Newsticker

Donnerstag, 30. Juni 2011

Umfrage: Mehrheit der Frauen findet Leib Christi sexuell nicht ansprechend

München (dpo) - Kein Wunder, dass den Kirchen immer mehr Menschen den Rücken zukehren: 84,2 Prozent aller Frauen empfinden den gekreuzigten Leib Christi insgesamt als sexuell nicht ansprechend. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinion Control unter 1001 repräsentativ ausgewählten Personen weiblichen Geschlechts hervor.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Ratgeber: So überstehen Sie die heißesten Tage des Jahres

Berlin, Hamburg, München (dpo) - Ganz Deutschland ächzt unter Rekord-Temperaturen. Doch während sich herkömmliche Menschen Schweiß vom Rücken in ihre Gesäßfalte rinnen lassen müssen, um sich zu erfrischen, können sich Postillon-Leser ganz einfach an folgende Tipps halten, mit denen sie auch in der größten Hitze immer einen kühlen Kopf bewahren können:

Newsticker (182)

++++ Auf Diät gesetzt: Dicke Frau zerquetscht Schlankheitsmenü ++++
++++ Regisseur dreht durch: Pause abgesagt ++++
++++ Teurer Supermarkt: Joghurt mit Nobelpreis ausgezeichnet ++++
++++ 9,8696043785340225: Mathematikerkind macht schon alleine ππ ++++
++++ Datenautobahn: Stau auf dem CD-Brenner ++++
ugrz, sid, tim, won, dwu

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Dienstag, 28. Juni 2011

Steuersenkung soll durch Steuererhöhung um gleichen Betrag finanziert werden

Berlin (dpo) - Die Regierungskoalition aus Union und FDP hat sich in der Diskussion um baldige Steuersenkungen nun auf einen Kompromiss geeinigt, mit dem beide Seiten zufrieden sind: Die von der FDP geforderte Entlastung der Bürger kann es demnach nur geben, wenn sie – hier setzte sich die Union durch – durch eine Steuererhöhung in gleicher Höhe gegenfinanziert wird.
Bald etwas voller und leerer: Geldbeutel
"Das ist wahre liberale Politik. Ein Alleinstehender etwa, der im Monat 2000 Euro brutto verdient, wird schon bald um 300 Euro jährlich entlastet", verkündete Philipp Rösler (FDP) heute zufrieden bei einer Pressekonferenz, woraufhin die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) ergänzte: "Um diese Wohltat seriös gegenzufinanzieren, muss er selbstverständlich auch 300 Euro im Jahr mehr bezahlen. Aber nach der großzügigen Entlastung um denselben Betrag sollte das für jeden machbar sein."
Die Oppositionsparteien stellten sich geschlossen gegen die Pläne der Regierung und bezeichneten die durch eine Steuererhöhung finanzierte Steuersenkung als "Augenwischerei". SPD, Linke und Grüne kritisieren vor allem, dass die großen Einkommen bis zu hundertfach stärker entlastet und belastet werden als die mittleren und kleinen Einkommen.
ssi; Foto: Nino Barbieri, CC BY-SA 2.5

Bundespolitische Meilensteine im Postillon-Archiv:
Der Postillon erklärt: Was kann das Nationale Cyber-Abwehrzentrum?
Universitäten erkennen Politikern prophylaktisch alle Doktortitel ab
Westerwelle absolviert dreiwöchigen Staatsbesuch in Disneyland
Studie: Abschiebung von Nazis würde Staatskasse um Milliarden entlasten

Montag, 27. Juni 2011

Angestellter täuschte Gattin jahrelang Arbeitslosigkeit vor


Mönchengladbach (dpo) - Kann sie ihm je wieder vertrauen? Torsten W. (39), ein Bankangestellter aus Mönchengladbach, hat seiner Gattin und seinem sozialen Umfeld jahrelang vorgespielt, er sei arbeitslos. Die Scharade flog auf, als Beate W. bei ihrem eigenen Mann einen Kredit aufnehmen wollte.

Newsticker (181)

++++ Ausgepackt: zip-Dateien machen sich .rar ++++
++++ Lange Gesichter bei der Fütterung: Pferde bekommen wieder nur Heu ++++
++++ Mahlzeit: Müller arbeitet auch in der Mittagspause ++++
++++ Neues Krankentransportkonzept: Rollende Trage spielt tragende Rolle ++++
++++ Pu der Zucker: Märchenbär leidet unter Epilepsie ++++
vei, ?, jaz, sid, won

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Sonntag, 26. Juni 2011

Das Wort zum Sonntag (127)

Es kommentiert Amanda Hot (Postillon-Covergirl und als einzige Frau in der Redaktion automatisch Expertin für Genderthemen)*:
Nun geht sie also endlich los, die weibliche Frauenfußdamenball Mädchen-Weltmeisterinnenschaft der Girls im eigenen Land. Und deshalb dreht sich in den kommenden Wochen ausnahmsweise nicht alles um eine Poledance-Stange, sondern um die eine, alles entscheidende Frage: Können Frauen genauso gut wie Männer kommerziell von der FIFA ausgeschlachtet werden? 
Ja, es stimmt, Frauen locken Sponsoren mit etwas geringerer Geschwindigkeit an, gleichen dies aber mit einem größeren Maß an Technik aus. Außerdem fallen pro Spiel oft mehr Werbeverträge als im Männerfußball. Wenn also alles gut geht, dann ist der Frauenfußball schon bald genauso korrupt wie sein männliches Pendant.
Auch ich sehe mich als Sportlerin, wenngleich Frauen in meiner Branche bereits etabliert sind, und bin Public Viewing (Strip-Club) und Kommerzialisierung (Zwanziger im Schlüpfer) mehr als gewohnt, aber wenn das Deutschland von seiner schönsten Seite ist, wie sieht dann seine hässlichste aus?

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Foto (Zappel Jazz, cc-3.0), Cartoon: meikel neid

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Samstag, 25. Juni 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (87)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Was passiert eigentlich außerhalb des engen Rahmens eines Verkehrsschildes? Die Antwort hat matsky: Road signs: out of frame
2. Torsten Dewi zeigt auf wortvogel.de zwei Episoden von Tim & Struppi, die in den neuen Filmen wohl nicht zu sehen sein werden: Auf die Bäume, ihr Affen: Die uncharmant süffisante Gewaltbereitschaft von "Tim & Struppi"
3. "Je länger ein Mensch aufgeregt vor dem Samenerguss oder Ejakulation auftritt, desto besser die Qualität des Saatguts." und "Der Zahn wird als die Missionarsstellung zur Befruchtung gesehen.": Wer schnell Schwanger werden will, sollte sich unbedingt an die automatisch ins Deutsche übersetzten Tipps von pregnancysymptomsforyou.com halten: Schnell schwanger! - 5 Praktische Tipps (mit Dank an jule.4)
4. Bäh!

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ssi

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Freitag, 24. Juni 2011

Mähdrescher zerlegt Bett im Kornfeld und verletzt alten Mann schwer

Dülmen-Rorup (dpo) - Zu einem schmerzhaften Zwischenfall kam es heute in der Nähe des Ortes Dülmen-Rorup (Münsterland). Dort fuhr ein Bauer mit seinem Mähdrescher über ein in seinem Kornfeld stehendes Bett und verletzte einen darin liegenden alten Mann schwer. Bett und Gitarre des Unbekannten wurden dabei völlig zerstört.

"Es war schrecklich", schildert Frank Westernhacht (44), der Fahrer der Erntemaschine, sein Erlebnis. "Ich mähe gerade friedlich mein Kornfeld und da höre ich plötzlich ganz leise jemanden singen. Während ich mich noch frage, ob ich mir das einbilde, fahre ich auch schon über ein Bett, in dem so ein alter Kerl liegt."
Schwer verletzt: Alter Mann
Westernhacht besteht darauf, dass das Gesicht des Mannes, der sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, schon vorher so grässlich ausgesehen habe.
Die Polizei geht davon aus, dass sich der übertrieben gut gebräunte alte Mann gedacht hat, ein Bett im Kornfeld, das sei immer frei. Ein Sprecher: "Denn es ist Sommer und was ist schon dabei, ein wenig zu träumen, wenn die Grillen singen und es nach Heu duftet?"
Angesichts dieses Unfalls dürfte jedoch klar sein, dass es sich dabei um einen Trugschluss handelte. Zwar werde, so ein behandelnder Arzt, der alte Mann überleben, aber er wird nie wieder singen können.
ssi; Foto links: Hinrich, CC BY-SA 2.0, Foto rechts (M): Elke Wetzig Elya, CC BY-SA 3.0

Mehr über den alten Mann im Postillon-Archiv:
Putschisten nutzen Ende der Hauptreisesaison und stürzen König von Mallorca

Donnerstag, 23. Juni 2011

Newsticker (180)

++++ Schon vor 3000 Jahren: China hatte als erstes Land eigene Webseide ++++
++++ Findet keinen Angelköder: Den Fänger wurmt der frühe Vogel ++++
++++ Fußnote: Käse1 ++++
++++ Was für Fotzen!: Verfickter Tourettungswagen kommt zu spät ++++
++++ Mutter besorgt: Waise nicht mehr Waise ++++
npe, mat, ssi, lhe, won

1 oft aber auch Schweiß

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Der Postillon wünscht allen Lesern einen Fronleichnam

ssi; Foto (Bob Jagendorf, CC BY 2.0): Hat gerade das Gehirn eines Lesers gefressen und zeigt durch sein Lächeln, wie fro er ist: Leichnam.

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Mittwoch, 22. Juni 2011

Kleiner Timmy (9) lädt öffentlich auf Facebook zu Kindergeburtstagsparty ein

Timmy am 8. Geburtstag
Saarbrücken (dpo) - Endlich nicht mehr alleine feiern! Der kleine Timmy (9) hat aus den einsamen Geburtstagsfeiern der vergangenen Jahre gelernt und lädt deswegen per Facebook zu seiner Party ein. Und damit auch wirklich jeder seiner Freunde kommt, hat er die Veranstaltung für alle Facebook-User öffentlich gemacht.
"Zu meinem sechsten und siebten Geburtstag kam nur meine Oma (41) und zu meinem achten kam überhaupt niemand – obwohl ich über 50 Einladungen an meiner Schule verteilt habe", so der Neunjährige traurig.
Aus diesem Grunde habe er sich vor einigen Tagen ohne das Wissen seiner Eltern bei Facebook angemeldet. "Dazu musste ich nur das Foto eines 15-jährigen Mädchens im Internet suchen, weil man da ja erst ab 13 mitmachen darf", so der gewitzte Junge. Er nannte sich Tini, weil das so ähnlich klingt wie Timmy.
Bisher haben schon 27.622 zugesagt
"Dann habe ich einfach die Veranstaltung "Grose Parti bei Tini" erstellt, unsere Adresse eingegeben und den nächsten Samstag um sechs Uhr (Anm.d.Red.: bis "Open End") angegeben", so Timmy weiter. Weil er nichts dagegen hat, wenn auch einige Kinder kommen, die er noch nicht kennt, hat er die Veranstaltung als öffentlich markiert.
Und tatsächlich: Schon nach wenigen Minuten gab es die ersten Zusagen: "Inzwischen steht da eine ganz lange Zahl und sogar im Radio haben sie darüber gesprochen", freut sich der Junge, der noch nicht so weit zählen kann. "Das sind bestimmt mehr als 20!" Auch habe er viele Nachrichten bekommen, dass seine Gäste "was zu trinken mitbringen" und "die Nachbarschaft rocken" wollen. Timmy: "Dann muss Mami nicht so viel Capri Sonne kaufen und bestimmt dürfen wir auch leise Musik hören."
Für Timmy heißt es jetzt nur noch warten. Doch eines ist jetzt schon sicher: Diesen Geburtstag wird er sein Leben lang nicht vergessen.
ssi;Foto rechts: Miika Silfverberg, CC BY-SA2.0, Screenshot links: Facebook.

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Dienstag, 21. Juni 2011

Millionen BMW- und Audi-Fahrer aufgrund gravierender Sicherheitsmängel zurückgerufen

München, Ingolstadt (dpo) - Die Automobilkonzerne BMW und Audi mussten heute über eine Million Fahrer ihrer aktuellen Modelle zurückrufen. Begründet wurde diese Maßnahme mit gravierenden Sicherheitsmängeln. Aus einer gemeinsamen Pressemitteilung geht hervor, dass männliche Halter aller Modelle ab der Oberen Mittelklasse aufwärts (z.B. 7er BMW, Audi TT) betroffen sind.
Die defekten Fahrer neigen demnach zu überhöhten Geschwindigkeiten, nutzen auf der Autobahn fälschlicher­weise fast ausschließlich die Überholspur und bedienen sich übertrieben häufig des linken Blinkers und der Lichthupe.

Newsticker (179)

++++ Schluss mit lustig: Clowns mit Grimassenvernichtungswaffen angegriffen ++++
++++ Unmotiviert: Prostituierte auf Vordermann gebracht ++++
++++ Bleibt seiner Linie treu: Schiedrichter-Assistent verweigert Seitenwechsel ++++
++++ Recht so: Kanzlei-Homepage hat links Rechtslinks, rechts Linkrecht ++++
++++ Ständig muss er füttern: Bauer macht Ferkel zur Sau ++++
mba, won, rde, tim, tfa

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Montag, 20. Juni 2011

Bild-Zeitung zieht Truppen für Invasion Griechenlands zusammen

Berlin (dpo) - Geht es den "Pleite-Griechen" jetzt an den Kragen? Das Boulevardblatt Bild hat heute begonnen, Truppen auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof zusammenzuziehen. Sobald die militärischen Kapazitäten ausreichen, soll die Armee aus sogenannten "Bild-Lesersoldaten" unter Führung von Generalfeldmarschall Diekmann den schwer verschuldeten EU-Staat Griechenland angreifen, die schönsten Inseln annektieren und den Rest des Landes aus der Eurozone werfen.

Sonntag, 19. Juni 2011

Newsticker (178)

++++ Neue Hotline bei Computerproblemen: Nerdruf 11000101000110 ++++
++++ Drama in Teebeutel-Familie: Vater lässt Sohn ziehen ++++
++++ Ornithologen sicher: Der Kuckuck ist ein Uhrensohn ++++
++++ Katzenberger bescheiden: "Ich tat nur meinen Job als Feuerwehrmann!" ++++
++++ Ballonfahrer am Boden: "Die Luft ist raus" ++++
bwe, won, dwu, sid, tim

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Samstag, 18. Juni 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (86)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Spiegel Online macht dem Postillon Konkurrenz – und zumindest in diesem Fall gelingt das ziemlich gut: Asterix-Studie: Ärzte diagnostizieren Folgen von Comic-Keilereien (mit Dank an Lukas)
2. Herrlich g'spinnerte Flash-Seite: bio-bak (mit Dank an Atlas)
3. Damn You Auto Correct! (Englisch) sammelt all die kleinen Missverständnisse, die dank Autokorrektur zustande kommen. Schöne Beispiele: So Romantic, Pain Reducer, Scaring Dad und News Travel Fast (mit Dank an Ray)
4. Aus der Kategorie "Wenn Werbevideos nach hinten losgehen" (mehr Infos zum Video bei off the record - mit Dank an rde):

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ssi

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Freitag, 17. Juni 2011

Der Postillon erklärt: Was kann das Nationale Cyber-Abwehrzentrum?

Bonn (dpo) - Weil der Bundesregierung ein aussichtsloser Krieg (Afghanistan) noch nicht genug ist, hat Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Donnerstag feierlich das Nationale Cyber-Abwehrzentrum und damit den Kampf gegen Netzkriminalität eröffnet.
Doch was kann dieses Nationale Cyber-Abwehrzentrum eigentlich, welche Kompetenzen hat es und was sind seine Ziele? Der Postillon hat wie immer knallhart recherchiert:

Der Name: Der Name Nationales Cyber-Abwehrzentrum ist raffiniert gewählt. Durch die Verwendung des Begriffs "Cyber", ein Wort, das seit Anfang der 90er-Jahre nicht mehr verwendet wird, sollen sich Hacker in Sicherheit wiegen. Angesichts der Tatsache, dass das Abwehrzentrum nur über zehn feste Mitarbeiter verfügt, ist es allerdings durchaus möglich, dass die Hacker damit auch Recht haben.
Das Wort "national" ist keine Hommage an die NPD (Stichwort: rechtsfreie Räume) sondern zeigt, dass sich der Einflussbereich des Cyber-Abwehrzentrums nur auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland beschränkt. Gelingt es einem Hacker, der eine .de-Seite attackiert, auf eine ausländische Webseite zu fliehen (z.B. .nl, .fr), dann muss das Abwehrzentrum die Verfolgung einstellen.
Foto: So stellt sich der Postillon-Zeichner die Festnahme eines Cybers (auch Zyprioten) vor.

Die Ausstattung: Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum ist auf 34 Quadratmetern (Cyber-Space) mit neuster Technologie ausgestattet. Neben einer Cyber-Hochleistungskaffeemaschine und drehbaren Cyber-Bürostühlen verfügen die Beamten über Cyber-Handschellen, Cyber-Dienstpistolen und eine schneidige Cyber-Uniform. Demnächst will sich das Abwehrzentrum außerdem einen Computer anschaffen.
Foto (ZyMOS, CC BY-SA 3.0): Hilfreich im Kampf gegen Cyber-Kriminalität: Cyber-Computer.

Die Ausbildung: Im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum arbeiten nur die Besten der Besten: nämlich deutsche Beamte! Jeder einzelne der zehn Cyber-Abwehrer hat eine zweiwöchigen Internet-Crashkurs bei seinen eigenen Kindern (digital Natives!) absolviert, alle beherrschen das Zehnfingersystem und Behördenchef Michael Hange (60) soll sogar schon einmal auf kino.to (inzwischen kripo.to) gewesen sein.

Das Vorgehen: Die zehn Mitarbeiter des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums werden abwechselnd in Zweiergrüppchen durchs Internet patrouillieren (Hange: "Wir müssen Präsenz zeigen damit sich die User sicher fühlen."). Sobald sie etwas Verdächtiges bemerken (z.B. holz.de gehackt, Überfall auf sparkasse.de, nicht angemeldeter Raid bei WoW, Firewall versehentlich gelöscht) schlagen die Beamten zu.
Foto: Cyber-Abwehrer fangen einen Internetkriminellen, der zuvor mit über 187 Zeichen über die Datenautobahn getwittert ist.

Zukunft: Da sich Innenminister Friedrich in den Medien nun ausgiebig als Mann der Tat hat feiern lassen, hat das Nationale Cyber-Abwehrzentrum seinen eigentlichen Zweck bereits erfüllt. In spätestens einer Woche ist es vermutlich gehackt und wird von einem chinesischen Botnet kontrolliert.
ssi

Weitere Ratgeber im Postillon-Archiv:
Alles, was Sie über den Zensus 2011 wissen müssen
Großer Test: Was kann der neue Personalausweis?

Donnerstag, 16. Juni 2011

Bin Laden und al-Zawahiri nur Marionetten: Bart als wahre Wurzel allen Übels identifiziert

Es war die ganze Zeit der Bart
Islamabad (dpo) - Lange war es nur ein Verdacht, jetzt ist es bestätigt: Nicht Osama bin Laden ist für die Anschläge des 11. Septembers 2001 und jahrelangen Terrorismus verantwortlich, sondern sein Bart. Mit dem Ägypter Aiman al-Zawahiri hat die abgrundtief böse Gesichtsbehaarung jetzt einen neuen Träger gefunden, der prompt zum Nachfolger des Terrorfürsten gekürt wurde.
Die These, dass bin Ladens Bart die eigentliche Wurzel allen Übels ist, wird durch mehrere Indizien bestätigt. So soll bin Laden in seiner Kindheit den verhängnisvollen Bart noch nicht getragen haben – in dieser Lebensphase tötete er nicht einen Menschen! Auch lasse sich in den so gefürchten Terrorvideos belegen, dass sich bin Ladens Lippen nur deshalb bewegt hätten, weil der Bart an ihnen gezogen habe.
"Wie konnten wir nur so blind sein?", fragt sich der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates heute auf einer Pressekonferenz. "Jahrelang verfolgen wir den Drahtzieher der 9/11-Anschläge und als wir ihn endlich haben, verfehlen wir ihn knapp und erschießen stattdessen nur seinen aktuellen Träger – einen alten, unschuldigen Mann."
Neues Fahndungsplakat
Die CIA hat inzwischen den Weg des sinistren Bartes rekonstruiert. In einem internen Dokument heißt es: "Nachdem Osama bin Laden ins Meer geworfen wurde, schwamm sein Bart zunächst bis nach Mumbai. Von dort schlug er sich als Frau verkleidet und auf einem Esel reitend ins pakistanisch-afghanische Grenzgebiet durch, wo sich der bis dahin bartlose al-Zawahiri aufhielt." Dies sei auch der Grund, warum es so lange gedauert hat, bis bin Ladens Nachfolger ernannt wurde.
Während die Vereinigten Staaten jetzt erwägen, die Bewaffnung des Navy Seals Team Six auf Rasierklingen und Flammenwerfer umzurüsten, beginnen Historiker zu überprüfen, ob die Menschheitsgeschichte nicht vollkommen umgeschrieben werden muss. Manch einer glaubt, an Hitler und später an Stalin ebenfalls den damals noch jungen Bart bin Ladens erkannt zu haben.
ssi; Foto rechts: al-Dschasira

Mehr zum Thema Terrorismus im Postillon-Archiv:
"Du sollst nicht töten": Millionen Christen feiern Verstoß gegen fünftes Gebot
Graumelierter Terrorist mit Brille versetzt Deutschland in Angst und Schrecken
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Selbstmordattentäter nicht sicher, ob er Bügeleisen abgeschaltet hat

Newsticker (177)

++++ Unangenehm für Käpt'n Iglo: Verbraucherschützer stellen die Grätchenfrage ++++
++++ Kann ja jeder sagen: Das ++++
++++ Saisonbedingt: Leiter bekommt Sommersprossen ++++
++++ Bulimie unter Freundinnen: Immer mehr Mädchen brechen zusammen ++++
++++ Historiker rätseln: Starb Goebbels an Hetzinfarkt? ++++
dwu, rde, bwe, won, tim

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Mittwoch, 15. Juni 2011

FDP-Anhänger fordern Gegenleistungen für Blutspenden

Ganz offensichtlich kein FDP-Anhänger
Berlin (dpo) - Erst gestern hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die Deutschen anlässlich des Weltblutspendertags dazu aufgefordert, mehr Blut zu spenden. Daraufhin haben die wenigen verbliebenen FDP-Anhänger und -Mitglieder angekündigt, dem nur Folge zu leisten, wenn sie dafür hohe Gegenleistungen erhalten.
"Daniel Bahr scheint vergessen zu haben, dass unsere Partei für den freien Wettbewerb steht", beschwert sich der Jungliberale Marco Peschold (21) aus Potsdam. "Da glaubt er doch nicht ernsthaft, dass ich mir quasi Blut für lau vom Staat abknöpfen lasse. Leistung muss sich lohnen und deshalb spende ich nur, wenn ich dafür 100 Euro bekomme – mindestens."
Peschold ist – wie viele andere FDP-Sympathisanten auch – der Meinung, solche Beträge gerade jetzt einfordern zu können, wo die Blutreserven der Krankenhäuser wegen der EHEC-Krise besonders stark dezimiert sind. Immerhin bedeute eine hohe Nachfrage auch immer die Möglichkeit, einen hohen Preis zu verlangen.
Auch der Hotelier August von F., ein langjähriger Unterstützer der FDP, will nichts von Blutspenden wissen. "Ich habe in meinem ganzen Leben schon viel gespendet, aber noch nie, ohne dafür eine direkte Gegenleistung wie eine Mehrwertsteuersenkung oder andere politische Vorteile erhalten zu haben."
Trotz des Wunsches der FDP-Anhänger nach einer Gegenleistung dürften Blutspenden jedoch weiterhin mit einem matschigen Brötchen und einem guten Gefühl entlohnt werden, da – so August von F. – "in Deutschland nach wie vor viel zu viele Sozialromantiker und Kassenpatienten durch Gratisspenden die Preise für Blut verderben".
ssi; Foto: Valsts kanceleja, CC BY SA 2.0

Die FDP im Postillon-Archiv:
Kabinettsumbildung: FDP wird künftig mit gleichem Personal im Handstand regieren
Westerwelles Rücktritt vom Parteivorsitz stürzt Nation in tiefe Trauer
Ehemalige DDR-Politiker distanzieren sich von FDP
Archäologen finden Partei unter neun Jahre dicker Schicht Guido Westerwelle

Dienstag, 14. Juni 2011

Wal im Internet aufgetaucht

Tauchte heute einfach so im Internet auf: Wal
Lübeck (dpo) - Augenzeugenberichten zufolge ist heute ein Wal im Internet aufgetaucht und hat damit für einige Überraschung gesorgt.
"Als ich beim Postillon vorbeisurfte, war er plötzlich da", erklärte Augenzeuge Michael B. und präzisierte: "Gleich unter der Überschrift 'Wal im Internet aufgetaucht'. Wie passend!" Viele Internetnutzer, die den Meeressäuger mit eigenen Augen gesehen haben, erklärten anschließend, sie hätten sich Wale viel größer vorgestellt.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieser Vorfall durchaus kurios: "Wale – in diesem Fall ein Exemplar der Spezies Buckelwal – tauchen im Internet, das vor allem von Pornographie und Spaßbildern geprägt ist, eher selten auf", erklärte Meeresbiologe Hans Wurmel von der Universität Kiel auf Anfrage. "Wenn sie auftauchen, dann meist im Umfeld walrelevanter Themen, auf Webseiten der Umweltorganisation Greenpeace oder auf den Homepages japanischer Spezialitätenrestaurants." Wurmel geht davon aus, dass es sich bei dem Wal um ein Exemplar handelt, das zuvor bereits auf Wikipedia gesichtet wurde.
Ebenso schnell wie der majestätische Meeressäuger aufgetaucht ist, verschwand er auch wieder. "Sobald ich die Seite mit dem Postillon-Artikel über den Wal verlassen habe, war er weg", so Leser Michael B.
 ssi; Foto rechts: Tanchie, CC BY 3.0

Weitere Nachrichten mit Tier-Content im Postillon-Archiv:
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Newsticker (176)

++++ Geht auf keine Kuhhaut: Rodeoreiter streikt ++++
++++ Nicht von schlechten Eltern: Liebe ++++
++++ Taktlos: Dirigent gefeuert ++++
++++ Mobbing: Hexe hänselt Gretel ++++
++++ Keine macht die Drogen: Rauschmittelindustrie beschäftigt ausschließlich Männer ++++
rde, ssi, mst, mba,?

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Montag, 13. Juni 2011

Zu wenig Anerkennung: Heiliger Geist verlässt Dreifaltigkeit

Himmel (dpo) - Ausgerechnet an Pfingsten! Der Heilige Geist hat heute bei einer Pressekonferenz seinen Rückzug aus der Dreifaltigkeit aus Gott Vater, Sohn und – bis dato – Heiliger Geist erklärt. Seine Entscheidung begründet er damit, dass er sich von den beiden anderen Mitgliedern schon seit Jahrtausenden immer mehr in den Hintergrund gedrängt fühle.

Hat den Schnabel voll: Heiliger Geist
"Man sollte meinen, dass in einer Heiligen Dreifaltigkeit jedes der drei Mitglieder gleichberechtigt ist", gurrte der Heilige Geist in der für ihn üblichen Gestalt einer Taube. "Aber dem ist nicht so. Gott und Jesus haben immer im Vordergrund gestanden, alle Lorbeeren eingeheimst und mich damit abgespeist, dass wenigstens einmal im Jahr an Pfingsten an mich gedacht wird."
Der Heilige Geist legte eine kurze Pause ein, um nachdenklich einige Körner auf seinem Rednerpult zu picken.
"Und was soll überhaupt diese erbärmliche Visualisierung als Taube?", so der Heilige Geist weiter. "Als hätte ich den Jüngern an Pfingsten Erkenntnis und Weisheit auf den Kopf geschissen! Kein Wunder, dass die Menschen sich kaum für mich interessieren."
Auf die Frage, welche Pläne er nun nach seinem Rücktritt habe, antwortete der Heilige Geist, er wolle jetzt erst einmal durchatmen und dann ein Soloprojekt als eigenständiger Gott in neuer Gestalt starten.
Die anderen beiden Mitglieder der Dreifaltigkeit, Jesus und Gott, waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar, ließen aber durch ihr Management ausrichten, der Heilige Geist sei absolut ersetzbar. Bis ein Nachfolger im Rahmen eines Castings gefunden sei, wollen die beiden als Heiliges Duo auftreten.
ssi

Weitere Postillon-Berichte zum Thema Religion:
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Sonntag, 12. Juni 2011

Das Wort zum Sonntag (126)

Es kommentiert Alice Weißkohl (Kopfkohlrechtlerin und Journalistin)*:
Der Freispruch der Gurke ist ein Freispruch zweiter Klasse, bei dem es an Respekt für die Opfer mangelt.
Zwar äußerte das Robert-Koch-Institut letztlich "begründete Zweifel an der Schuld der Gurke", doch erschwert es dieses Urteil den Verbrauchern künftig, verseuchtes Gemüse zur Anzeige zu bringen. Zu groß ist die Gefahr, dass man letztlich nicht ernst genommen wird, nur weil ein Erreger nicht nachweisbar ist.
Auch ist das gesamte Verhalten der Gurke – übrigens eindeutig ein Phallussymbol – mehr als fragwürdig, hatte sie sich doch vor Bekanntwerden des EHEC-Skandals freiwillig von beinahe jedem dahergelaufenen Salatfreund mit Essig und Öl zuschütten und von Salz, Pfeffer, Dill und Zwiebel berieseln lassen.
Es ist daher absurd, dass der Anwalt der Gurke jetzt hinsichtlich der Verzehrwarnung des RKI von einer "grundlosen Vorverurteilung" spricht und behauptet, das Institut habe versucht "den Angeklagten maximal zu schädigen".
Eines wenigstens beruhigt mich: Die Gurke wird wohl nicht so schnell wieder in der deutschen Küche auftreten.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Idee: csp; Cartoon: Claude Müller Salafia

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Samstag, 11. Juni 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (85)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Wenn der Bild-Kolumnist Franz-Josef Wagner ein professioneller Satiriker wäre, dann wäre sein Text über seinen morgendlichen Blick in die Kloschüssel die perfekte Abrechnung mit der durch die Medien verursachten EHEC-Angst. Aber leider ist Wagner nur Wagner: Lieber Deutscher EHEC-Alltag
Apropos Boulevard und Fäkalien: Gruppenbild mit Darm
2. Auf der Seite Mighty Optical Illusions werden optische Täuschungen jeglicher Art gesammelt. Wer braucht da schon bewusstseinserweiternde Drogen?: Beware The Purple Nurple
3. Im auch sonst überaus lesenswerten Blog Die Wahrheit über die Wahrheit findet sich das "ultimative Wörterbuch, um die subtilen Bedeutungsunterschiede von Begriffen zu verstehen, je nachdem, ob ein denkender Mensch oder ein Esoteriker sie verwendet": Das energetisch schwingende Wörterbuch
4. Schon etwas älter, aber sehenswert – 160 unglaubliche Arnold-Schwarzenegger-Filmzitate in unter 10 Minuten (ähnlich gut: die 100 besten Filmbeleidigungen + die 100 "cheesiest" Filmzitate):

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige,  komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per  E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 10. Juni 2011

Zentralrat der Kinder kritisiert voreilige Entwarnung für Gurken und Salat

Skeptisch: Meier
Berlin (dpo) - Der Zentralrat der Kinder (ZdK) hat heute die voreilige Entwarnung für Gurken und Salat heftig kritisiert. Emma Meier (11), die Sprecherin des Dachverbandes aller Kinderverbände, mahnte stattdessen zu anhaltender Wachsamkeit und forderte, dass Kinder weiterhin mit unbedenklichen Süßigkeiten versorgt werden.
"Die Warnungen vor Salat und Gurken waren ein guter Anfang", erklärte Meier. "Aber anstatt sie jetzt einfach wieder zurückzunehmen und damit unsere Gesundheit zu riskieren, sollten lieber noch weitere Gemüsesorten wie etwa Spinat und vor allem Kohlrabi auf den Prüfstand gestellt werden."
Garantiert unbedenklich: Süßigkeiten
Auf einer Linie mit der Regierung und dem Robert-Koch-Institut zeigte sich der ZdK hingegen bei der Aufrechterhaltung der Warnung vor Sprossen ("Igittigitt"). Tomaten hingegen könnten in Form von Ketchup oder Pizzabelag wieder bedenkenlos verzehrt werden.
Auf die Frage, ob der Zentralrat der Kinder denn wirklich so große Angst vor EHEC habe, antwortete Meier: "E-was?"
ssi; Foto rechts: Daniel Åhs Karlsson, CC 3.0, Foto links: Cornischong, CC BY-SA 1.0

Mehr zu EHEC im Postillon-Archiv:
Ratgeber: Alles, was Sie über EHEC wissen müssen
EHEC: Aigner empfiehlt, komplett auf Essen und Trinken zu verzichten

Der Zentralrat der Kinder im Postillon-Archiv:
Zentralrat der Kinder bezweifelt, dass Eisbär Knut wieder zurück am Nordpol ist

Donnerstag, 9. Juni 2011

Razzia bei kino.to zwingt Millionen User, zwei Minuten nach neuer Streaming-Plattform zu suchen

Dresden (dpo) - Die überraschende Schließung der Streaming-Seite kino.to ist nicht nur ein großer Erfolg im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen, sondern hat auch negative Auswirkungen auf Millionen User in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Sie alle sind nun dazu gezwungen, im Schnitt zwei Minuten nach einer neuen Plattform zu suchen, wo sie sich Filme und Serien halblegal und gratis ansehen können.

Newsticker (175)

++++ Den Studenten stinkt's: Proktologe bringt Lehrstuhl mit in die Vorlesung ++++
++++ Halb so wild: Gezähmter Tiger ++++
++++ Beamte mit vorbildlicher Pflichtauffassung: Chefingenieur Montgomery Scott ++++
++++ Hat die Nase vorn: Fast jeder ++++
++++ Jetzt auf Faithbook: Der Like Christi ++++
tim, jig, sid, rde, fho

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Mittwoch, 8. Juni 2011

Ratgeber: Alles, was Sie über EHEC wissen müssen

Kein EHEC-Artikel ohne: Bakterienfoto
Hamburg (dpo) - Ohrenstöpsel, Augenbinden - zwecklos: Noch immer gibt es keinen effektiven Schutz dagegen, von allen Seiten mit Horrornachrichten über EHEC zugemüllt zu werden.
Um etwas Ordnung in die Informationsflut zu bringen, hat der Postillon exklusiv recherchiert und präsentiert auf einen Blick die wichtigsten Fragen und Antworten im Zusammenhang mit dem knuffigen Blutdurchfall:

Was ist EHEC?
Der Begriff EHEC ist ein Akronym und steht für Elendige Hinternsprengende Ekel-Cacke. Das Darmbakterium wird neben einer Übertragung durch Nahrungsmittel vor allem durch schmuddelige Medien wie Bild und Spiegel verbreitet ("Schmierinfektion").

Was unternimmt die Bundesregierung gegen EHEC?
Unsere Retter: FDP-Typ und Aigner
Getreu dem Motto "Viele Köche machen lecker Brei" wurden die Kompetenzen auf möglichst viele Stellen verteilt: Das Robert-Koch-Institut, Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren, dieser seltsame neue Gesundheitsminister (FDP?), Columbo und weitere 80 Millionen Spezialisten, sogenannte Bundesbürger, suchen seit Wochen fieberhaft nach der Quelle des Erregers.
Die neuste heiße Spur: Norwegische Bananen

Wie beuge ich gegen EHEC vor?
Damit ist nicht zu spaßen: roter Stuhl
Halten Sie sich von XXXLutz Möbelhäusern ("die mit dem roten Stuhl") fern. Essen Sie ausschließlich solche Lebensmittel, die bereits unter Verdacht standen: Spanische Gurken, Tomaten, Salat und Sprossen sind die einzigen Lebensmittel, die bislang negativ auf EHEC getestet wurden, und gelten damit als unbedenklich.
Die einzige sichere Methode ist allerdings der vollständige Verzicht auf Lebensmittel und Getränke über mehrere Wochen (wir berichteten).
Achtung: Diese Tipps eignen sich, um gegen EHEC vorzubeugen. Zur Vorbeugung gegen eine EHE helfen strenger Geruch, schlechter Charakter, Verhütung und/oder Homosexualität*.

*Achtung: Homosexualität, schützt zwar vor Ehe, birgt aber die Gefahr einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Wie geht es weiter?
Da die Neuinfektionen bereits wieder weniger werden, könnte es sein, dass der Ursprung der Krankheitswelle nie gefunden wird. Dann werden alle Verantwortlichen die Verantwortung auf ihre Mitverantwortlichen schieben und über die ganze Sache wird Gras wachsen – bis zur nächsten Krankheitswelle.
ssi

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Dienstag, 7. Juni 2011

Ehemaliger Ki.Ka-Mitarbeiter veruntreute Geld, um Armverlängerung zu finanzieren

Erfurt (dpo) - Selten ließ sich ein Brot derart schmieren: Gleich am ersten Verhandlungstag gestand der angeklagte Ki.Ka-Mitarbeiter B. das Brot Bestechung und Untreue in Millionenhöhe, gab aber seinem beruflichen Umfeld eine Mitschuld. Er sagte, die Verhältnisse im Ki.Ka seien "brutal" und "Mist".
Der Angeklagte gab an, dass er das Geld benötigte, um eine kostspielige Operation zu finanzieren. Durch eine Verlängerung seiner viel zu kurzen Arme wollte der unter Depressionen leidende Angeklagte endlich ein normales Leben führen.

Newsticker (174)

++++ Stinkt zum Himmel: Mönche beharren auf Raucherabtei ++++
++++ Traurig: Mann unter Sonnenschirm führt Schattendasein ++++
++++ Beruf schlecht gemacht: Schwertschlucker muss Lanze brechen ++++
++++ Macht doch nichts: Mann hat keinen Job ++++
++++ Toller Beruf: Affenjäger wedelt sich einen von der Palme ++++
fho, tim, tje, bwe, ssi

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Montag, 6. Juni 2011

Griechenland saniert Finanzen durch Lizenzgebühr auf Staatsform Demokratie

Athen (dpo) - Jubel in Athen! Die griechische Schuldenkrise dürfte nun endlich überwunden sein, nachdem Ministerpräsident Antonis Samaras heute angekündigt hat, Lizenzgebühren für die Staatsform Demokratie zu erheben. Anschließend gingen Millionen Griechen auf die Straße, um ihre Rettung angemessen zu feiern.

Sonntag, 5. Juni 2011

Das Wort zum Sonntag (125)

Es kommentiert Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña (CSU-Shootingstar)*:
¿Ja, haben die Wissenschaftler des Robert-Koch-Instituts ihren doctor denn im Lotto gewonnen oder gar in Bayreuth promoviert? Wegen der abstrusen Vorwürfe dieser Hochstapler stehen meine ehemals florierenden spanischen Gurkenfarmen kurz vor dem Ruin. ¡Ich verlange satisfacción!
Verzeihung, wir Südländer werden schnell so emotional. Mich persönlich würde es ja nicht wundern, wenn der EHEC-Erreger in der Druckerschwärze der Bild-Zeitung – ein fantástico Blatt übrigens – zu finden wäre. Das würde auch erklären, warum sich die Krankheit ungefähr ähnlich rápido ausbreitet wie die Auflage durch die Panikberichterstattung steigt.
Mir persönlich ist egal, woher der Darmkeim letztlich stammt, bin ich doch überzeugt, dass mein prächtiger Schnurrbart ohnehin als Bakteriensieb fungiert. Meinen Spitznamen, el Cohombro, trage ich weiterhin mit Stolz.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.

ssi; Mehr Cartoons von H. Mercker: www.hannes-mercker.de (Copyright liegt beim Zeichner)

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 4. Juni 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (84)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Zwei neue Satirenachrichtenprojekte machen dem Postillon seit Kurzem Konkurrenz: Kwaek - Satire und andere Lebewesen versucht es im Zeitungsstil mit knackigen und kurzen Pointen, während Liste 8 enthüllt: – ein reines Facebook-Blog – auch mit qualitativ hochwertigen, längeren Beiträgen punktet.
2. Im "Wacky Warning Labels™ Contest" werden die unsinnigsten Warnhinweise auf amerikanischen Produkten gewählt. Die Finalisten gibt es hier: 2011 Wacky Warning Labels™ Contest Finalists!
3. Laptop geklaut, was nun? Joshua Kaufman fotografierte den Dieb mithilfe einer Verfolgungssoftware in verscheidenen Posen bei der Verwendung des gestohlenen Rechners und stellte die Fotos ins Internet: Fernverfolgung: Webcam klärt Laptop-Klau auf, die Originalseite gibt's hier: This Guy Has My MacBook
4. Flughafengänge sind lang. Da ist es schon praktisch, wenn man mit dem Rad unterwegs ist:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige,  komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per  E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 3. Juni 2011

EHEC: Aigner empfiehlt, komplett auf Essen und Trinken zu verzichten

Hat selbst seit Tagen nichts gegessen: Aigner
Berlin (dpo) - Nachdem bekannt wurde, dass spanische Gurken nun doch nicht verantwortlich für die Verbreitung des gefährlichen EHEC-Erregers sind, hat Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) der Bevölkerung Deutschlands geraten, in den kommenden Wochen gänzlich auf den Verzehr von Nahrungsmittel und Getränken zu verzichten.
"Wir wissen immer noch nicht, welche Nahrungsmittel den Erreger übertragen", so Aigner auf einer Pressekonferenz. "Deshalb verspricht nur ein vorläufiger kompletter Verzicht auf Speisen und Flüssigkeiten jeglicher Art sicheren Schutz gegen die Weiterverbreitung des Bakteriums."
Sämtliche Supermarktketten und Gastronomiebetriebe Deutschlands wollen Aigners Empfehlung Folge leisten und haben bereits alle Nahrungsmittel und Getränke aus dem Sortiment genommen.
Mediziner sind zuversichtlich, dass bei einer konsequenten Umsetzung von Aigners Empfehlung EHEC – auch mangels geeigneter Wirtskörper – binnen weniger Wochen besiegt sein dürfte.
Foto: Aigner, CC BY-SA 3.0

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Donnerstag, 2. Juni 2011

Newsticker (173)

++++ Harter Job: Bahnmitarbeiter bringt Fahrgäste zur Strecke ++++
++++ Zieht so gut wie immer: Tee ++++
++++ Ansteckend: Mann leidet unter Pyromanie ++++
++++ Bayernfeindlichkeit: Mann in Lederhosen erhält Tracht-Prügel ++++
tim, bwe, ssi (3,4)

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Mittwoch, 1. Juni 2011

Wirrer Astrophysiker prophezeit Weltuntergang in fünf Milliarden Jahren

Bonn (dpo) - Wer diejenigen, die für den 21. Dezember 2012 den Weltuntergang ankündigten, schon für verrückte Spinner hielt, der sollte sich vielleicht gar nicht erst anhören, was der Bonner Astrophysiker Prof. Dr. Dr. Werner Stichner zu diesem Thema zu sagen hat. Der "Wissenschaftler" behauptet allen Ernstes, die Erde gehe in fünf Milliarden Jahren unter, weil sie von der Sonne zerstört wird.