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Union will Verbrenner-Aus stoppen, damit Bürger hohe Spritpreise noch länger genießen können

Berlin (dpo) - Die Bundesregierung arbeitet weiter daran, das eigentlich für 2035 geplante Verbrenner-Aus aufzuweichen. In Kanzleramt und Wirtschaftsministerium ist man sich einig: Autofahrer sollen auch in Zukunft noch die Möglichkeit haben, völlig überteuerte Benzinpreise zu genießen.

"Das Aus von Autos mit Verbrennungsmotor wäre gleichzeitig das Aus für hohe Spritpreise", erklärt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. "Ein furchtbarer Gedanke!"

Immerhin gebe es auch nach dem Jahr 2035 noch Menschen, die darauf stehen, völlig überteuerte Preise an der Tankstelle bezahlen zu wollen. "Ich denke da etwa an Masochisten, an Milliardäre und an sehr, sehr dumme Menschen", so Reiche.

Das Leiden unter hohen Benzinpreisen sei außerdem aus Sicht der Union ein wertvolles Stück deutscher Kultur: "Was wäre Deutschland ohne die permanent schlechte Laune seiner Bürger, weil das Benzin mal wieder teurer geworden ist, nachdem irgendein US-Präsident irgendwo im Nahen Osten etwas bombardiert hat?", fragt auch Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen Regierung sich gemeinsam mit der Regierung Frankreichs dafür einsetzt, dass Benziner auch nach 2035 noch verkauft werden dürfen. "Wenn alle nur noch Elektroautos fahren, stirbt diese Tradition. Wollen wir das wirklich?"

Nicht zuletzt sei die Verlängerung des Verbrenner-Verkaufs über 2035 hinaus eine wertvolle Möglichkeit für deutsche Autokonzerne, noch ein paar Jahre länger den Wechsel auf Elektromobilität zu verschlafen und langfristig Konkurs zu gehen.

ssi; Foto: picture alliance / dts-Agentur
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