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Donnerstag, 21. Juli 2016

Zebrastreifen auf Autobahnen sollen für mehr Verkehrssicherheit sorgen

Berlin (dpo) - Immer wieder werden in Deutschland Fußgänger beim Versuch, die Autobahn zu überqueren, von Autofahrern übersehen – oft mit tödlichen Folgen. Um solche schrecklichen Unfälle künftig zu verhindern, hat das Bundesverkehrsministerium unter Alexander Dobrindt (CSU) nun die Einführung von Zebrastreifen auf deutschen Autobahnen angekündigt.

"Was in Deutschland innerorts seit Jahrzehnten funktioniert, muss auch auf der Autobahn möglich sein", erklärte Dobrindt heute in Berlin. "Zu lange wurde hier beim Fußgängerschutz geschlampt."
Im Schnitt soll künftig mindestens alle fünf Autobahnkilometer ein Fußgängerüberweg quer über die Fahrbahn verlaufen. Ein Durchgang in der Mittelleitplanke soll es Passanten ermöglichen, selbst sechsspurige Autobahnen schnell und bequem zu überqueren.
An Autobahn-Zebrastreifen gelten dieselben Regeln, die schon von "herkömmlichen" Zebrastreifen bekannt sind: Sobald ein Fußgänger Anstalten macht, einen Fußgängerüberweg zu überqueren, haben herannahende Kraftfahrzeuge umgehend anzuhalten und zu warten, bis die Fahrbahn wieder frei ist.
Insbesondere ältere Menschen begrüßen die Einführung von Zebrastreifen auf Fernverkehrsstraßen. "Gerade nachts ist es für mich sehr schwierig, die Autobahn zu überqueren, weil die da immer so rasen", erklärt etwa Gerda Wenzel (87) aus Kaufbeuren. "Zebrastreifen sind mir auch viel lieber als Fußgängerampeln. Da komme ich nämlich nie rechtzeitig rüber, bevor sie wieder rot werden."
Nach Angaben des Verkehrsministeriums sind die neuen Zebrastreifen nur der erste Schritt in einer ganzen Reihe geplanter Reformen zur Förderung nicht motorisierter Verkehrsteilnehmer. So werde derzeit unter anderem geprüft, ob die oft ungenutzten Standstreifen von Autobahnen als Fahrradweg genutzt werden können.
Idee: mo; ssi, dan; Foto [M]: Klaus Foehl, CC BY-SA 3.0
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