Merz äußerte sich bislang nicht zu Reichsbürger-Umsturzplänen, weil er beleidigt ist, dass sie nicht ihn zum Kaiser machen wollten

Berlin (dpo) - Seit in einer der größten Razzien der bundesdeutschen Geschichte eine Gruppe Reichsbürger verhaftet wurde, die den gewaltsamen Sturz der Regierung plante, warten viele auf eine Reaktion von Friedrich Merz. Die könnte jedoch noch auf sich warten lassen. Offenbar schmollt der Oppositionsführer, weil die Reichsbürger nicht ihn zum Kaiser machen wollten.

"Friedrich Merz muss diese Schmach erst einmal verdauen", erklärte ein Sprecher des CDU-Vorsitzenden. "Immerhin ist er erzkonservativ und hat die Union seit seinem Antritt weit nach rechts gerückt, indem er AfD-Vokabular wie 'Einwanderung in die Sozialsysteme' oder 'Sozialtourismus' nutzt und vor der woken Cancel-Culture warnt. Da hätte er schon erwartet, dass er bei einem Regierungssturz berücksichtigt wird."

Stattdessen hätten die Reichsbürger mit Heinrich XIII. Prinz Reuß einen bislang eher unbekannten Adeligen zum Monarchen des Deutschen Reiches krönen wollen. Merz hingegen wurde noch nicht einmal als Minister der neuen Reichsregierung gehandelt.

Internen Quellen zufolge soll sich Merz über diesen Affront so sehr geärgert haben, dass er vor Wut eine aus seinem Privatbesitz stammende Krone mit der Inschrift "Friedrich IV." an die Wand warf und dabei beschädigte.

ssi; Foto: Imago
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