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Freitag, 11. September 2015

Extrem vorzeitiger Samenerguss: Mann kommt eine Woche vor dem ersten Date

Leipzig (dpo) - Unter vorzeitigem Samenerguss leiden viele Männer – Umfragen zufolge bis zu 30 Prozent. Weitaus seltener ist die Störung, die dem Leipziger Markus L. das Leben schwermacht: Der 27-Jährige leidet unter extrem vorzeitigem Samenerguss (ejaculatio praecox praecox praecox). Teilweise kommt er bereits Tage vor einem Date, das Geschlechtsverkehr nach sich ziehen könnte, zum Orgasmus.

Das Gefühl, seine Sexpartnerin nicht lange genug befriedigen zu können, kennt der Bauingenieur nur zu gut. "Manchmal stehe ich einfach nur in der Schlange im Supermarkt und denke flüchtig an mein nächstes Date mit einer schönen Frau – und schon kann ich mich nicht mehr kontrollieren und beginne zu stöhnen."
Am Ende stehe dann meist ein unbeschreiblich tolles Gefühl, ein nasser Fleck in der Hose und der rätselhafte Drang, eine Zigarette zu rauchen. "Aber ob es für sie auch so schön war?", rätselt Markus. "Oft bin ich mir da nicht sicher."
Die Partnerin eines betroffenen Mannes bleibt in der Regel unbefriedigt, weil sie sich während des Höhepunkts an einem völlig anderen Ort befindet.
Sein Arzt vermutet psychische Gründe und auch Arbeitskollegen berichten, dass Markus generell ein sehr voreiliger Typ Mensch sei. So hat der Leipziger inzwischen einen Ehevertrag aufsetzen lassen, den er seiner Internetbekanntschaft zum Gegenlesen mitbringen will. Außerdem streicht er derzeit nach Feierabend stundenlang das neue Kinderzimmer abwechselnd hellblau und rosa an und hat - "nur für den Fall der Fälle" - für nächsten Donnerstag einen Termin mit dem Scheidungsanwalt vereinbart.
Männern, die wie Markus von extrem vorzeitigem Samenerguss betroffen sind, raten Mediziner zur sogenannten "Squeeze-Technik". Dabei wird der Penis an der Eichelspitze fest zusammengedrückt, bis der Moment gekommen ist, an dem man zum Orgasmus kommen möchte.
Doch richtig begeistert ist Markus von der Methode nicht. "Mehr als ein paar Tage kann ich damit keine Abhilfe schaffen", klagt er. "Und im Büro kann ich dann nur mit einer Hand arbeiten und werde komisch angeschaut."
Laut Recherchen des Postillon ist seine Sorge, sich in der Nacht nach dem Date zu blamieren, unbegründet. "Wann ist noch mal das Date mit ihm?", fragt seine 24-jährige Internetbekanntschaft, als wir ihr von dem Problem erzählen. "Am 16. September? Ach, da braucht er sich keine Sorgen machen", lächelt sie und schaut in den Kalender. "Da steht's doch. 16. September. Da hab ich doch sowieso den ganzen Tag Migräne."
jma; Foto: Jakub Zack - Shutterstock
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