
Mainz (dpo) - Günther Welcke, der aufgrund einer seltenen Krankheit kein Langzeitgedächtnis besitzt, hat sich entschlossen, seine Stimme in diesem Jahr der SPD zu geben. Der gemeinsame Auftritt von Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück bei der gestrigen Präsentation des vor allem auf soziale Gerechtigkeit ausgelegten Bundestagswahlprogrammes konnte den 35-jährigen Mainzer vollauf überzeugen.
Welcke, der sich an nichts erinnern kann, was länger als ein halbes Jahr zurückliegt, begründet seine Entscheidung: "Die wollen Mindestlöhne, höhere Steuern für Reiche, Frauenquoten und Renten, von denen man leben kann. Das finde ich alles gut und deswegen will ich, dass diese SPD mal das Ruder übernimmt. Kleine Ausrutscher hin oder her: Besonders dieser Steinbrück scheint es gut mit den sozial Schwächeren zu meinen."![]() |
| Ihn wählte Welcke gleich dreimal: Hoffnungsträger |
Freunde des 35-jährigen ohne Langzeitgedächtnis schüttelten auf Anfrage des Postillon nur traurig den Kopf. Sie erklärten, dass Welcke bereits vor den Bundestagswahlen 1998, 2002, 2005 und 2009 stolz angekündigt hatte, seine Stimme der SPD zu geben.
ssi; Foto oben: © magann - Fotolia.com, Foto rechts: André Zahn, CC BY-SA 2.0 DE
Mehr zum Thema SPD:
Peer Steinbrück bereits seit über 24 Stunden ohne kapitalen Fehler
Ein Wunder! Willy-Brandt-Statue weint während Steinbrücks Kandidatenkür
Agenda 2010 nur eingeführt, damit SPD gegen Niedriglohn und Altersarmut kämpfen kann
