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Donnerstag, 15. Januar 2015

Union fordert Vorratsdatenspeicherung wie in Frankreich, um Terroranschläge zu verhindern

Berlin, Paris (dpo) - Nach den Terroranschlägen in Frankreich haben Unionspolitiker, darunter Kanzlerin Angela Merkel und Innenminister Thomas de Maizière, erneut die Einführung der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung gefordert. Als Vorbild gilt Frankreich, wo Verbindungsdaten jedes einzelnen Bürgers bereits seit 2006 12 Monate lang zur Terrorismusbekämpfung gespeichert werden.

"Gerade jetzt nach den schrecklichen Anschlägen von Paris sollte Deutschland nicht zögern, bewährte Strategien zur Bekämpfung von Terror wie die französische Vorratsdatenspeicherung zu übernehmen", erklärte de Maizière. Von voreiligen Forderungen, lieber die politischen und sozialen Ursachen für Terrorismus zu bekämpfen, hält er wenig.
Der Erfolg der anlasslosen Speicherung aller Verbindungsdaten sei laut Sicherheitsexperten nicht von der Hand zu weisen. Immerhin sei allein in den vergangenen sechs Tagen kein einziger tödlicher Terroranschlag auf französischem Gebiet verübt worden.
Ebensowenig habe es im Zeitraum von 2008 bis 2010 Terrorangriffe auf deutschem Boden gegeben, als die Vorratsdatenspeicherung hierzulande praktiziert wurde.
fed, ssi, dan; Foto: Christliches Medienmagazin pro
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