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Mittwoch, 3. März 2021

"HipstOVacc": Szene-Start-up entwickelt Craft-Impfstoff für hippe Großstädter

Berlin (dpo) - Biontech, Astrazeneca oder Moderna – wer sich in Deutschland gegen Corona impfen lassen will, kommt an den drei Großen der Branche nicht vorbei. Hippe Großstädter, die auch bei der Corona-Vorbeugung ein Stil-Statement abgeben wollen, hatten bislang das Nachsehen. Nun macht ein Berliner Szeneprojekt von sich reden: Das junge Start-up HipstOVacc produziert einen Craft-Impfstoff in handgemachten Kleinserien für Individualisten und Trendsetter.

"Für urbane Individualisten und Creatives, die nicht mit der Masse mitlaufen, sondern ihren eigenen Stil auch bei der Immunisierung gegen tödliche Viren nicht aufgeben möchten und zusätzlich ein Zeichen gegen den Massenkonsum setzen wollen, gibt es jetzt erstmals den passenden Impfstoff aus unserer gläsernen Manufaktur", erzählt Mitgründer Dave Matthews.

Der 19-jährige BWL-Student führt durch die "Impfstoff-Werkstatt" in einer ehemaligen Limonadenfabrik in Berlin-Mitte. "Statt Massenproduktion vom Band wie bei den gesichtslosen Pharmariesen setzen wir auf kreative Handwerkskunst." So seien alle Reagenzgläser im HipstOVacc-Labor aus mundgeblasenem bretonischem Silikatglas, sämtliche Kessel und Behälter aus handgeschmiedetem Cornwall-Kupfer.

"In allen Dichtungen und Schläuchen kommt nur bester Naturkautschuk aus kleinbäuerlichem Anbau in Papua-Neuguinea zum Einsatz", erklärt Matthews stolz. Grundzutaten wie mRNA-Sequenzen und Trägerflüssigkeit beziehe man von Familienbetrieben aus der Region.

"Der fertige Impfstoff wird zunächst in Fässern aus kanadischer Bergeiche gelagert und am Ende portionsweise in kultige Bakelit-Fläschchen abgefüllt", so der Gründer.

Die Kühlung erfolge dabei nicht wie bei den Massenherstellern in schnöden Kühlcontainern, sondern mit riesigen Blöcken aus sibirischem Trockeneis. "Als Clou gibt es den Impfstoff in mehreren Varianten: naturtrüb, extra-stark oder light", so Matthews, der sich mehr als "Vakzine-Sommelier" denn als Pharmazeut sieht.

Ausgeliefert werden die Dosen in gewachsten Erlenholz-Kästchen mit einer Einwegspritze aus handgeschliffenem Bambusrohr: Nachhaltig, vegan und ohne Mikroplastik. Mit 378,50 Euro pro Impfdosis hat der Szene-Stoff einen stolzen Preis – den die Zielgruppe dem Start-up-Gründer zufolge aber durchaus zu zahlen bereit ist: "Die blechen doch für ihre Tasse Cold-Brew-Kaffee am Morgen schon locker den doppelten Preis einer Biontech-Impfdosis."

bep; Foto: Shutterstock
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