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Stabilitätsanker im Nahen Osten bombardiert Nachbarland

Riad, Sanaa (dpo) - Wird der Nahe Osten jetzt noch stabiler? In der Nacht zum Donnerstag hat Saudi-Arabien Stellungen der Huthi-Rebellen im Nachbarland Jemen angegriffen und bereitet derzeit offenbar einen größeren Kriegseinsatz vor. Der ausgewiesene Stabilitätsanker der Region will damit vermutlich zu Frieden und Sicherheit im Nahen Osten beitragen – ähnlich wie bereits der Bündnispartner USA im Irak.

"Als Ordnungsgarant des gesamten arabischen Raums tut Saudi-Arabien derzeit alles, was sich die Bundesregierung bei ihren wiederholten Waffenlieferungen an das Königreich erhofft hat”, erklärt Sicherheitsexperte Oskar Renger. "Man kann die sich dank des saudi-arabischen Bombardements anbahnende Stabilität im Jemen förmlich greifen."
Diese jemenitische Ortschaft ist stabilisiert.
Besonders lobt Renger die Weitsicht des früheren Verteidigungsministers Thomas de Maizière, der die "mäßigende Rolle" Saudi-Arabiens mit dem Export deutscher Waffen unterstützte. "Das zahlt sich gerade jetzt aus, da das Land mit einer 150.000 Mann starken Mäßigungstruppe an der Grenze zum Jemen steht und mit seinen Jets mäßigende Bomben abwirft", so der Experte. "Ein Land mit so vielen unterschiedlichen Interessengruppen wie etwa der Assad-Reg- ... Verzeihung: den Regierungstruppen des abgesetzten Präsidenten, den Huthi-Rebellen, al-Qaida und diversen Stammesverbänden lechzt geradezu danach, dass noch jemand von außen kommt und ein wenig Stabilität mitbringt."
Gleichzeitig mahnte Renger vor einer voreiligen Verurteilung Saudi-Arabiens aufgrund der Unterdrückung des eigenen Volkes und der Anwendung der Scharia. "In so einer Lage sollte das nicht zu sehr in den Fokus rücken. Immerhin ist Saudi-Arabien – haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? – ein Stabilitätsanker im Nahen Osten."
ssi, dan; Foto oben: InsectWorld / Shutterstock.com, Foto rechts: © dpa - Picture-Alliance
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