", "Merkel ist beliebt, weil sie einen Frauenbonus hat": Die SPD hat auf die unglücklichen Aussagen ihres Spitzenkandidaten reagiert und den Mund von Peer Steinbrück bis zur Bundestagswahl mit zwei Heftpflastern versiegelt. Durch diese drastische Maßnahme wollen die Sozialdemokraten ihre ohnehin nur noch geringen Chancen auf einen Sieg wahren – oder sogar verbessern?

Die Heftpflaster sollen auch bei TV-Rededuellen (Merkel spricht, Steinbrück schweigt) und Wahlkampfveranstaltungen (Ankündigung: "Anderthalb Stunden Stille mit Peer Steinbrück") vor der Bundestagswahl über Steinbrücks Mund angebracht bleiben.
Könnte solche Pflaster auch gut brauchen: Nahles
SPD-Generalsekräterin Andrea Nahles nahm heute bei einer Pressekonferenz in Berlin zu der Entscheidung Stellung, die mit nur einer Gegenstimme (Steinbrück) von der Parteiführung abgesegnet wurde: "Um Schaden von der Partei abzuwenden, wird bis einschließlich 22. September 2013 kein Wort mehr über die Lippen von Peer kommen. Die beiden Heftpflaster darf er nur entfernen, um in einem schallisolierten Raum Nahrung zu sich zu nehmen."
Der Plan könnte aufgehen: Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control zufolge kann ein schweigender Steinbrück sogar mit leichten Stimmgewinnen rechnen, weil die Wähler es durchaus zu schätzen wissen, wenn sie wenigstens von einem Kandidaten nicht permanent angelogen werden.
Was Peer Steinbrück persönlich von der neuen Wahlkampfstrategie hält, ist nicht bekannt. Nach seiner Meinung gefragt rollte er nur mit den Augen und meinte: "Mffmmfmfp fmppffmppfmp mpmmffmpp Ppmmpppffpmpmpppmf mffppp mpmmppppp Mmmpfffmmmmfmfp!"
ssi; Originalfoto oben: Dirk Vorderstraße, Foto rechts: Heinrich-Böll-Stiftung, CC BY-SA 2.0

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