Berlin (dpo) - Purzeln die Preise an den Tankstellen bald wieder? Zur Behebung der Spritpreiskrise hat sich die Bundesregierung an den Mann gewandt, der die meiste Erfahrung beim Organisieren dringend benötigter Güter in Krisenzeiten besitzt: Im Auftrag des Bundes ist es Jens Spahn (CDU) nach eigenen Angaben gelungen, Øl aus Dänemark für insgesamt 10 Milliarden Euro zu sichern.
"Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich sowas mache", so der Ex-Gesundheitsminister, während er stolz die ersten Paletten voller Kästen der kostbaren Flüssigkeit präsentierte. "Während Corona habe ich mich ja bereits unbürokratisch und schnell um die Maskenbeschaffung gekümmert. Diese Skills konnte ich hier natürlich zu unserem Vorteil einbringen."
Dank der gigantischen Lieferung von 10.000 Kästen Øl habe Deutschland langfristig ausgesorgt. "Die kann man dann einfach direkt aus der Flasche in den Tank kippen. Ein, zwei, drei Kästen und schon hat man vollgetankt."
Er nimmt einen tiefen Zug aus einer Flasche. "Für Öl schmeckt das überraschend gut. Wieder mal ein Geniestreich von mir!"
Geliefert wird der dringend benötigte Treibstoff von verschiedenen Øl-Import-Unternehmen, bei denen zufällig CDU-Kollegen Spahns im Aufsichtsrat sitzen. "Klar. Die waren deutlich teurer als marktüblich, aber ich habe natürlich sofort zugeschlagen, weil die Zeit eilte und schnelles Handeln erforderlich war. Ich bin mir sicher, dass mir das keiner nachtragen wird."
Immer wieder hatte der CDU-Politiker in jüngster Zeit für Aufsehen gesorgt, wenn er im Auftrag der Regierung dringend benötigte Ressourcen beschaffte. So konnte er in der Vergangenheit bereits die Halbleiter- und Chipkrise erfolgreich beenden, indem er halbe Leitern und Chips organisierte. Auch mit der Maskenbeschaffung an Karneval konnte Spahn glänzen. Zudem gelang es ihm, die Musterung junger deutscher Männer durch den Erwerb von gemusterten Stoffen entscheidend zu beschleunigen, das Haushaltsloch des Bundes durch den Kauf von Geld zu stopfen, die Not der Berliner während eines längeren Stromausfalls durch Steckdosen zu lindern, den Gasmangel zu beenden, indem er unbürokratisch Gasballons erwarb, und die Bundeswehr durch den Kauf von Bienenkörben mit Drohnen zu versorgen. Außerdem löste er die Spritpreiskrise erst vor Kurzem schon einmal, indem er Diesel-Jeans für 10 Milliarden beschaffte (wir berichteten):
