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Donnerstag, 11. Juni 2015

13-jähriger Lette findet es zunehmend langweilig, Bundestag zu hacken

Ventspils (dpo) - Janis Liepiņš muss gähnen. Je weiter er in das Computer-Netzwerk des Deutschen Bundestags eindringt, desto mehr überkommt ihn die Langeweile. Die immer verzweifelteren Versuche der IT-Abteilung des Bundestags, die Cyber-Angriffe unbekannter Herkunft abzuwehren, stellen inzwischen einfach keine Herausforderung für den 13-jährigen Schüler mehr dar.

"Anfangs war es noch spannend, die verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen auszumanövrieren und das System Stück für Stück mit selbstgeschriebenen Trojanern zu infizieren", so Liepiņš, dem bei seinem inzwischen seit Wochen laufenden Hackerangriff zugutekam, dass er seit der 3. Klasse Deutsch in der Schule lernt.
Von Liepiņš bislang nur online besucht: Reichstagsgebäude
Mittlerweile sei er jedoch von der stetig wachsenden Menge an völlig langweiligen Daten überfordert, die er auf seiner Festplatte gespeichert habe. "Das Meiste verstehe ich überhaupt nicht. 'Gesetz zur Mindestspeicherfrist', 'CDU-Spender 1990-2002', 'NSA-Selektoren-Liste', 'BSI-Strategiepapier gegen Hacker-Angriffe'... Was soll das alles sein?"
Auch der Zugriff auf das Netz des Bundestags verspreche nicht mehr den gleichen Spaß wie zuvor. Nachdem er insgesamt 34 Abgeordnete während Bundestagsdebatten bei Candy Crush Saga und Solitaire übers Ohr gehauen habe, habe er erst einmal genug von der parlamentarischen Arbeit.
Inzwischen erwägt Liepiņš sogar, alle fünf Terabyte an hochsensiblen Daten einfach wieder zu löschen, um Platz für eine gecrackte Version von GTA V zu schaffen. Vorher will er aber noch kurz im Zentralrechner des Pentagon vorbeischauen und sein Zimmer endlich aufzuräumen, bevor seine Mutter von der Arbeit zurückkommt.
ssi, dan; Foto oben: Shutterstock, Foto rechts: Cezary Piwowarski, CC BY-SA 3.0

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