Teheran, Kabul, Pjöngjang (dpo) - Jetzt geht Washington zu weit: Die Pläne der USA, eine Hinrichtung per Erschießungskommando weltweit live zu streamen, wurden heute unter anderem vom Iran, von Afghanistan und von Nordkorea scharf als Zivilisationsbruch und Barbarei kritisiert.
"In der politischen Welt von heute ist es fast schon Normalität, dass autoritäre Regime es mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Länder. "Aber hier überschreiten die USA klar eine rote Linie."
Menschen öffentlichkeitswirksam vor Publikum hinrichten zu lassen, sei bereits grenzwertig, aber gerade noch akzeptabel. "Doch Livestreams von Hinrichtungen machen Grausamkeit zum Event, normalisieren Gewalt und können von Kindern und Jugendlichen immer und immer wieder konsumiert werden", heißt es weiter. "Solche Bilder haben keinen Platz in unserer zivilisierten Welt."
Gemeinsam wolle man daher zeigen, dass man sich der "Normalisierung der Barbarei" entschieden entgegenstelle.
ssi, dan