Tierschützerin Maike Mellinger zum Postillon: "Bienen werden für die Honigproduktion zu Zehntausenden in kleinen Kästen gehalten, in denen so wenig Platz ist, dass sie teilweise sogar übereinanderklettern müssen." Selbst bei der Herstellung von Bio-Honig sehe es nicht besser aus.
Auf viel zu engem Raum gehalten: Bienen |
Der Tierschutzbund erklärte, man könne Honig erst wieder mit gutem Gewissen konsumieren, wenn sich die Honigindustrie zu folgenden Schritten verpflichtet:
1. Kleingruppenhaltung: Pro Bienenstock dürfen maximal fünf bis acht Bienen gehalten werden.
2. Platz: Jede Biene braucht einen Auslauf von mindestens 15 Quadratzentimetern. Zwischen einzelnen Waben sollte stets ein Sicherheitsabstand von fünf Zentimetern gehalten werden.
3. Personal: Auf hundert Bienen muss mindestens ein Imker kommen. Königinnen bekommen einen Privatimker.
4. Gesundheit: Jede Biene sollte mindestens einmal im Monat vom Tierarzt untersucht werden.
5. Legeleistung: Die Eierproduktion einer einzelnen Königin darf maximal 1 Ei/Tag betragen.
6. Schlachtung: Wenn ältere Bienen keinen Honig mehr produzieren, dürfen sie geschlachtet und zu Bienenfleisch verarbeitet werden – allerdings nur wenn die Tiere zuvor mit einem Bolzenschussgerät betäubt wurden.
ssi; Foto unten: Alexander Z., CC BY-SA 3.0