Newsticker

Donnerstag, 31. März 2011

Der Postillon boykottiert den 1. April

Der Postillon bleibt zeitungsentenfrei!
Hamburg (dpo) - Wie in jedem Jahr seit 1846 boykottiert Deutschlands ehrlichste Tageszeitung, der Postillon, den 1. April. Aus diesem Anlass wird es an diesem Tag keine Online-Nachrichten geben. Auch der Print-Postillon wird am Freitag nicht an die über 82.283.000 Abonnenten allein in Deutschland ausgeliefert.
Der überaus medienscheue Chefredakteur des Postillons, Stefan Sichermann, erklärte, er wolle damit ein Zeichen gegen den institutionalisierten Klamauk des 1. Aprils setzen: "Wer Menschen durch gezielte Falschmeldungen auf den Arm nimmt, erschüttert damit das Vertrauen in eine unabhängige Presse", erläuterte der smarte Medienmogul. "Aber wir machen da nicht mit! Postillon-Leser wollen keine Lügengeschichten, sondern ehrliche, unabhängige und schnelle Nachrichten - und das schon seit 1845."
ssi; Foto: Diliff, CC BY-SA 3.0

Unabhängiger Sat.1-Journalist recherchiert Leckerheit von Krombacher Alkoholfrei

Unabhängig, kritisch, integer: Ulrich Meyer
Kreuztal (dpo) - Der aus dem beliebten Sat.1-Format Akte 20.11 bekannte Journalist Ulrich Meyer hat seinem Berufsstand alle Ehre gemacht. Völlig ohne fremde Hilfe gelang es ihm, die Leckerheit und Frische von Krombacher Alkoholfrei zu recherchieren. Zur Zeit läuft seine bahnbrechende Kurzreportage auf allen Fernsehsendern während der Werbepausen (zum Ansehen hier klicken).
"Als Journalist suche ich immer nach neuen Geschichten", erklärt Meyer, für den journalistischer Ethos immer an erster Stelle steht, in seiner Reportage und beschreibt seinen hohen Rechercheaufwand: "Nach der richtigen Erfrischung habe ich auch lange gesucht."
Dabei stellte Meyer alles auf den Prüfstand: "Wasser, Limonade – alles nicht so mein Ding", so der unbestechliche und neutrale Berichterstatter.
Kerner bei der Recherche zu Gutfried
Begeistert schließt Meyer: "Meine Entdeckung: Krombacher Pils Alkoholfrei. Natürlich frisch. Einfach lecker. Und für die Akte: Isotonisch isses auch."
Ulrich Meyers Erkenntnis, dass Krombacher Alkoholfrei "einfach lecker" ist, gilt als die größte Enthüllung, seitdem der Journalist Johannes B. Kerner in jahrelanger Arbeit herausgefunden hat, dass Wurst von Gutfried gut für ihn ist.
ssi; Foto: Horizont.net

Mehr neutrale Produktberichterstattung im Postillon-Archiv:
Kind "schreit vor Glück", weil es für Zalando Schuhe anfertigen darf
Bierskandal: "Jever Fun" enthält keinen Alkohol
Hinter schwedischen Gardinchen

Newsticker (155)

++++ Wollen mehr Geld: Prostituierte gehen für ihre Sache auf die Straße ++++
++++ Von Mutter vernachlässigt: Schraube hat nichts mehr zum Anziehen ++++
++++ Berufskrankheit: Lkw-Fahrer leidet an Autobahnkreuz ++++
++++ Großzügige Skandinavier: Betuchte Lappen lassen sich nicht lumpen ++++
ssi, tbe (#2), tim (#3)

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Mittwoch, 30. März 2011

Tankstellen müssen Sortenkennzeichnungen abkleben, damit mehr E10 getankt wird

Hinter jedem Zapfhahn eine Überraschung
Berlin (dpo) - Ist das der Durchbruch für den in Verruf geratenen Kraftstoff E10? Laut einer gemeinsamen Anweisung des Verkehrs- und des Umweltministeriums sind alle Tankstellenpächter ab sofort verpflichtet, sämtliche Sortenbeschreibungen an ihren Zapfsäulen abzukleben oder durch eine Einheitsbezeichnung zu ersetzen.
"Auf diese Weise erreichen wir spielerisch die für den Verkauf von E10 angestrebten Mengen", bestätigte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber dem Postillon. "Je nachdem, wieviel E10 ausgegeben werden soll, lässt sich die Anzahl der E10-Zapfpistolen pro Säule, erhöhen oder senken. Aus den übrigen fließen dann begehrtere Sorten wie Super Plus oder Diesel."
Nervenkitzel ist dabei garantiert, denn was der Kunde letztendlich getankt hat, erfährt er erst an der Kasse.
Um dem Risiko vorzubeugen, dass Kraftfahrzeughalter etwa durch Versuch und Irrtum herausfinden, welcher Zapfhahn welchen Kraftstoff ausgibt, werden Tankstellenbesitzer außerdem dazu angehalten, alle paar Tage die Position der Sorten zu tauschen.
ssi

E10 und Tanken im Postillon-Archiv:
E10-Bestände sollen für zukünftige Generationen unter die Erde gepumpt werden
Hohe Benzinpreise: Wie spare ich trotzdem?
Weltweit 22.400 weitere BP-Öllecks entdeckt

Dienstag, 29. März 2011

Frankreich, England und USA wegen fehlender deutscher Unterstützung von Gaddafis Truppen überrollt

Schluss mit Liberté, Egalité, Fraternité: Libysche Panzer vor dem Eiffelturm
London, Paris, Washington (dpo) - Grausame Wende im Kampf um Libyen: Revolutionsführer Gaddafi, der sich inzwischen auch "Le Prime-President" nennen lässt, hat seine Drohungen wahr gemacht und im Zuge einer spektakulären Gegenoffensive weite Teile Frankreichs, Englands und der USA eingenommen. Offensichtlich hatten die führenden NATO-Staaten ohne deutsche Unterstützung keine Chance gegen die libyschen Truppen.
"Als erstes hat Frankreich am späten Montagabend kapituliert, nachdem libysche Panzerverbände in Südfrankreich gelandet sind", erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. "Sarkozy ist seitdem im Exil auf Korsika. Wer jetzt noch sagt, die deutsche Zurückhaltung wäre nicht so schlimm, der verkennt die Lage."
Brennt: Big Ben in London
Doch während internationale Militärexperten schon im Vorfeld mit einer französischen Kapitulation gerechnet haben, stellte die Eroberung Londons durch libysche Truppen und afrikanische Söldner eine faustdicke Überraschung dar.
"Premierminister David Cameron wurde auf dem Trafalgar Square hingerichtet, die Königsfamilie wurde als Geisel genommen", so der britische Botschafter Simon McDonald in Berlin. "Und das alles, weil Deutschland die internationalen Truppen im Stich gelassen hat." Augenzeugen zufolge soll McDonald anschließend gerufen haben: "Curse you, Westerwelle!"
Bereits von Gaddafi eingenommen: Rote Gebiete
Heute mittag dann die nächste Hiobsbotschaft: Offensichtlich ist inzwischen auch die gesamte Ostküste der USA unter libyscher Kontrolle. Vize-Präsident Joe Biden, der nach der Gefangennahme Obamas nach Chicago fliehen konnte, flehte Deutschland und insbesondere Außenminister Westerwelle an, seine neutrale Position aufzugeben und endlich einzugreifen.
Joschka Fischer, der seinen Amtsnachfolger Westerwelle bereits vor einer Woche wegen seines "Kneifens" in der Libyen-Frage heftig attackiert hatte, erneuerte angesichts von Gaddafis Vormarsch seine Kritik. Er sagte: "Deshalb haben Schröder und ich uns damals für den äußerst erfolgreichen Afghanistan-Einsatz entschlossen. Hätten wir auch gekniffen, dann stünden die Taliban heute vor dem Brandenburger Tor."
ssi; Foto rechts: ulybug, CC BY 2.0

Libyen im Postillon-Archiv:
Bundesregierung appelliert an deutsche Waffen, nicht auf libysche Zivilisten zu schießen
Versorgungsschiff mit Operngläsern und Popcorn erreicht Truppen vor Küste Libyens
Libysches Handelsembargo stürzt Schweiz ins Chaos

Newsticker (154)

++++ Hätte schlimmer kommen können: Optimist in halbvoller Badewanne ertrunken ++++
++++ Kannste vergessen: Haustürschlüssel ++++
++++ Proteste gegen Nazi-Aufmarsch: Vater verbietet Tochter Hitler-Tattoo ++++
++++ "Bis dass der Tod euch penist": Schwule Paare drängen auf Änderung der Hochzeitsformel ++++
tbe (#1, 4), bla, hso

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Montag, 28. März 2011

Pannenministerpräsident Mappus wird nach nur 14 Monaten Laufzeit abgeschaltet

Zu unsicher, zu gefährlich: Mappus
Stuttgart (dpo) - Baden-Württembergs Wähler haben sich entschlossen, den Pannenministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) aus Sicherheitsgründen für immer abzuschalten – und das nach einer Laufzeit von nur 14 Monaten.
"Das Restrisiko war der Mehrheit einfach zu groß", so Prof. Geiwasser vom Meinungsforschungsinstitut Opinion Control. "Immerhin wäre Mappus schon im vergangenen Jahr bei den Auseinandersetzungen um Stuttgart 21 beinahe explodiert." Schlimmer noch: Durch das unkontrollierte Austreten Hunderter verstrahlter Polizisten wurden damals zahlreiche Demonstranten verletzt.
Auch in der Folge wuchs die Sorge über die Störanfälligkeit von Mappus. Selbst oberflächliche Nachrüstungen, was Mappus' Einstellung zur Atompolitik angeht, konnten nicht verschleiern, dass er derselben störungsanfälligen Baureihe angehört wie diejenigen japanischen Politiker, die Kernenergie für sicher gehalten hatten.
Obwohl die CDU dafür gekämpft hat, dass Mappus trotz zahlreicher Störfälle noch mindestens fünf Jahre weiterlaufen kann, wird er nun bis zum 30. April kontrolliert heruntergefahren und durch einen erneuerbaren Ministerpräsidenten ersetzt.
ssi; Foto: Jacques Grießmayer, CC BY 3.0

Mappus im Postillon-Archiv:
Grüne Umweltpartei CDU verspricht, Verantwortliche für Laufzeitverlängerung zur Rechenschaft zu ziehen
Pro und Contra: Der Postillon erklärt Stuttgart 21
Mappus: Oberst Klein soll Konflikt um Stuttgart 21 lösen

Sonntag, 27. März 2011

Das Wort zum Sonntag (115)

Es kommentiert Peter Hohne (ZDF-Moderator und Christ)*:
Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Diese und ähnliche Fragen stellt sich jeder, der heute in aller Herrgottsfrüh schwer verkatert** aus dem Bett gekrochen ist, nur um dann festzustellen, dass es schon fast vier Uhr nachmittag ist und die Postillon-Redaktion schon seit Stunden auf meinen Kommentar wartet.
Als frommer Kirchgänger frage ich mich ohnehin, ob es dem Menschen zusteht, einfach in die Schöpfung einzugreifen und die Zeit - ausgerechnet am Tage des Herrn - nach Belieben vor und zurück zu schieben. Dabei steht doch sicherlich schon in der Bibel irgendetwas, das besagt, dass das nicht geht – und wenn nicht, dann lässt sich sicher etwas finden, das sich so auslegen lässt.
Ich werde deshalb der Zeitumstellung mit zivilem Ungehorsam begegnen und alle meine Uhren auf Winterzeit gestellt lassen. Ich werde künftig den Zug um 9:57 Uhr Sommerzeit um 9:57 Uhr Winterzeit nehmen und die Tagesschau werde ich erst dann schauen, wenn es für die Zeitumstellungsfetischisten schon 21:00 Uhr ist. Dann werden wir sehen, wer zuletzt lacht.
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
** Anm. d. Red.: An die Zeit zwischen 2 Uhr und 3 Uhr nachts kann sich Hohne überhaupt nicht erinnern.
ssi; Cartoon: Claude Müller Salafia

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 26. März 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (74)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Die Metropolregion Nürnberg, Heimat von Flocke, hat es ja schon immer gewusst: Knut war gestern.
2. Im Wurstblog geht's - wie der Name schon sagt - um die Wurst. Schöne Beispiele sind Fanschminke, Wurst. Hervorragend auch zu Spargel, Chatbullete und Neues aus Hollywurst. Besonders empfehlenswert und passend zur anstehenden Sommerzeit: Like Fleisch in the sunshine
3. Zwölf Dinge, die aussehen wie Darth Vader gibt's bei walyou.com: 12 Things that look like Darth Vader
4. Karma:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige,  komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per  E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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Freitag, 25. März 2011

War das der letzte Winter? Endgültige Umstellung auf Sommerzeit geplant

Berlin (dpo) - Können wir bald das ganze Jahr so milde Temperaturen genießen, wie wir sie von Ende März bis Ende Oktober gewohnt sind? Eine parteiübergreifende Initiative aus Abgeordneten des Regierungslagers und der Opposition möchte genau dies durch ein neues Gesetz erreichen, demzufolge Deutschland nach der planmäßigen Zeitumstellung am Sonntag für immer in der Sommerzeit verbleiben soll.

Donnerstag, 24. März 2011

Sat.1 beginnt Dreharbeiten für Erdbeben-Event-Zweiteiler "9,0 - Ein Land ist erschüttert"

Als Laienschauspieler einbezogen: Bewohner vor Ort
München (dpo) - Angespornt durch den großen Erfolg von "Marco W. - 247 Tage im türkischen Knast" hat der TV-Sender Sat.1 nun mit den Dreharbeiten für den neuen Special-Effects-Event-Blockbuster-Film-Film "9,0 - Ein Land ist erschüttert" begonnen, in dem das japanische Erdbeben von 2011 und seine verheerenden Folgen aufgegriffen und mit einer spannenden Liebesgeschichte verbunden werden.
"Wir wollen die Tragödie in Japan so schnell wie möglich zu einem Format verarbeiten, das auch Sat.1-Zuschauer verstehen", begründete ein Sprecher des Senders heute das ambitionierte Projekt. "Außerdem wollen wir die Kulissen vor Ort und die traumatisierten Menschen noch nutzen, bevor die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind."
Zur Japanerin geschminkt: Ferres
Ersten Angaben zufolge spielt Veronika Ferres die Japanerin Kasumi Oishi, die nach dem Tsunami ihren Sohn Masao (Bernhard Hoëcker) in den Trümmern der Küstenstadt Sendai sucht und dabei mehrfach in Großaufnahmen schluchzend zusammenbricht.
Im zweiten Teil, dessen Arbeitstitel derzeit "Fukushima 50 - Helden des Atoms" lautet, versucht sich Kasumi zu ihrem Mann (Ralf Bauer) durchzukämpfen, der mit 49 Kollegen im schwer beschädigten Kernkraftwerk Fukushima gegen den Super-GAU kämpft.
"Das Ende ist zwangsläufig noch offen", so der Sat.1-Sprecher weiter. "Aber zum einen haben wir bei Marco W. auch nicht gewartet, bis das Gerichtsverfahren in der Türkei endgültig abgeschlossen war, und zum anderen können wir so noch während der Dreharbeiten auf die neusten Entwicklungen reagieren."
Auch die nächsten großen Sat.1-Filmprojekte sind schon in Planung. Spätestens in einem Monat sollen die Dreharbeiten für "Muammar - Ein Diktator dreht durch" mit Til Schweiger als Gaddafi und "Das Moratorium - Eine Kanzlerin prüft nach" mit Bruno Ganz als Angela Merkel beginnen.
ssi, Foto links: Alexander Hauk, Inspiriert von: Silke Burmester

Weitere Nachrichten zum Thema Fernsehen:
Phoenix spielt künstliche Lacher bei Bundestagsdebatten ein
Herzattacke: 9-Live-Moderator erreicht Notrufzentrale nicht
Tine Wittlers schwerster Fall: "Einsatz in 4 Wänden" renoviert Altes Museum in Berlin
Trigema-Affe Coco Straboni wechselt zu ProSieben Newstime
RTL II kauft Rechte für chilenische Minenunglücksshow
KI.KA-Praktikanten verstehen Aufregung um gegessenes Brot nicht

Newsticker (153)

++++ Kann man sich aus dem Kopf schlagen: Teure Kontaktlinsen ++++
++++ Zum Kuckuck: Zaunkönigweibchen geht fremd ++++
++++ Geht leichter: Steuerberater empfiehlt Servolenkung ++++
++++ Krebserregend: Kräftige Scheren, knackige Schale, sexy Seitwärtsgang ++++
ssi, tim (#3), hab (#4)

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Mittwoch, 23. März 2011

Chirurgen entfernen bösartiges iPhone 5 aus Teenager-Hand

Düsseldorf (dpo) - Aufatmen im Marien-Hospital Düsseldorf: Dort ist es einem Team aus internationalen Top-Chirurgen erstmals gelungen, im Zuge eines komplizierten Eingriffs ein bösartiges iPhone 5 aus der Hand eines Jugendlichen zu entfernen. Für den jungen Mann endet damit eine mehrjährige Leidensgeschichte.

Dienstag, 22. März 2011

Zentralrat der Kinder bezweifelt, dass Eisbär Knut wieder zurück am Nordpol ist

Skeptisch: Meier
Berlin (dpo) - Der Zentralrat der Kinder hat heute in einer Pressekonferenz ernsthafte Zweifel daran geäußert, dass Eisbär Knut, der frühere Star des Berliner Zoos, für immer nach Hause an den Nordpol gereist ist, wo er im Augenblick glücklich mit befreundeten Eisbären und Pinguinen spielt.
"Es gibt mehrere Anhaltspunkte, dass an dieser Geschichte etwas faul ist", sagte Emma Meier (11), die Sprecherin des Dachverbandes aller Kinderverbände. "Die Abreise von Knut wirkt verdächtig überstürzt. Außerdem widersprechen sich die Aussagen der Erwachsenen an mehreren Punkten."
Unter anderem zweifele man an der Behauptung zahlreicher Eltern, Knut würde am Norpol mit Pinguinen spielen. "Dass die am Südpol leben, lernt man bereits in der 2. Klasse", so Meier.
Kurz vor seinem Verschwinden: Knut taucht lange
Auch wisse der Zentralrat der Kinder nicht, wie Knut überhaupt an den Nordpol gelangt ist. "Manche Erwachsenen behaupten, er wäre von seiner Eisbärmami abgeholt worden, andere sagen, er hätte lange für ein Flugticket gespart und wieder andere meinen, Knut sei mit dem Fahrrad gefahren", so Meier weiter. "Was wir brauchen, sind Fakten."
Ebenfalls verdächtig erscheinen den Kindern Deutschlands zudem Zeugenaussagen jener Kinder, die Knut am Samstag als letzte gesehen haben. Ihnenzufolge habe Knut kurz vor seiner Abreise in Richtung Nordpol einen neuen Tauchrekord aufgestellt. Warum, weiß keiner.
Um der Sache endgültig auf den Grund zu gehen, hat der Zentralrat der Kinder nach eigenen Angaben einen Brief an den Weihnachtsmann geschrieben und ihn aufgefordert, Knuts Aufenthalt am Nordpol ein für allemal zu bestätigen oder zu widerlegen.
ssi; Foto rechts: Daniel Åhs Karlsson, CC 3.0

Weitere Tiernachrichten aus dem Postillon-Archiv:
Auf Schildkröten gesprungen: Italienischer Klempner wegen Tierquälerei verhaftet
Hühner fordern Keulung von 65 Millionen Industrieeieressern, um weitere Dioxin-Skandale zu vermeiden
Islamisches Gutachten weitet Burkapflicht auf weibliche Tiere aus
Trigema-Affe Coco Straboni wechselt zu ProSieben Newstime

Newsticker (152)

++++ Kommt nicht in die Tüte: Kiffer verzichtet auf Tabak ++++
++++ Hat genug von Stromschlägen: Briefträger weigert sich, E-Mails zuzustellen +++
++++ Zoobesucher nerven: Giraffe hat sooo einen Hals ++++
++++ Passionsfurcht: Mann hat Angst vor Ostern ++++
ssi, ano, tim, bla

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Montag, 21. März 2011

Ist das das Ende? Wissenschaftler befürchten baldigen Sonnenuntergang

Lindau (dpo) - Sind wir jetzt zu ewiger Finsternis verdammt? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Lindau wollen Anzeichen dafür entdeckt haben, dass noch heute die Sonne, der Quell allen Lebens, untergehen könnte. Kälte, Dunkelheit, Müdigkeit sind nur einige der möglichen Folgen einer solchen Veränderung von kosmischer Tragweite.

Sonntag, 20. März 2011

Das Wort zum Sonntag (114)

Es kommentiert Mark Sanders (Waffenexporteur, Waffenlobbyist)*:
Meine Damen und Herren, es flutscht, wie man so schön sagt. Deutschland konnte zwischen 2006 und 2010 den Umsatz aus Waffenexporten um sagenhafte 96 Prozent steigern. Das liegt auch daran, dass wir als Handelspartner nicht nur bei unseren westlichen Verbündeten, sondern einfach überall beliebt sind. Erst vor wenigen Tagen etwa lobte der große libysche Revolutionsführer Muamar al-Gaddafi die Deutschen:
"Die Deutschen haben uns gegenüber eine sehr gute Position eingenommen, ganz anders als viele wichtige Länder im Westen", sagte Gaddafi (...). Er traue dem Westen nicht mehr. Als Konsequenz gingen Ölaufträge künftig an Russland, Indien und China: "Der Westen ist zu vergessen." Er könne sich aber vorstellen, dass Deutschland möglicherweise weiter Aufträge bekomme.
Deutschland hat in Libyen folglich nichts zu verlieren. Gewinnt Gaddafi, der nach dieser Schlacht sicherlich neue deutsche Waffen braucht, so sind wir die einzigen im Westen, mit denen er noch handelt. Gewinnt der Westen, der nach dieser Schlacht sicherlich neue deutsche Waffen braucht, ist wenigstens noch unser guter Ruf in anderen Diktaturen gewahrt. Apropos: Russland und China, zwei Länder, die ständig Waffen brauchen, werden bestimmt nicht vergessen, dass sich Deutschland bei der Flugverbotszone mit ihnen enthalten hat.
Hut ab, Herr Westerwelle, Sie sind ein wahrer Großmeister der Diplomatie!
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: meikel neid

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Samstag, 19. März 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (73)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Das schreiben andere über Fukushima und den deutschen Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Atomausstieg: Eine Zeitung: Japan beginnt schrittweise mit Atomausstieg, Extra 3: Merkels Laufzeitverlängerungs-Entscheidungshilfe, fischfresse.de: Atom-Barbie empfiehlt, Zeitschrift - das Magazin: Angela Merkel im Interview, Paramantus: CDU: Alle AKW werden abgeschaltet und ahoi polloi: Was macht Japan ohne Strom?
2. Die heute show wurde gestern frühzeitig abgebrochen, als sich Michael Mittermeier gerade über "Atomfetischisten" in Rage geredet hat (Mitschnitt auf YouTube). Laut ZDF geschah dies nicht aus Zensurgründen, sondern wegen einer technischen Panne: Atom-Witze: Heute-Show im ZDF abgebrochen
3. Dieser Foreneintrag aus dem Jahr 2001 muss der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben: hilfe wer kann mir den Nackt Patche schicken ??
4. Wer schon letzte Woche enttäuscht war, dass der Postillon jetzt schon auf das Niveau "lustiges Babyvideo" herabgesunken ist, erhält heute einen Nachschlag:

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ssi

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Freitag, 18. März 2011

Neuer Internet Explorer 9 lädt Google Chrome oder Mozilla Firefox noch schneller herunter

Hamburg (dpo) - Gute Nachrichten für Freunde des gepflegten Surfens! Die Redaktion von Computer Postillon* hat den seit 15. März erhältlichen, neuen Internet Explorer 9 getestet. Das positive Fazit: Richtige Webbrowser wie Google Chrome oder Mozilla Firefox können mit der aktuellen Version des Microsoft-Klassikers noch schneller heruntergeladen werden.
"Im Vergleich zum Internet Explorer 8 ermöglicht es die neuste Version des Microsoft-Klassikers, die Homepages von Mozilla oder Google noch schneller anzusurfen", bestätigt Klaas Vernsfeld von Computer Postillon. "Auch der Download eines besseren Browsers ohne Sicherheitslücken dauert mit dem Internet Explorer 9 etwas kürzer."
Besonders gelobt wurde außerdem, dass sich der Internet Explorer 9 nach dem Download von Chrome, Firefox, Opera oder Safari noch schneller als der Vorgänger deinstallieren lässt.
ssi

*Neben Computer Postillon Spiele auflagenstärkste deutsche Computerzeitschrift

Digitales im Postillon-Archiv:
Neue Arschloch-Alarm-App warnt iPhone-Besitzer davor, zu viel mit iPhone anzugeben
Einrichtung von Wireless LAN soll leere Kirchen wieder füllen
"NoGuttFriends": Neue Facebook-App löscht automatisch alle Guttenberg-Fans aus Freundesliste
245.000 Einsprüche: Google Street View entfernt erste Fassaden
Neues Spiel "Real Life" vorgestellt

Donnerstag, 17. März 2011

Magath erhält Klaas-Jan Huntelaar als Abfindung

Magath mit seiner Abfindung
Gelsenkirchen (dpo) - Die drohende Schlammschlacht nach dem spektakulären Aus von Felix Magath bei Schalke 04 scheint abgewendet: Aufsichtsratschef Clemens Tönnies bestätigte heute erste Gerüchte, wonach die ausstehende Zwölf-Millionen-Euro-Abfindung des als "Schleifer" berüchtigten Trainers in Naturalien ausgezahlt werden soll.
"Natürlich wissen wir, dass Felix einen Anspruch auf eine angemessene Abfindung hat, andererseits weiß er um unsere angespannte finanzielle Situation", so Tönnies. "Deshalb haben wir uns darauf geeinigt, dass er anstelle von Geld den Spieler Klaas-Jan Huntelaar bekommt, der ebensoviel wert ist."
Trainiert seine neue Position: Huntelaar
Der künftige Privatmann Magath gibt sich optimistisch, dass er dem Niederländer, der im Sommer 2010 für rund 13 Millionen vom AC Mailand zu Schalke wechselte, ein geeignetes Umfeld bieten kann: "Ich weiß zwar noch nicht genau, was ich mit Klaas-Jan anfangen werde, aber er ist ein starker Neuzugang, der viele Qualitäten besitzt und nahezu überall einsetzbar ist."
Magath, in dessen Garten der schnelle Stürmer "jede Menge Auslauf" hat, könnte sich vorstellen, ihn zunächst vor allem im Haushalt einzusetzen. Aber auch kurze Botengänge und Erledigungen seien denkbar.
Was auch immer die neuen Aufgaben sein mögen, bei einem Vollprofi wie Huntelaar ist davon auszugehen, dass er seinen bis 2013 laufenden Vertrag erfüllen wird.
jsi (Gastbeitrag), Foto rechts: Frank Hoppe, http://www.postproduktie.nl, CC 2.5, Foto links (Gesicht): http://www.postproduktie.nl, CC 2.5

Mehr zum Thema Fußball im Postillon-Archiv:
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Newsticker (151)

++++ Libyen: Bauern protestieren gegen Pflugverbotszone ++++
++++ Einfach zum Kotzen: Brechstange ++++
++++ Racheakt: Maler zeichnet nackte Ex-Frau fetter als sie ist ++++
++++ Die Sache stinkt zum Himmel: Glücksspieler hat Aas im Ärmel ++++
ssi, tim (#4)

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Mittwoch, 16. März 2011

Grüne Umweltpartei CDU verspricht, Verantwortliche für Laufzeitverlängerung zur Rechenschaft zu ziehen

100% biologisch abbaubar: Merkel
Berlin (dpo) - Nach dem heroischen Entschluss, sieben deutsche Kernkraftwerke vorrübergehend zu Sicherheitsüberprüfungen vom Netz zu nehmen, hat Bundeskanzlerin Merkel von der grünen Umweltpartei CDU angekündigt, die Verantwortlichen für die umstrittenen Laufzeitverlängerungen ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen.
"Die furchtbaren Ereignisse in Japan beweisen, wie unverantwortlich es war, die Laufzeiten von tickenden Zeitbomben wie Krümmel, Neckarwestheim oder Isar I um acht bis 14 Jahre zu verlängern", so die Umweltaktivistin Merkel. "Wer immer auch dieses Gesetz verbrochen hat - wir verdächtigen unter anderem die Linke und die Grünen -, muss dafür büßen."
Seine Laufzeit ist weit überschritten: Mappus
Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus, ein Atomkraftgegner der ersten Stunde, hat noch eine Rechnung offen: "Jetzt wo ich quasi im Alleingang dafür gesorgt habe, dass das AKW Neckarwestheim ein für allemal stillgelegt wird, gilt es, diejenigen abzustrafen, die diese ökologisch sinnvolle Entscheidung bis kurz vor die Landtagswahl hinausgezögert haben."
Erste Mutmaßungen, es handele sich bei den Hauptschuldigen um einen kleinen Dicken und eine ältere Dame mit besten Beziehungen zu den Energiekonzernen, wiesen Mappus und Merkel entschieden zurück.
Foto rechts: Armin Linnartz, CC 3.0, Foto links (Gesicht): Jacques Grießmayer, CC 3.0

Weitere Nachrichten zum Thema Kernenergie im Postillon-Archiv:
Hochgradig verstrahlter Bullshit aus deutschen Atomkraftbefürwortern ausgetreten
Super-Gau in Windkraftanlage verstrahlt alles im Umkreis von null Kilometern
Schwarz-Gelb verlängert Laufzeiten von Atomkraftgegnern um acht bis 14 Jahre
"Energiepolitischer Appell" für Atomkraft und Kohleenergie: Das sagen die Unterzeichner
Super-Gau: Vattenfall räumt Pannen ein

Dienstag, 15. März 2011

Auf Schildkröten gesprungen: Italienischer Klempner wegen Tierquälerei verhaftet

Neapel (dpo) - Ein grausamer Fall von Tierquälerei ereignete sich am Wochenende im Zoo von Neapel. Dort soll sich laut Polizeibericht ein Mann mittleren Alters Zutritt zu einem Schildkrötengehege verschafft haben, um dann mit den Füßen voran auf mehrere der gepanzerten Reptilien zu springen. Bis auf ein großes "M" auf seiner Mütze, gibt es bislang keinen Hinweis auf die Identität des Mannes.

Newsticker (150)

++++ Dioptrienskandal: Blindes Huhn findet kein Korn ++++
++++ Von wegen Mobbing: Homosexueller Rekrut dreht Spieß einfach um ++++
++++ Hund enttäuscht: Neuer Freßnapf war für die Katz ++++
++++ Sauber: Straßenfeger erhält Kehrseite der Medaille ++++
ssi, tim (#3), bla (#4)

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Montag, 14. März 2011

Hochgradig verstrahlter Bullshit aus deutschen Atomkraftbefürwortern ausgetreten

Berlin (dpo) - Auch wenn die Bundesregierung zunächst versuchte, dies zu verschleiern, mehren sich die Anzeichen, dass in den vergangenen Tagen hochgradig verstrahlter Bullshit aus mehreren deutschen Atomkraftbefürwortern (AKBs) ausgetreten ist.
Schwerer Störfall: AKB Bosbach
"Unsere Messgeräte zeigen besonders beim AKB Bosbach erschreckende Werte an", erklärte ein Sprecher von Greenpeace gegenüber dem Postillon. Demnach wäre aus seinem Mund mehrfach die Behauptung ausgetreten, dass Deutschland Engpässe in der Energieversorgung drohen, wenn sofort alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden." Dabei handelt es sich nach Ansicht der Umweltverbände um besonders verstrahlten Bullshit, denn bereits der alte Energiekonsens vor der Laufzeitverlängerung sah vor, Atomkraftwerke nicht sofort abzuschalten, sondern langsam, mit älteren Meilern beginnend bis 2021 auszusteigen.
Ebenfalls von einem schweren Störfall betroffen sind mehrere AKBs des Deutschen Atomforums, aus denen seit Tagen hochgradig verstrahlter Bullshit hervorquillt – etwa, dass deutsche Kernkraftwerke sicher seien, obwohl Krümmel nach Transformatorbränden seit fast zwei Jahren stillgelegt ist, Neckarwestheim in einem Erdbebengebiet betrieben wird und keines der Kraftwerke gegen Flugzeugabstürze geschützt ist.
Könnte am 28. März explodieren
Immerhin konnten einige Lecks im AKB Merkel gestopft werden. Sie bewies zuletzt durch die Ankündigung einer Aussetzung der Laufzeitverlängerung, bis die Sicherheit der deutschen Kraftwerke überprüft ist, dass sie noch einigermaßen funktioniert.
Experten befürchten allerdings, dass es im AKB Merkel einen Tag nach den wichtigen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (20. März), Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (beide 27. März) zu einem Super-GAU kommen wird, in dessen Zuge Merkel erklären werde, deutsche Atomkraftwerke seien sicher und dürften deshalb weiterlaufen.
ssi; Foto links: WEF, CC2.0

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Sonntag, 13. März 2011

Das Wort zum Sonntag (113)

Es kommentiert Kagawa Tamayashi (Sprecher des Fukushima-Betreiber Tepco)*:
Zur Begrüßung möchte ich Ihnen allen trotz der bedrohlichen Lage in meinem Heimatland herzlich 会等の移実家の松本組を継いだ実弟松本優三の自宅玄関ドア wünschen, und natürlich auch 資金動員戦略関連の文書も全て採択された. Doch kommen wir zur Sache: Man darf die Atomindustrie und die japanischen Umweltbehörden nicht so leichtfertig verurteilen, denn bis auf gelegentliche Erdbeben sind Erdbebengebiete ideale Standorte für Atomkraftwerke. Unverantwortlich hat sich allenfalls das Erdbeben selbst verhalten, da es sich nicht an den vorgeschriebenen Wert von höchstens 8,0 auf der Richterskala gehalten hat. Unter solchen Umständen muss man sich fragen, ob Naturkatastrophen überhaupt noch einen Sinn haben.
Zuletzt möchte ich noch alldenjenigen widersprechen, die meiner Firma im Zusammenhang mit der Katastrophe eine schlechte Informationspolitik und Unfähigkeit unterstellen. Ich sage klipp und klar: Wir haben die Lage völlig unter Kontrolle und arbeiten in unserem Strahlenschutzbunker hochkonzentriert an einer Lösung.

*an  dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd  Prominente  aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem  Verbrechen.
ssi; Cartoon: Claude Müller Salafia

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 12. März 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (72)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Auf der Seite Hover Hands werden Fotos gesammelt, auf denen zumeist schüchterne Männer mit attraktiven Frauen posieren und sich nicht trauen, ihre Hand auf die Hüfte/Schulter der Damen zu legen, weswegen diese (die Hand, nicht die Dame) peinlich in der Luft schwebt. Ach wissen Sie, am besten Sie sehen sich das selbst an: Hover Hands - The Original (via)
2. Witze über Erdbeben und explodierende Atomkraftwerke gibt es bei ahoi polloi und - natürlich - bei Titanic. Außerdem: The Onion über das japanische Erdbeben im Jahr 2007: Earthquake Sets Japan Back To 2147 (englisch)
3. Auf der Seite InventorSpot gibt es vom abgetrennten Pferdekopf bis zum Riesenauge die 10 (+3) lustigsten Kopfkissen: 10 Funniest Pillows
4. Beinahe so anspruchslos wie der durchschnittliche Postillon-Leser zeigt sich dieser Säugling beim Anblick von zerreißendem Papier:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige,  komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per  E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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Freitag, 11. März 2011

Bundesregierung appelliert an deutsche Waffen, nicht auf libysche Zivilisten zu schießen

Berlin (dpo) - Die deutsche Bundesregierung hat heute sämtliche deutsche Waffen, die in den vergangenen Jahren direkt und auf Umwegen an Libyen verkauft wurden, aufgefordert, unter keinen Umständen auf Zivilisten zu schießen.

Auch Saif Gaddafis deutsches G36 ist gemeint
Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte auf einer Pressekonferenz in Berlin: "Wir fordern sämtliche deutsche Schusswaffen in Libyen auf, nach Möglichkeit zu blockieren oder daneben zu schießen, wenn sie auf unschuldige Zivilisten gerichtet werden. Auch anderes Militärgerät wie Hubschrauber und Störsender soll wissen, dass Deutschland es nicht gerne sieht, wenn es zur Unterdrückung der Bevölkerung eingesetzt wird."
Im selben Zuge verpflichtete sich die deutsche Waffenlobby, künftig jede Waffe bereits vor dem lukrativen Verkauf an autoritäre Regime wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate eindringlich vorzuwarnen, dass sie sich auf keinen Fall auf Zivilisten richten lassen soll.
ssi

Mehr zu Libyen im Postillon-Archiv:
Versorgungsschiff mit Operngläsern und Popcorn erreicht Truppen vor Küste Libyens

Donnerstag, 10. März 2011

Einrichtung von Wireless LAN soll leere Kirchen wieder füllen

Hannover, Berlin (dpo) - Kommt jetzt Gottesdienst 2.0? Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz haben heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz angekündigt, in allen Kirchen drahtlose Netzwerke (WLAN) mit Hochgeschwindigkeitsinternet zu installieren. Ziel der Maßnahme ist es, die nachlassende Beteiligung an den Gottesdiensten zu bekämpfen.

Newsticker (149)

++++ Nicht rechtzeitig fertig geworden: Schlachter hat Hühnchen mit Lehrling zu rupfen ++++
++++ Das ist doch zum Mäusemelken: Winziger Schemel ++++
++++ Will nicht mehr die zweite Geige spielen: Orchestermusiker geht flöten ++++
++++ Hat Gänsefüßchen: "Gänseküken" ++++
ssi, tim (#3)

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Mittwoch, 9. März 2011

Mildes Urteil für Berlusconi in von Prostituierten nachgespieltem Bunga-Bunga-Prozess

Wird bald 18: Richterin Tosato (17)
Rom (dpo) - Was für eine Ehre für den Cavaliere! In einem von minderjährigen Prostituierten nachgespielten Gerichtsprozess wurde Silvio Berlusconi (74) in seiner Villa auf Sardinien vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs und der Bezahlung minderjähriger Prostituierter weitgehend freigesprochen.
Prozesssieger Berlusconi
"Berlusconi ist ein ehrenwerter und unglaublich attraktiver Mann", begründete die vorsitzende Richterin Gabriella "Amber" Tosato (17) ihr Urteil. "Deshalb ist es ganz offensichtlich, dass sich minderjährige Prostituierte ausschließlich unentgeltlich und aus freien Stücken mit ihm einlassen." Dennoch müsse Berlusconi bestraft werden, so die Richterin, da er hin und wieder "ein böser, böser Junge" gewesen sei.
Pochten auf Freispruch: Diamond und Bomba
Zuvor hatten sowohl Berlusconis Verteidigerin Allessandra Diamond (17) und die Staatsanwältin Tina Bomba (16) vehement für einen Freispruch plädiert. Unter anderem führten sie ins Feld, dass es ein Verbrechen gegen die Frauenwelt wäre, Berlusconi einzusperren.
Die beiden minderjährigen Prostituierten, denen italienischen Experten zufolge große Karrieren in der Politik bevorstehen, betonten außerdem, Berlusconi hätte niemals sein Amt missbraucht, sondern ausschließlich das positive Bild des männlich-vitalen Italieners in der Welt verbreiten wollen. Seine Vergehen seien nichts, was nicht mit ein paar sanften Schlägen gesühnt werden könnte.
Berlusconi selbst gab sich laut Augenzeugen trotz des wegweisenden Urteils für den eigentlichen Prozess im April bescheiden. Demütig ließ er sich nach der Urteilsverkündung von der Gerichtsdienerin Angela Bunga (17) aus dem Gerichtssaal in seinen Folterkeller abführen, wo Tosato, Diamond und Bomba die Bestrafung gemeinsam vollzogen. Das genaue Strafmaß indes ist nicht bekannt.
ssi

Italien im Postillon-Archiv:
Lust auf korruptes Regime lässt Tunesiens Masochisten nach Italien fliehen
Silvio Berlusconi endlich kastriert
Schwere Vorwürfe gegen Berlusconi
Italien ist weg
Schon wieder - ehemaliger Kronzeuge umgezogen

Dienstag, 8. März 2011

E10-Bestände sollen für zukünftige Generationen unter die Erde gepumpt werden

Pumpt E10 unter die Erde: Bohrturm
Berlin, Stockstadt (dpo) - Im Zuge des sogenannten "Benzin-Gipfels" haben sich Wirtschaftsminister Brüderle, Umweltminister Röttgen und Vertreter der Mineralölwirtschaft darauf geeinigt, sämtliche Bestände des umstrittenen Kraftstoffes E10 nahe Stockstadt im Hessischen Ried 1600 Meter unter die Erde zu pumpen. Dort soll das Benzin mit einem Ethanol-Anteil von 10 Prozent gelagert werden, bis zukünftige Generationen gelernt haben, damit umzugehen.
Was kann er eigentlich?
Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Menschheit in frühestens 100 Jahren bereit ist, einen neuen Anlauf zu wagen. "Im 22. Jahrhundert dürfte die Autoindustrie zwar noch immer keine umweltfreundlichen Fahrzeuge bauen können, aber wenigstens solche, die sich mit E10 einigermaßen effektiv betreiben lassen", so der Kölner Zukunftsforscher Prof. Krapf.  "Wir gehen außerdem davon aus, dass die Medien im Jahre 2111 eine neue Entwicklungsstufe erreicht haben, die es ihnen ermöglicht, verständlich darüber zu berichten, welche Motoren E10 vertragen und welche nicht."
Gegenüber dem Postillon bestätigte Röttgen außerdem, er hoffe, dass die Menschheit der Zukunft den geschenkten Kraftstoff auch ein wenig als Entschädigung für die "Kleinigkeiten" ansieht, die dank seiner tatkräftigen Hilfe in der Asse und in Gorleben auf sie warten.
ssi; Foto rechts: Markus Stahmann, CC3.0, Foto links: Laurence Chaperon, CC-BY-DE

Umweltthemen im Postillon-Archiv:
Hohe Benzinpreise! Wie spare ich trotzdem?
Katastrophe! BP-Ölpest erreicht Küstenabschnitt mit ringenden Frauen
Schwarz-Gelb verlängert Laufzeiten von Atomstromgegnern um acht bis 14 Jahre
Super-Gau in Windkraftanlage verstrahlt alles im Umkreis von null Kilometern

Newsticker (148)

++++ Gefallen allen: Soziale Nettzwerge ++++
++++ Schlecht abgeschnitten: Friseur-Azubi fällt durch Abschlussprüfung ++++
++++ Barde unzufrieden: Laute leise ++++
++++ Missverständnis im Chemielabor: Mitarbeiter löst Vertrag auf ++++
ssi, tim (#2), dvo (#4)

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Montag, 7. März 2011

Versorgungsschiff mit Operngläsern und Popcorn erreicht Truppen vor Küste Libyens

Verpassen jetzt keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit mehr: Truppen vor der Küste Libyens
Tripolis (dpo) - Die Besatzungen der vor der Küste Libyens stationierten Kriegsschiffe der USA, Europas und der Türkei können endlich aufatmen. Um 11 Uhr MEZ kam dort ein Versorgungsschiff mit 20.000 Operngläsern und 200 Tonnen Popcorn an. Das dringend benötigte Material wird noch zur Stunde an die Soldaten verteilt.
Bringt die lange ersehnten Waren: Schiff
"Wir werden hier Zeugen eines überaus spannenden Kampfes zwischen den Aufständischen und den Truppen Gaddafis", so ein erleichterter US-General. "Aber unsere Ausrüstung ist für das Gefecht ausgelegt und nicht für unbeteiligtes Zusehen."
So sei es mit einem herkömmlichen Armeefernglas nahezu unmöglich, sich stundenlang an Deck zu sonnen und zuzusehen, wie libysche Kampfflugzeuge die Zivilbevölkerung bombardieren, da die Arme auf Dauer ermüden. Die deutlich leichteren Operngläser mit Griff leisten hier Abhilfe.
Die Libyen-Frage: Gesalzen oder gezuckert?
Auch die 200 Tonnen Popcorn sind von höchster strategischer Wichtigkeit. Ein Schiffskoch der Bundeswehr erklärt: "Reguläre Armeeverpflegung ist sehr nahrhaft, damit die Soldaten im Einsatz volle Leistung zeigen können. Popcorn hingegen macht fett und träge. Das sorgt dafür, dass sich unsere Jungs an Bord nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen und stattdessen lieber aus sicherer Distanz gebannt zusehen, wie ein Land im Bürgerkrieg versinkt."
Eines zumindest kann jetzt schon festgestellt werden: Hinsichtlich der Moral in der Truppe ist die Ausstattung mit Operngläsern und Popcorn offensichtlich ein voller Erfolg. Als ein Flughafenterminal in der Nähe von Bengasi nach einem Luftangriff Gaddafis explodiert, hört man die tapferen Männer euphorisch rufen: "Bravo! Da Capo! Bravissimo!"
ssi

Mehr Militärberichterstattung im Postillon-Archiv:
'Gorch Fock' verantwortlich für Piraterie vor der Küste Somalias
So schlecht ist die Bundeswehr wirklich ausgerüstet
ISAF gelingt weiterer Schlag gegen internationalen Zivilismus
Von FDP und Guttenberg geforderte Verwundetenabzeichen existieren bereits

Sonntag, 6. März 2011

Das Wort zum Sonntag (112)

Es kommentiert Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña (CSU-Shootingstar)*:
¡Hola amigos! Ich bin etwas enttäuscht darüber, dass sich die Bundeskanzlerin bei der Wahl für das Amt des neuen Ministro de Defensa für Thomas de Maizière und gegen mich entschieden hat. Zumal doch jedes Kind weiß, dass alle großen Politiker der Neuzeit Schnauzer trugen und tragen: Francisco Franco, José María Aznar, dieser eine Österreicher oder Angela Merkel, um nur einige Namen zu nennen...
(Oh ooohh o ... ¡Olé! Verzeihen Sie, ich leide an einer Schnurrbartallergie und seitdem ich an den Stereotypen operiert wurde, klingt das so, wenn ich niese)
Sei's drum. Finalmente muss man sagen: Wir sollten jetzt endlich Gras über die Causa Guttenberg wachsen lassen und wieder nach vorne blicken. Ich persönlich werde meine ganze Energie darauf verwenden, dass endlich ein spanischstämmiger Franke zum König, perdón, Presidente von Bayern gekrönt wird. Ich hoffe, ich kann mit Ihrer Unterstützung rechnen.
¡Hasta la vittoria siempre!
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Foto (Kathrin Möbius, CC3.0); Mehr Cartoons von H. Mercker: www.hannes-mercker.de (Copyright liegt beim Zeichner)

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 5. März 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (71)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña hat dem Postillon zum bislang erfolgreichsten Artikel aller Zeiten verholfen. Der Chefred. möchte sich an dieser Stelle ausdrücklich für bislang 36.000 Facebook-Likes, 170 Tweets und über 200.000 Klicks beim kürzlich zurückgetretenen Verteidigungsminister der Herzen bedanken. Zu Recht hat es sein Ruhm sogar über den großen Teich geschafft hat, wo ein Kommentator das Phänomen Guttenberg in wenigen einfachen Worten prägnant auf den Punkt bringt (zur Vergrößerung Bild anklicken):2. Inspiriert vom Postillon-Artikel "NoGuttFriends": Neue Facebook-App löscht automatisch alle Guttenberg-Fans aus Freundesliste" hat Dennis Morhardt die dazugehörige App entwickelt: noguttfriends.de (leider nur zur Suche, nicht zum Löschen)
Empfehlenswert in diesem Zusammenhang auch die Facebookgruppen Wir wollen Otto von Bismarck zurück, Wir wollen Gutenberg zurück, Wir wollen Graf Zahl zurück, Wir wollen den Dodo zurück, Wir wollen Mubarak zurück und - wie passend! - Wir wollen den alten Kasperl zurück.
3. Der Guardian bietet ein Quiz an, bei dem verrückte Zitate Revolutionsführer Muammar Gaddafi oder Drogenwunder Charlie Sheen zugeordnet werden müssen. Erstaunliche Ergebnisse garantiert: Gar nicht so einfach:Charlie Sheen v Muammar Gaddafi: whose line is it anyway? (englisch)
4. Sie wissen noch nicht, welches Fach Sie wo studieren sollen? Lassen Sie es sich von einem sagen, der's wissen muss:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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Freitag, 4. März 2011

Bundesregierung richtet kostenpflichtige Hotline für Opfer von Warteschleifen ein

Berlin (dpo) - Die Bundesregierung will eine kostenpflichtige Telefonhotline einrichten, bei der sich Bürger über die jüngsten Beschlüsse zur Abzocke mit kostenpflichtigen Warteschleifen beschweren können. Zwar hat das Bundeskabinett am Mittwoch bestimmt, dass Verbraucher künftig nicht mehr für Wartezeiten bei kostenpflichtigen Service-Nummern bezahlen müssen, doch das Gesetz tritt erst Mitte 2012 vollständig in Kraft.
Hier wird Ihnen geholfen
"Wir verstehen natürlich, dass die Bürger wütend sind, dass sie noch knapp eineinhalb Jahre warten müssen, bis sie nicht mehr dafür bezahlen müssen, dass man ihnen Zeit stiehlt", führte heute ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums aus. "Damit sie diese Wut auch irgendwie abreagieren können, wird eine kostenpflichtige Telefonhotline eingerichtet, die bis zur vollständigen Umsetzung des Gesetzes bereitsteht."
Die geplante Telefon-Hotline (1,99 €/min aus dem dt. Festnetz, Handytarife liegen z.T. deutlich darüber) soll rund um die Uhr von zwei Mitarbeiterinnen besetzt sein, die wütenden oder enttäuschten Bürgern geduldig zuhören und diese mit beruhigenden Worten beschwichtigen. "Wir werden uns viel Zeit für jeden einzelnen Anrufer nehmen", bestätigt Sandra K., eine der beiden Telefonistinnen. "Immerhin soll es den Menschen danach wieder besser gehen."
Einige Kritiker monierten bereits, dass aufgrund des erwarteten Andrangs damit gerechnet werden müsste, dass Anrufer der staatlichen Beschwerde-Hotline bis zu einer Stunde in einer kostenpflichtigen Warteschleife warten müssten, doch das Wirtschaftsministerium sieht darin keinen Widerspruch. Brüderle erklärte dazu: "Warteschleifenopfer können sich anschließend ja bei einer unserer Telefonistinnen beschweren."
ssi

Donnerstag, 3. März 2011

"NoGuttFriends": Neue Facebook-App löscht automatisch Guttenberg-Fans aus Freundesliste

Hamburg (dpo) - Eine neue Facebook-Application mit dem Namen "NoGuttFriends" ist seit heute erhältlich. Mit ihrer Hilfe können per Knopfdruck automatisch alle Bekannten aus der Freundesliste entfernt werden, die sich Facebook-Gruppen angeschlossen haben, die den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg unterstützen oder gar seine Rückkehr fordern.
Die neue App
Die Nachfrage ist riesig: "Bei über einer halben Million Guttenberg-Unterstützern sind statistisch gesehen mindestens 2,39 Freunde eines jeden Facebook-Users betroffen", so Prof. Geiwasser vom Meinungsforschungsinstitut Opinion Control zum Postillon. Schlimmer noch: "Selbst langjährige Jugendfreunde können sich plötzlich als Guttenberg-Unterstützer entpuppen."
Der Informatiker Frank Knüster, der die "NoGuttFriends"-App programmiert hat, sieht den praktischen Nutzen vor allem in der eingesparten Recherchezeit: "Bisher musste man in mühevoller Kleinarbeit bei jedem seiner Freunde überprüfen, ob er Gruppen wie Wir wollen Guttenberg zurück, Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg oder Karl-Theodor zu Guttenberg unterstützt, und konnte ihn erst dann aus der Freundesliste löschen", so Knüster "Wer Zeit sparen wollte, konnte höchstens noch einer der besagten Gruppen beitreten, um dann angezeigt zu bekommen, welche Freunde bereits Mitglied sind. Doch selbst wenn man danach gleich wieder austritt, ist die Gefahr, entdeckt und für einen Guttenberg-Fan gehalten zu werden, einfach zu groß."
Haben bald keine Freunde mehr: Guttenberg-Fans
Damit ist es jetzt vorbei: Die "NoGuttFriends"-App scannt innerhalb weniger Sekunden alle Facebook-Freunde und löscht kurz und schmerzlos alldiejenigen, die einer dieser Gruppen folgen. Praktischerweise macht das Programm dabei noch nicht einmal vor Familienmitgliedern und Partnern halt. Künftig sind außerdem regelmäßige Updates vorgesehen, sobald neue Guttenberg-Unterstützergruppen auf Facebook auftauchen.
Als zusätzliches Feature kann der Nutzer der "NoGuttFriends"-App allen, denen die Freundschaft automatisch gekündigt wird, auch noch eine der folgenden Abschiedsnachrichten zukommen lassen:
1. "Ich hoffe, du weißt warum."
2. "In Afghanistan sterben Soldaten und du betreibst Personenkult? Du machst mich krank!"
3. "Ich war immer bereit für unsere Freundschaft zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht."
ssi, Idee plagiiert von: _Cr0ss_

Alles über die Plagiatsaffäre im Postillon-Archiv:
Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña (CSU) erhebt Anspruch auf Guttenbergs Nachfolge
Guttenbergs Adelstitel ebenfalls nicht durch Eigenleistung erworben
Auf Kanonenkugel zurück nach Deutschland geritten: Baron zu Guttenberg streitet Vorwürfe weiter ab
Neue Plagiatsvorwürfe: Guttenberg hat aus "Axolotl Roadkill" abgeschrieben
Auch das noch: zu Guttenbergs Haargel alle
Umfrage: Zu Guttenberg so beliebt wegen seiner hervorragenden Beliebtheitswerte