Newsticker

Samstag, 31. Juli 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (43)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Pünktlich zur Trauerfeier in Duisburg präsentiert der Postillon die gelungensten Satiren zur Love Parade: Titanic zieht Parallelen zu einem anderen Großereignis, der BrummKreisel überzeichnet (minimal) die Berichterstattung von Bild, bei ahoi polloi gibt es zwei Cartoons, Thilo Baum wird zum Love-Parade-Leugner und beschwert sich, über Leute, denen das nicht passt und fischfresse.de erklärt Duisburg zum Mekka der Partyszene. Ein Beitrag des Blogs Elternhilfe (mittlerweile gesperrt, Text gibt es als Zitat bei Alex Kempe) wurde von vielen nicht als Satire erkannt und verursachte ordentlich Wirbel - Hintergrund dazu: Hier.
2. Auf der Seite Happy Chair is Happy gibt es tonnenweise Gegenstände mit Gesicht und lustige Überschriften. Beispiele: Teekanne, Damenhandtasche, Säge, Nudel, Steinkopf.
3. Die schlechteste Homepage aller Zeiten dürfte die von Karl Fritsch sein - und das schon seit über einem Jahrzehnt, wie man auf Spon nachlesen kann. Zwar hat sich seit der Jahrtausendwende nicht mehr viel getan, aber umso gruseliger ist das Ganze. Empfehlungen (Epilepsiewarnung!): Vorwort, Index, Animationen, Medienauftritte, Awards, Grilltreffen 2000, 2001 und das absolute Highlight: Bilder vom Fanclub
4. Für den - zugegeben - verstörenden Zeichentrickkurzfilm "Rejected" wurde Don Hertzfeldt 2001 für einen Oscar nominiert (Mit Dank an Maddin):


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ssi

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Freitag, 30. Juli 2010

Wochenende: Wetterdienst warnt wegen Wurstwassergewittern

Offenbach (dpo) - Der Deutsche Wetterdienst hat für das Wochenende vor mehreren Wurstwassergewittern gewarnt.
"Ein Tief über Skandinavien, das sich langsam nach Süden bewegt, schiebt schwere Wurstwasserwolken nach Deutschland", erklärte der Meteorologe Thoma Benster gegenüber dem Postillon.
Am Samstag soll der salzige Regen mit dem Geschmack von Wiener Würstchen vor allem im Norden fallen, ab Sonntagnacht auch im Süden. Gebietsweise kann es auch zu vereinzelten Röstzwiebelschauern kommen.
ssi; Foto (Simon Eugster, cc-3.0): Rückt näher: Wurstwasserwolkenfront.

Leichtathletik-EM: 100-Meter-Läufer von bewaffnetem Terroristen attackiert

Berlin (dpo) - Die Sicherheitsvorkehrungen bei der Leichtathletik-EM in Barcelona sind offensichtlich nicht ausreichend. Erst heute gelang es einem polizeilich noch unbekannten Terroristen, eine Handfeuerwaffe ins Estadi Olímpic Lluís Companys zu schmuggeln.
Augenzeugenberichten zufolge näherte sich der Mann kurz vor Beginn des 100-Meter-Laufs (Vorlauf) mit gezückter Pistole einer Gruppe friedlich am Boden kauernder Athleten und gab ohne Vorwarnung einen Schuss ab, der die Sportler nur deshalb knapp verfehlte, weil der Attentäter versehentlich senkrecht in die Luft zielte.
Anschließend überschlugen sich die Ereignisse: Während die Sportler, denen der Anschlag galt, selbstverständlich in Höchstgeschwindigkeit davonstoben und das Publikum tobte, gelang es Sicherheitsleuten, den Amok-Schützen zu überwältigen und an die Polizei zu überstellen.
ssi; Foto rechts: Kauerten friedlich, bevor sie attackiert wurden: Sportler; Foto links (Jonathan Tannenwald): Sein Motiv ist bislang unklar: Irrer Amokschütze.

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Anm. d. Red.: Dieser Artikel erschien schon einmal so ähnlich am 15.8.2009.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Newsticker (85)

++++ Neue Züchtung: Mienensuchhund hilft bei Gesichtsverlust ++++
++++ Faul: Schaffner liegt in den letzten Zügen ++++
++++ Göttliche Fügung: Papst muss dran glauben ++++
++++ Betrug bei eBay: Bauern warten vergeblich auf bestellte Äcker ++++
ssi, ano (#4)

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Mittwoch, 28. Juli 2010

Trauerfeier in Duisburg soll unter allen Umständen stattfinden

Duisburg (dpo) - Für den Trauergottesdienst, in dem am kommenden Samstag der 21 Opfer der Love Parade gedacht werden soll, haben sich mit über 200.000 deutlich mehr Gäste angekündigt, als bisher erwartet. Kritiker befürchten, die Salvator-Kirche sei nicht groß genug, um dem Andrang stand zu halten, und fordern, man solle die Veranstaltung besser absagen.
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) sieht das anders: Kritische Stimmen gebe es vor solchen Veranstaltungen immer, die Stadt habe aber alles genau geprüft. "Der Trauergottesdienst muss auf jeden Fall stattfinden, alles andere wäre für Duisburg und das gesamte Ruhrgebiet* eine schlimme Blamage", so Sauerland. "Wir haben ein schlüssiges Sicherheitskonzept, das vorsieht, alle Trauergäste durch eine zwei Meter breite Tür zu schleusen. Außerdem arbeiten wir mit einem erfahrenen Veranstalter zusammen."
Sauerland selbst wird an der Trauerfeier nicht teilnehmen. Allerdings habe dies ganz andere Gründe.
ssi; Foto rechts (AlterVista): Nur für 500 Besucher ausgelegt: Salvatorkirche in Duisburg; Foto links (CDU Ruhr): Hofft, durch eine erfolgreiche Trauerfeier Investoren ins gebeutelte Duisburg zu locken: Adolf Sauerland.

*Anm. d. Red.: Im vergangenen Jahr wurde der Trauergottesdienst in Bochum bereits im Vorfeld abgesagt.

Kleiner Timmy bekommt Haustier geschenkt

Spielen im Garten: der kleine Timmy und sein neues Haustier.
Saarbrücken (dpo) - Glück für den kleinen Timmy (9)! Nach langem Bitten haben ihm seine Eltern endlich ein Haustier geschenkt. Statt dem gewünschten Hund bekam der kleine Timmy allerdings eine sieben Kilogramm schwere und 1,80 Meter lange Boa Constrictor.
"Eine Schlange kläfft nicht die ganze Zeit herum, muss nicht Gassi geführt werden und nur alle paar Wochen gefüttert werden", begründete der Vater des Jungen die Entscheidung. "Außerdem ist Timmy viel alleine zu Hause - da kann ihn eine Würgeschlange, die genügend Kraft hat, einem ausgewachsenen Mann sämtliche Halswirbel zu brechen, perfekt beschützen."
Doch auch der kleine Timmy freut sich: "Roger [Anm.d.Red.: Name der Schlange] und ich sind schon richtige Freunde. Ich trage ihn überall mit mir herum." Weiterhin verkündete der Junge, er dürfe die Boa heute Nacht sogar mit ins Bett nehmen, damit er sich nicht einsam fühlt, wenn seine Eltern ins Kino gehen. "Und morgen darf ich Roger sogar zum ersten Mal füttern", so Timmy stolz.
ssi

Alle Abenteuer des kleinen Timmy auf einen Blick:
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Dienstag, 27. Juli 2010

Newsticker (84)

++++ Selbst schuld: Nekrophile von Scheintotem geschwängert ++++
++++ Stall abgebrannt: Huhn legt Ei in Schutt und Asche ++++
++++ Leckscreen: Neue iPhone-App ermöglicht interaktives Eisessen ++++
++++ Fischt frische Fische: Fischers Fritz ++++
ssi, roh (#2)

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Experiment geglückt: Einbahnstraße erstmals in Gegenrichtung befahren

Erlangen (dpo) - Wissenschaftlern der Universität Erlangen ist ein waghalsiges Experiment gelungen, das den Kraftfahrzeugverkehr revolutionieren könnte. Noch nie zuvor hat ein Mensch eine Einbahnstraße gegen die Fahrtrichtung befahren – bis heute. Testpilot sowie -fahrzeug trugen bei dem Versuch keine erkennbaren Schäden davon.

Montag, 26. Juli 2010

Römische Schwulengemeinde entsetzt über homosexuelle Priester

Rom (dpo) - Nachdem die italienische Zeitung Panorama mit einem Bericht über das geheime Doppelleben römischer Homosexueller als Priester für einen Eklat gesorgt hat, zeigt sich nun die Schwulengemeinde der ewigen Stadt entsetzt.
"Ziel dieser Berichte ist es, anständige Schwule als katholische Priester zu diffamieren", beklagte sich Dino Francesconi, Vorsitzender der Schwulen- und Lesbenvereinigung Roms, gegenüber dem Postillon: "Dabei handelt es sich bei der großen Mehrheit der Homosexuellen um völlig gesunde Menschen. Dass einige von ihnen tatsächlich katholische Priester sind, empfinden wir als krank und pervers und von der Natur so nicht vorgesehen."
Schon seit Jahren schwelt in der Homoszene ein Streit darüber, wie man mit dem Problem umgehen soll: Während liberalere Strömungen innerhalb der Schwulengemeinde der Meinung sind, dass Homosexuelle durchaus Funktionen innerhalb der katholischen Kirche wahrnehmen könnten, fordern konservative Schwule, Priester sofort zu verstoßen.
Experten gehen davon aus, dass deutlich mehr Schwule heimlich katholische Geistliche sind als bisher angenommen. Aufgrund des immensen Drucks und der Angst vor gesellschaftlichen Repressionen wollten sich jedoch viele nicht als Priester outen.
ssi; Foto rechts: Wird immer noch häufig als Krankheit angesehen: Priestertum; Foto links (rt69): Die Angst, dass der Partner in Wirklichkeit Priester ist, schwingt immer mit: schwules Pärchen.

Homosexualität im Postillon-Archiv:
Bunte US-Truppe: Homosexuelle dürfen bald an die Waffen
Adoptionsrecht für Homosexuelle - so könnte es gehen

Alles zum Thema Religion im Postillon-Archiv:
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Sonntag, 25. Juli 2010

Das Wort zum Sonntag (81)

Kommentar:
Kaum hat BP das Ölleck geschlossen, da taucht schon das nächste Loch auf - und so kinderleicht wie das im Golf von Mexiko lässt es sich nicht stopfen: Es ist das allseits gefürchtete Sommerloch! Die einen versuchen es zu füllen, indem sie über das Sommerloch philosophieren, die anderen klauen Gags beim Postillon oder versuchen eine Partei rechts der CDU heraufzubeschwören und wieder andere wiederholen sich und wiederholen sich und wiederholen sich und wiederholen sich und wiederholen sich. Gut dass die Farce im September endlich vorbei ist. Dann kommt das Herbstloch.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 24. Juli 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (42)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Wozu sind Genitalien eigentlich gut? Natürlich, um daraus die Zukunft zu lesen! Lernen Sie auf Astrogenital.de, wie Martha Olschewski über ihre Mutter zum Genitallesen kam, was ein Fettpenis ist und wie Ihre Zukunft durch das Verhältnis Ihrer inneren zu Ihren äußeren Schamlippen bestimmt wird.
2. Auch Keanu Reeves hat dank Photoshop Unsterblichkeit erlangt. Das Sad-Keanu-Reeves-Mem kommt nicht ganz an den rollenden Robben von letzter Woche heran, ist aber trotzdem sehenswert. Den Hintergrund gibt es hier: Sad Keanu Reeves - The Latest Image Meme und eine ziemlich vollständige Bildergalerie hier: Cheer up, Keanu! Mit Dank an Sova S.
3. Der BrummKreisel hat sich eindrucksvoll (back in bitchness) zurückgemeldet und die seriöse Tageszeitung Der Postillon parodiert: Der Postillion - Entbehrliche Nachrichten - abgehangen, schnell vergessen, seit 18.45 Uhr
4. Warum man nie, niemals mit einem Steinbock diskutieren sollte: Don't argue with an Ibex

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ssi

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Freitag, 23. Juli 2010

So schlecht ist die Bundeswehr wirklich ausgerüstet

Berlin, Kabul (dpo) - Hellmut Königshaus (FDP), der Wehrbeauftragte des Bundestags, schlägt Alarm: Die Ausrüstung der Bundeswehr in Afghanistan sei in einem dramatischen Zustand, warnt er.
Der Postillon hat genau recherchiert und zeigt, warum der Afghane schon bald an unserer Grenze steht, wenn die Politik nicht reagiert:

1. Waffen: Die Waffen der Bundeswehr haben sich in der Vergangenheit immer wieder als völlig ungeeignet für den Brückenbau oder die Einschulung von Mädchen erwiesen. Das Arsenal der Bundeswehr beschränkt sich in einigen Truppenteilen auf Zwillen, Zweihandschwerter, Granatäpfel und Schnalzgummis.

2. Fahrzeuge: Den Panzern der Bundeswehr fehlt es am Notwendigsten: Seitenaufprallschutz, Zentralverriegelung, Parkhilfe oder Blu-ray-Player sucht man hier vergeblich. Die Ketten sind billige Imitate, die Kanonenrohre ständig verknotet und die Bordtoiletten chronisch verstopft.

3. Ausrüstung: Statt Helmen tragen weite Teile der Truppe Hüte aus kugelsicherem Zeitungspapier, sexy Body-Paintings ersetzen immer häufiger den Tarnfleck. Rasierapparate sind Mangelware und führen zu fatalen Verwechslungen zwischen Soldaten und Taliban. Solarbetriebene Nachtsichtgeräte, die nur tags bei wolkenfreiem Himmel funktionieren, runden das Chaos ab.

4. Munition: Die Munitionsversorgung ist unbefriedigend. Während immer wieder Soldaten verletzt werden, weil für Übungsmanöver nur scharfe Munition zur Verfügung steht, müssen Truppen in Gefahrensituationen darauf hoffen, dass sie den Feind mit Platzpatronen vertreiben können.

5. Menschenmaterial: Immer häufiger gehen Soldaten einfach irreparabel kaputt und müssen in Särgen wieder nach Hause geschickt werden. Viele Modelle vermissen ihre Familien oder zweifeln am Sinn ihres Einsatzes. Wenigstens für Nachschub ist gesorgt: Kaputte Soldaten sind das einzige Material, das umgehend ersetzt wird.

ssi; Fotos: Panzer (Bundesarchiv), Zwille (Yug), Munition (Historicair)

Afghanistan im Postillon-Archiv:
ISAF gelingt weiterer Schlag gegen den Zivilismus
Von FDP und Guttenberg geforderte Verwundetenabzeichen existieren bereits
Bundesregierung will Deutschlands Freiheit künftig auch auf dem Mond verteidigen
Regierung plant schrittweisen Bundeswehrabzug aus Deutschland
Medizinische Studie beweist: Taliban offensichtlich Menschen
Nach afghanischem Luftschlag: Über 100 Tote in den USA

Donnerstag, 22. Juli 2010

Trennung: Lothar Matthäus zieht vorübergehend in "Bild"-Redaktion ein

Wenn Matthäus aufsteht, herrscht oft schon Hochbetrieb in der Redaktion.
Berlin (dpo) - Wegen der bevorstehenden Trennung von seiner Gattin Liliana (22) ist Lothar Matthäus (49) vorübergehend in die Redaktion von Bild, Deutschlands zweitgrößter Tageszeitung, eingezogen. Der Rekordnationalspieler, der schon in der Vergangenheit mehrmals im Jahr zu Gast war, hatte sich zuletzt ohnehin täglich im Axel-Springer-Haus in Berlin aufgehalten.
"Das ist für alle Beteiligten am sinnvollsten", erklärte Matthäus, der in der Bild-Redaktion überhaupt erst von der Untreue seiner Frau erfahren hatte. "Ich kann jetzt nicht nach Hause zurück. Ich brauche einen Ort, wo ich alleine für mich trauern kann - wie hier, zwischen all den Redakteuren, die sich so rührend um mich kümmern."
Freunde von Lothar Matthäus halten diesen Schritt für einen klugen Schachzug. "Was Lothar jetzt braucht, sind wahre Freunde wie Franz Josef Wagner, die ihn in Schutz nehmen", findet etwa ein langjähriger Vertrauter von Matthäus. "Mit ihnen kann er sich ganz privat über seine Probleme austauschen."
Weitere Gründe dafür, vorübergehend bei Bild Unterschlupf zu suchen, sind laut Matthäus, dass im hochmodernen Springer-Newsroom praktischerweise alle Nachrichten über seine Trennung zusammenlaufen und Liliana zudem immer weiß, wo sie ihren Noch-Ehemann erreichen kann, falls sie ihre Sicht der Dinge darstellen möchte.
ssi; Foto rechts (Screenshot Bild): Fühlt sich sichtlich wohl in der Bild-Redaktion: seinen Schmerz für sich behaltender Matthäus.

Matthäus im Postillon-Archiv:
Geheime Rekordnationalspielerhochzeitszeremonie

Siehe auch:
11 Freunde - Wie Lothars Fans trauern (via)

Newsticker (83)

++++ Kicheranfälle: Clown im Ruhestand leidet unter Phantomscherzen ++++
++++ Medizinmann gerufen: Bandwurm sitzt in Apache ++++
++++ Verschluckungsgefahr: Krokodile nicht für Kleinkinder geeignet ++++
++++ Spannend: Voyeur ++++
ssi, swe (#4)

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Mittwoch, 21. Juli 2010

Vergessen, Urlaub einzureichen: Abgeordneter muss Sommerpause allein in Parlament verbringen

ssi; Foto: Hat bis 14. September viel Zeit, über Gesetzesentwürfe nachzudenken, während seine Kollegen Urlaub machen: einsamer Abgeordneter.

Alle Nachrichten in Bildern auf einen Blick nach dem Klick:
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Gimmick: Der Postillon-Leserfächer

Kennen Sie das? Sie schwitzen wie ein Ochse, obwohl Sie versuchen, durch das Tragen von Pelzmantel, Skimütze, Handschuhen und Stiefeln so wenig Hitze wie möglich an Ihren Körper zu lassen? Ihre pedalbetriebene Ökoklimaanlage verschafft Ihnen kaum Linderung und selbst die soziale Kälte der FDP erscheint Ihnen auf einmal wieder attraktiv?
Bevor Sie sich jetzt an den Bahnsteig stellen und auf den angenehm kühlen Fahrtwind von vorbeirasenden überhitzten ICEs hoffen, sollten Sie lieber zum exklusiven Unisex-Postillon-Leserfächer greifen:
1. Drucken Sie sich so viele Fächer aus, wie Sie brauchen (ev. vorher anklicken zur Vergrößerung).
2. Malen Sie entlang des Fächerrandes eine gestrichelte Linie.
3. Benutzen Sie Ihre Postillon-Leserschere (Gimmick vom 30. Juli 2009), um den Fächer entlang der gestrichelten Linie auszuschneiden.
4. Falten Sie den Fächer abwechselnd nach vorne und hinten, bis er aussieht wie ein Fächer.

Einsatzmöglichkeiten: Der Unisex-Postillon-Leserfächer kann von Frauen und Männern gleichermaßen verwendet werden, wobei letztere damit sehr weibisch wirken und Hänseleien ertragen müssen. Der Leserfächer kann außerdem auch als Schweißtuch verwendet werden.
Achtung: Funktioniert nicht im Vakuum oder bei Windstärken über 9.

Hinweis: Sollte Ihr Postillon-Leserfächer aus Ihrer Zeitung bereits herausgetrennt worden sein, dann können Sie sich unter redaktion@der-postillon.com für 1,32 Euro E-Mail-Versandkosten ein neues Exemplar bestellen.

ssi; Foto (Peng): Liebevoll mit dem Postillon-Logo versehen: Leserfächer.

Weitere Gimmicks im Postillon-Archiv:
Das Postillon-Leserkruzifix
Die Postillon-Leserschere
Das Postillon-Klopapier

Dienstag, 20. Juli 2010

Weltweit 22.400 weitere BP-Öllecks entdeckt

Hier strömt Öl über Verbrennungsmotoren direkt in die Umwelt aus: Ölleck in Norwegen, Foto: 91
Miami, London (dpo) - Der Energieriese BP kommt nicht zur Ruhe: Nachdem das lecke Bohrloch vor der Küste Floridas am Freitag zunächst geschlossen werden konnte, erreichte den krisengeschüttelten Konzern heute eine weitere Hiobsbotschaft. Ökologen der Universität Harvard haben herausgefunden, dass weltweit noch über 22.400 weitere BP-Öllecks existieren.
"Offensichtlich tritt das Öl dort in weiterverarbeiteter Form aus an Säulen angebrachten Schläuchen aus, und zwar auf Knopfdruck", erklärte Professor Ryan Noseby bei einer Pressekonferenz. "Von dort dringt das Öl in Verbrennungsmotoren ein und gelangt als Abgas direkt in die Umwelt." Die Öllecks seien einzeln betrachtet vielleicht harmloser als das im Golf von Mexiko, in ihrer Gesamtheit jedoch hätten sie ein ungleich größeres Zerstörungspotenzial, so Noseby weiter.
Die BP-Führung reagierte zögerlich. "Wir werden das Problem genau beobachten und versuchen, die Öllecks zu schließen, sobald wir ein befriedigendes Verfahren gefunden haben", verkündete ein Konzernsprecher, ließ dabei allerdings offen, ob dies in den nächsten 100 Jahren der Fall sein könnte.
ssi; Foto rechts oben (A. Lawrence): Ölleck in Griechenland; Foto links (M. Vogel): Ölleck in Wien; Foto rechts unten: Ölleck im US-Bundesstaat Ohio.

Weitere Artikel zur Ölpest:
BP dreht teuersten Film aller Zeiten
Katastrophe! BP-Ölpest erreicht Küstenabschnitt mit ringenden Frauen
Wird die Ölpest einfach weggesaugt? Bundesregierung schickt Guttenberg nach Florida

Montag, 19. Juli 2010

CDU führt Schnellrücktrittsformular für Spitzenpolitiker ein, um Zeit zu sparen

ssi; Dokument (zur Vergrößerung anklicken): Soll interne Prozesse beschleunigen: standardisiertes Rücktrittsformular.

Newsticker (82)

++++ Tierbordell aufgeflogen: Dackelzüchter gründeten Zwingerclub ++++
++++ Nicht gerade mit Rum bekleckert: Pirat trinkt zurückhaltend ++++
++++ Gesundheitsreform: Gynäkologen rechnen mit Abstrichen ++++
++++ Panik im Übergrößenladen: Dicke Frau sucht das Weite ++++
ano, bor, bho, ssi

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Sonntag, 18. Juli 2010

Das Wort zum Sonntag (80)

Kommentar:
Der Trend geht ja immer mehr zum Trend, während out sein langsam wieder out wird. Deshalb muss man auch froh sein, dass das Loch, aus dem viel zu Lange schädliche schwarze Soße quoll, jetzt endlich dicht ist. Doch selbst wenn Roland Koch politisch nicht mehr mitredet, gibt es immer noch junge Männer, die in seine Hufstapfen treten wollen. Jungunionist Conrad Clemens beispielsweise wollte Internetpornographie sperren lassen. Ob aus Sorge um die Jugend, oder wegen Schmerzen im Handgelenk, ist nicht überliefert. Fakt ist: Was dann noch vom World Wide Web übrig wäre, ginge wahrscheinlich locker auf eine 3,5''-Diskette.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 17. Juli 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (41)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Erinnert sich noch jemand daran, als der am Boden liegende Arjen Robben im Spiel gegen Brasilien von Felipe Melo (rote Karte) getreten wurde? Das war die Geburtsstunde eines sogenannten Internet-Mems, denn Robbens Kugelförmigkeit kurz nach dem Foul inspirierte Photoshopper auf der ganzen Welt. Eine kurze Erklärung und eine kleine Bildergalerie gibt es hier: Arjen Robben Ball. Fünf (!) Seiten mit weiteren lustigen Photoshop-Arbeiten gibt es hier: Photoshop Arjen Robben (Auswahl: Sonic, Luftballon, Maschine, Schnecke, Pool, Bauch), eine weitere Kurzfassung gibt's bei Lupe
2. Vorerst ist das Ölleck dicht. Trotzdem muss man sich diese alte BP-Anzeige noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: Jeder Tropfen Öl...
3. Alter Schwede! Vergangene Woche hat die Facebook-Seite des Postillons die 1000 geknackt. Fan #1000 hört auf den exotischen Namen Robert Weber und darf sich zur Belohnung 1000 Euro von seinem Sparkonto abheben und hemmungslos verprassen! Das nächste Ziel, eine Million, ist bereits anvisiert. Deshalb, liebe Facebook-User, empfehlt den Postillon weiter!
4. Es mag schon etwas (3 Jahre) älter sein, aber auf Wunsch von Leserin Jule gibt es zum Schluss noch den mittelalterlichen Helpdesk für das neue Medium "Buch" in feinstem Norwegisch mit englischen Untertiteln. Viel Spaß:


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Freitag, 16. Juli 2010

Deutsche Bahn baut ab sofort Tomaten in überhitzten ICE-Abteilen an

Saftige Tomaten und angenehmer Schatten: diesen beiden Senioren gefällt die neue Strategie.
Berlin (dpo) - Die Deutsche Bahn AG hat auf den Ausfall der Klimaanlagen in zahlreichen Fernzügen reagiert und heute angekündigt, in den überhitzten Abteilen künftig Tomaten anzubauen.
"Wir machen aus der Not eine Tugend und denken wirtschaftlich", erklärte Bahnchef Rüdiger Grube bei einer Pressekonferenz. "Das einzige, was in den letzten Jahren noch schneller gestiegen ist als die Bahnpreise, sind die Preise für Tomaten."
Auch für die Fahrgäste habe dieser Schritt ausschließlich Vorteile. Die Sträucher spenden lebenswichtigen Schatten, während Passagiere im Falle einer Dehydrierung durch einen beherzten Biss in eine Tomate vor dem völligen Kollaps bewahrt werden können.
ssi; Foto: Deutsche Bahn.

Die Deutsche Bahn im Postillon-Archiv:
Bahn räumt Zugvogelproblem ein
ICE ins Schleudern geraten
Bahnchef Mehdorn wirft hin: Darf er seinen Vornamen behalten?

Donnerstag, 15. Juli 2010

Lautes Knattern und bis zu 200 km/h: Schleck und Contador gedopt?

Zieht am Hauptfeld vorbei, obwohl er Stunden später startete: Contador
Valence, Marseilles (dpo) - Die Tour de France, seit zwei Wochen in vollem Gange, hat ihren ersten Skandal: Dem Luxemburger Andy Schleck und dem Spanier Alberto Contador wurde von mehreren Fahrern vorgeworfen, sie hätten gedopt.
Erreicht beim Zwischensprint 193 km/h: Schleck
"Ich hatte mich gerade bergauf an Alberto [Contador] herangekämpft und wollte ihn überholen, da ist er mir plötzlich mit über 100 Sachen davongefahren", erklärt Samuel Sanchez gegenüber dem Postillon. "Ich konnte nur noch an seinen Abgasen riechen. Mit Training allein kann man das nicht erklären. Hier wurde der Natur eindeutig nachgeholfen."
Auch andere Teilnehmern des wichtigsten Radrennens der Welt verdächtigen Schleck und Contador des Dopings. "Am Ende einer Etappe wirken die beiden überhaupt nicht erschöpft, was auf Epo hinweisen könnte", berichtet etwa ein dänischer Fahrer, der anonym bleiben will. Andere wiederum wollen bei Sprints von Schleck oder Contador ein lautes Knattern bemerkt haben.
Marc Buffet, Chefkontrolleur der WADA, winkt jedoch ab: "Wir haben die beiden mehrfach getestet und konnten keine verbotenen Substanzen in ihrem Blut nachweisen. Die beiden sind absolut sauber, es sei denn, sie verwenden Hilfsmittel, die wir heute noch nicht nachweisen können."
Die beiden Beschuldigten wollten sich zu den Vorwürfen nicht äußern, ließen jedoch durch ihre Sponsoren Suzuki und BMW ausrichten, sie hätten ein absolut reines Gewissen.
ssi; Foto oben: Nicolas Ridoin (CC BY-SA 2.5), Ritchyblack (CC BY-SA 3.0),  Foto rechts: Wladyslav Sojka, CC-BY-SA-2.0-DE

Alles zum Thema Sport im Postillon-Archiv:
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Newsticker (81)

++++ Vorhersehbar: Wahrsager gibt sich die Glaskugel ++++
++++ Unfair: Spielehersteller Parker hat Monopoly-Monopol ++++
++++ Paranoid: Kissenschlachtveteran schläft immer mit Waffe ++++
++++ Unauffällig: Doppelter Transvestit trägt gerne Männerklamotten ++++
++++ Stellenangebot: Newstickerredaktion sucht erfahrenen Schenkelklopfer ++++
ssi

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Mittwoch, 14. Juli 2010

Stalking: Bundespräsident Wulff muss sich künftig von Nationalmannschaft fernhalten

Stand immer wieder plötzlich zwischen den Spielern: Stalker Christian Wulff.
Berlin (dpo) - Bundespräsident Christian Wulff (CDU) muss sich in Zukunft mindestens 500 Meter von allen Mitgliedern der deutschen Nationalmannschaft fernhalten und darf in der Öffentlichkeit nicht mehr über sie reden. Das entschied das Berliner Landgericht, nachdem Spieler und Trainer gemeinsam Anzeige wegen Stalkings erstatteten.
"Erst dachten wir uns nichts dabei, als der Herr Präsident extra nach Südafrika reiste, um uns beim Spiel um Platz 3 anzufeuern", so Mannschaftskapitän Philipp Lahm. "Wir fühlten uns geehrt, auch wenn wir der Meinung waren, dass er sich schon ein wenig anbiederte (siehe Pressemitteilung)."
Danach begann Wulff jedoch der jungen Mannschaft und ihrem Trainer mehr und mehr nachzustellen. "Keiner weiß, wer ihn auf die DFB-Abschlusspressekonferenz am nächsten Tag eingeladen hat", bestätigt Jogi Löw gegenüber dem Postillon. "Plötzlich saß er neben uns und scherzte und schäkerte, als würden wir uns schon ewig kennen."
Richtig gruselig sei es dann geworden, als Wulff mit irrem Lächeln ankündigte, er wolle Joachim Löw das Bundesverdienstkreuz und der Nationalmannschaft das silberne Lorbeerblatt verleihen. "Ich meine, warum?", fragt sich Philipp Lahm. "Wir haben nur unseren Job gemacht und sollen dafür die höchste Ehrung des Landes erhalten? Dann hätte sie auch jeder Müllmann Deutschlands verdient."
Nach der Rückkehr des deutschen Teams aus Südafrika ging der Terror weiter. Bundestrainer Löw zählt auf: "Er verglich Angela Merkel mit mir, sprach in zwei Interviews mit der Welt nur von uns ("Ich bin begeistert von Bundestrainer Jogi Löw") und äußerte sich auch sonst, wo er konnte, nur über mich und die Jungs. Wir hielten das einfach nicht mehr aus - daher die Klage."
"Prominenten-Stalker wie Christian Wulff werden vom Ruhm ihrer Opfer magisch angezogen", erklärt Postillon-Hauspsychologe Dr. Bert Lorenz. "Aufgrund seiner eigenen Profillosigkeit hängt er sich an erfolgreiche Menschen und verfolgt sie auf Schritt und Tritt."
Die deutsche Nationalelf und ihr Trainerstab sind nicht die ersten, die erfolgreich eine einstweilige Verfügung gegen Christian Wulff erwirken konnten. Auch Lena Meyer-Landrut setzte sich vor Gericht durch: Nach ihrem Sieg beim Grand Prix in Oslo soll der damalige Ministerpräsident Niedersachsens der jungen Sängerin zunächst am Flughafen aufgelauert haben und anschließend mehrere Nächte in schwarzen Damenstrümpfen um ihr Elternhaus geschlichen sein.
ssi; Foto rechts: Verfolgte Löw bis auf die Pressekonferenz: Stalker Wulff; Foto links: Vor ein paar Wochen: Stalker Wulff lauerte Lena am Hannoveraner Flughafen auf.

Pressespiegel - Wulff und die Nationalmannschaft:
Wulff reist zum WM-Spiel gegen Uruguay, DW-World
Bundespräsident Christian Wulff unterstützt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Spiel um Platz 3, Bundespräsident.de
Bundespräsident Wulff bei der WM und was ihn mit Lena verbindet, YouTube (+ Lena-Meyer-Landrut-Vergleich ab 0:30)
Löw bei Pressekonferenz, sueddeutsche
Löw erhält Bundesverdienstkreuz, tagesschau
WAZ: Gabriel nennt Wulffs Vergleich Löw-Merkel eine "hübsche Idee", WAZ
Bundespräsident Wulff: "Deutschland ist Löw dankbar", Welt
Das Kreuz mit dem Kreuz, Cicero

Dienstag, 13. Juli 2010

Abgetrennter Briefkopf in Mülltonne gefunden

Hersching (dpo) - Schock im oberbayrischen Hersching! Dort haben zwei Müllmänner beim Entleeren einer Altpapiertonne einen abgetrennten Briefkopf gefunden und den Behörden gemeldet.
"Es war furchtbar", erinnert sich Benno Tanner, einer der beiden Finder. "Zwischen ganz normalen Papieren lag da dieser gewaltsam vom Rest des Schreibens abgetrennte Briefkopf. An einer Stelle hingen einzelne Papierfasern heraus. Mir wurde sofort schlecht."
Die Polizei lässt mittlerweile die Umgebung absuchen. Es könnte sein, dass in der näheren Umgebung der Rest des Briefes auftaucht - womöglich grausam zerstückelt.
Auf jeden Fall habe man es hier nicht mit Profis zu tun, so ein Polizeisprecher, als Tatwaffe komme nämlich nur eine rostige Papierschneidemaschine in Frage. Anhaltspunkte in Richtung eines Täters gebe es hingegen noch keine. Man könne schließlich nicht erwarten, dass er seine Adresse auf dem Opfer hinterlasse.
ssi; Foto oben (Rob Irgendwer): Schrecklich! Hier wurde der abgetrennte Briefkopf entdeckt; Foto rechts: Briefkopf (aus Datenschutzgründen anonymisiert).

Kriminalfälle im Postillon-Archiv:
Polizei nimmt Serienmörder fest
Mord in der Gerichtsmedizin: Obduktion ergab, dass Opfer aufgeschlitzt wurde
Serienmäusemörder wieder auf freiem Fuß
Dreister Einbrecher gesucht
Schwein wie ein Schwein abgeschlachtet
Perverser Spanner von noch perverserem Spanner beobachtet
Kühlschrank geplündert
Jackpot geknackt

Montag, 12. Juli 2010

Bitter! WM-Aus für Spanien

Johannesburg (dpo) - Herbe Enttäuschung für Villa, Iniesta & Co.! Trotz eines 1:0-Sieges nach Verlängerung gegen die Niederlande war die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika für Spanien am Sonntag zu Ende.
"Wir können alle nicht begreifen, warum wir nicht mehr dabei sind", erklärte Spaniens Teamchef Vicente del Bosque gegenüber dem Postillon. "Wir haben doch so gut gespielt."
Die frustrierte Mannschaft ist noch in der Nacht von Sonntag auf Montag in Richtung Heimat abgereist.
ssi; Foto links (Steindy): Versteht die Welt nicht mehr: Spaniens Teamchef Vicente del Bosque nach dem Aus seiner Mannschaft; Foto rechts: Machen gute Miene zum bösen Spiel: mit seltsamer Skulptur abgespeiste Spanier.

Die WM 2010 im Postillon-Archiv:
Kleiner Timmy schuld an Halbfinalniederlage gegen Spanien
Johannesburger WM-Rasen von weinenden Italienern ruiniert
Englische Nationalmannschaft besucht Waisenhaus
Nordkorea feiert ruhmreichen 1:0-Sieg über Brasilien
Mann kann Vuvuzelas nicht mehr hören
"Die FIFA hat mein Leben zerstört!": Goleo VI und Pille im Interview

Newsticker (80)

++++ Rum statt Ähre: Piraten feiern Enterdankfest ++++
++++ Gutes Timing: Schlaganfall im Boxring ++++
++++ Geil auf Menstruation: Vampirlesbe hat Blut geleckt ++++
++++ Attentat: Hund jagt Vogelschwarm in die Luft ++++
ssi; jsi (#2)

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Sonntag, 11. Juli 2010

Das Wort zum Sonntag (79)

Kommentar:
Die WM hat eindeutig bewiesen, dass Kraken mehr über die Zukunft wissen, als Politiker, Wirtschaftsbosse oder Menschen aus der Zukunft, die sich nicht für ihre Gegenwart interessieren. Orakel kommt ja bekanntlich von Tentakel. Sollten wir das Regieren also künftig Tierorakeln überlassen? Nein! Denn Schwarz-Gelb hat mit einem neuen Stipendienprogramm eindeutig Handlungsfähigkeit bewiesen. Endlich werden leistungsstarke Studenten nicht mehr nur nach dem Abschluss ihres Studiums mit unglaublich gut bezahlten Jobs dafür belohnt, dass sie reiche Eltern haben. Sie bekommen jetzt auch während des Studiums zusätzlich zu ihrem üppigen Taschengeld 300 Euro monatlich auf die Hand. Wenn das nicht gerecht ist, was dann?
ssi; Cartoon: bob schroeder

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 10. Juli 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (40)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Ihnen läuft der Schweiß aus Augen, Ohren, Mund und Nase? Dann nutzen Sie doch den praktischen Titanic-Bildschirmventilator
2. Gary Larson ist einer der großartigsten Cartoonisten aller Zeiten und "The Far Side" sicherlich vielen ein Begriff. Für die Jüngeren, die noch nicht über ihn gestolpert sind, gibt es hier ein paar Kostproben: Running Dog, Practical Joke, Talking Dogs, Piranha, Tofu, Clearity, Early Checkers
3. Wie Humor hingegen nicht geht, kann man bei überschaubare Relevanz anhand eines Beispiels aus dem Air-Berlin-Bordmagazin nachlesen (Wow!): Und Sie verdienen damit Ihren Lebensunterhalt, ja? (ein ähnlich gutes Beispiel gibt's beim Wortvogel)
4. Zum Abschied noch ein kleines Video, das ganz klar zeigt, dass das Wetter auch nicht besser wird, wenn man es rapt - vor allem nicht, wenn das Ganze im erzkonservativen US-Sender Fox geschieht:


Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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Freitag, 9. Juli 2010

Im Test: "Real Life" - das realistischste Spiel aller Zeiten

Leipzig (dpo) - Die Games von heute werden immer realistischer! Der neuste Renner ist Real Life, ein Massively Multiplayer Reality Role-Playing Game (MMRRPG) aus dem Hause Universum. Bei diesem Spiel geht es darum, ähnlich wie bei Second Life, einen Menschen (sich selbst) zu steuern und soziale Kontakte zu knüpfen. Doch auch Aufgaben, ähnlich der Quests bei World of Warcraft, müssen gelöst werden, um im Rang aufzusteigen.
Der Postillon hat das extrem realistische Spiel, das in Deutschland als Echtes Leben erscheinen soll, gemeinsam mit Computer Postillon* ausführlich unter die Lupe genommen und erklärt, warum es bei Computer- und Videospielfanatikern vermutlich trotz zahlreicher Features scheitern wird:


1. Installation: Die Installation ist kinderleicht. Mann muss nur den Rechner herunterfahren und es kann sofort losgehen. Systemvoraussetzungen: Keine!

2. Grafik und Soundeffekte: Optisch und akustisch ist Real Life ein Meilenstein. Die satten, völlig ruckelfreien 3D-Grafiken ohne 3D-Brille und der unglaublich klare Stereosound sind ein echter Leckerbissen. Dazu kommen volle Geruchs- und Geschmacksunterstützung sowie ein Tastsinn. Beta-Tester Michael Drüse: "Alles wirkt so echt. Als wäre man wirklich in dieser Welt."
Screenshot aus Real Life (Noodle Snacks, CC BY-SA 1.0): Selbst Fliegen, kleine lästige Gegner, sind bis ins kleinste Detail durchdesignt, einzelne Pixel lassen sich nicht erkennen.

3. Steuerung: Die Steuerung erfolgt ganz intuitiv. Allerdings nicht via Controller, Tastatur oder Joystick, sondern mit dem ganzen Körper. Will man gehen, so setzt man einen Fuß vor den anderen und verlagert sein Gewicht vorsichtig nach vorne. Allerdings klagten viele Beta-Tester - darunter auch langjährige WoW-Profis -, dass sich ihr Charakter äußerst plump und unbeholfen bewegt. Angeblich lässt sich dieses Manko jedoch mit viel Übung beheben.
Screenshot (Guerraaa): Real-Life-Character beim sogenannten "Gehen".

4. Spielwelt: Real Life ist beinahe grenzenlos. Die Spielwelt ist um ein Vielfaches größer als etwa bei Warhammer Online, wenngleich es nur in Ausnahmefällen möglich ist, den Planeten zu verlassen. Nahezu alles ist frei begehbar (Ausnahmen: militärisches Sperrgebiet, Edeldiskos, dünnes Eis im Winter), die Spielfigur kann mit allen Gegenständen und Personen interagieren. Es gibt verschiedene Rassen, Klassen und Religionen, allerdings kann man sich erstere nicht, die beiden anderen nur bedingt selbst aussuchen. Sie werden vom Spiel durch einen Zufallsgenerator zugeteilt.
Screenshot: Die Spielwelt "Erde".

5. Action: Actionszenen sind in Echtes Leben rasant und heftig. Das Risiko - man stirbt verdammt schnell, hat nur ein Leben und keine Continue - ist allerdings so groß, dass man Actionszenen lieber meiden sollte. Erschwerend hinzu kommt, dass man nicht speichern kann und somit alle Konsequenzen für das eigene Handeln tragen muss.
Screenshot (Torjussen, CC BY 2.0): Fies: Mit nur einem Leben ist sogar ein mittelschwerer Gegner wie dieser Skinhead schwer zu besiegen.

6. Sexszenen: In Echtes Leben kann man unglaublich guten Sex haben - wohlgemerkt kann. Sämtliche Beta-Tester beklagten sich, dass es verglichen mit Second Life bereits unglaublich schwierig sei, hässliche Exemplare des bevorzugten Geschlechts ins Bett zu bekommen. Kritikpunkt Jugendschutz: Auch Jugendliche können Sexszenen spielen, wenn Eltern nicht aufpassen.
Screenshot (Luke Ford): Ganz ohne geht's anscheinend doch nicht: In Sexszenen kommen oft "Joystick" und "Maus" zum Einsatz.

7. Quests: Es gibt unendlich viele Quests, die man bewältigen muss um aufzusteigen: Schule, Universität/Lehre, Arbeit, gesellschaftliche Verpflichtungen etc. Die meisten davon sind allerdings stinklangweilig. Was wirklich Spaß macht, kostet viel Zeit und Geld (siehe 9. Kostenpunkt). Fehler werden hart bestraft und einzelne Levels können nicht wiederholt werden.
Screenshot (Michelangelo-36): Hier graben Real-Life-Charaktere ein Loch, erhalten dafür aber viel zu wenig Erfahrungspunkte oder Gold.

8. Realismus: Echtes Leben ist extrem realistisch. Allerdings klagen viele Beta-Tester, dass man auf Toilettengänge, echte Schmerzen oder Genitalpilz getrost hätte verzichten können. Dass wiederum Magie und Zaubersprüche überhaupt nicht vorgesehen sind, wird als Mangel an Fantasie seitens der Entwickler gewertet.

9. Kostenpunkt: Wie so oft ist das Spiel an sich gratis. Aber Vorsicht! Sämtliche Add-Ons wie Essen, Haus, Auto, Familie oder Drogen kosten Unsummen und rauben auf Dauer viel Spielspaß (siehe 10. Fazit). Nur Cheater (z.B. Kinder reicher Eltern, Trickbetrüger, skrupellose Menschen) kommen voll auf ihre Kosten.
Screenshot (Robert Kalina): Davon hat man nie genug: Spielwährung von Real Life.

10. Fazit: Alles in allem lässt der Spielspaß sehr zu wünschen übrig. Zwar braucht man durchschnittlich über 78 Jahre (Afrikaner schaffen es deutlich schneller), um Echtes Leben durchzuspielen, aber der knackige Schwierigkeitsgrad, der übertriebene Realismus und der hohe Preis sind gute Gründe, warum Fans von World of Warcraft, Der Herr der Ringe Online und anderen Rollenspielen Real Life wohl links liegen lassen werden. Postillon-Spielbewertung: 5,0 (mangelhaft)

*Neben Computer Postillon Spiele auflagenstärkste deutsche Computerzeitschrift
ssi

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