Newsticker

Donnerstag, 23. April 2015

EU rät Flüchtlingen, Bank zu gründen, wenn sie gerettet werden wollen

Brüssel (dpo) - Nach den tragischen Ereignissen der vergangenen Woche ringt Europa um eine neue Lösung für das Flüchtlingsproblem. Nun legt die EU einen ersten konkreten Plan vor. Demnach sollen alle Flüchtlinge sofort in den Genuss umfassender Rettungsmaßnahmen in Milliardenhöhe kommen, sobald sie eine eigene Bank in Europa gründen.

Hatten bislang die falsche Strategie: Flüchtlinge
In einem Strategiepapier rät die EU den verzweifelten Flüchtlingen aus verschiedenen Krisenregionen der Welt: "Anstatt ihr letztes Geld unseriösen Schleusern für eine riskante Mittelmeerüberquerung zu geben, sollten die Flüchtlinge ihre finanziellen Mittel bündeln und ein Kreditinstitut mit Schwerpunkt auf Risikoinvestments und Immobilienspekulationen gründen."
Zwar seien die Kosten für eine anschließende Luxusrettung wohl um ein Tausendfaches höher als die der derzeitigen Seenotmaßnahmen, aber umgelegt auf den einzelnen Steuerzahler falle das nicht mehr allzu sehr ins Gewicht.
Laut EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker könnten so noch in diesem Jahr die ersten milliardenschweren Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden. "Ob Rettungsschirm oder Rettungsyacht – die EU ist bereit, in jeder Weise zu helfen, solange davon eine systemrelevante Bank und deren Anteilseigner profitieren."
Als systemrelevant gelten Banken in der EU automatisch ab dem Tag ihrer Gründung. Dafür müssten die Flüchtlinge noch nicht einmal ein allzu großes Startkapital aufbringen. Im Gegenteil: Wie sich bereits in der Finanzkrise seit 2007 zeigte, springt die EU umso eiliger zur Rettung bei, je schneller ein Kreditinstitut in Schieflage gerät.
fed, dan, ssi; Foto rechts: Noborder Network, CC BY 2.0
Artikel teilen:

Reklame

Kommentare einblenden

Reklame


Powered by Blogger