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"Bitte lächeln!": Hinweisschild soll Qualität von Blitzer-Fotos verbessern

Berlin (dpo) - Jeder kennt es: Bei einer gemütlichen Autofahrt wird man plötzlich völlig überraschend wegen zu hohen Tempos geblitzt. Die Folge sind oft düstere und alles andere als ansehnliche Schwarz-Weiß-Fotos. Nun hat das Verkehrsministerium die Einführung eines Hinweisschilds angekündigt, das Autofahrer künftig in ausreichender Entfernung vor einer Radarfalle zum Lächeln auffordert.

"Die Polizei bekommt oft selbst einen Schrecken, wenn sie die Bilder von verdutzten Autofahrern sieht", erklärt Verkehrsminister Volker Wissing. "Weit aufgerissene Augen, ein verformter Mund, entglittene Gesichtszüge – meist ist das wirklich kein schöner Anblick." Jeder vierte geblitzte Autofahrer popele gar mit dem Finger in der Nase.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Inspiriert sind die neuen Schilder von ähnlichen Hinweisen in Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften. "Was dort hervorragend funktioniert und wunderschöne Erinnerungsfotos hervorbringt, kann auch für die Straße nicht verkehrt sein", so der Minister.

Um die Qualität weiter zu steigern, sollen Blitzer-Kameras künftig durch High-Tech-Spiegelreflexkameras mit automatischer Gesichtserkennung ersetzt werden. Ein Vorblitz soll den berüchtigten Rote-Augen-Effekt minimieren.

Im Verkehrsministerium hofft man, dass Temposünder ihr Bußgeld umso bereitwilliger bezahlen, wenn sie dafür ein hochwertiges Bild in den Händen halten, das sie sich auch problemlos eingerahmt an die Wand hängen oder als Bewerbungsfoto verwenden können.

pfg, (dan, ssi); Foto oben [M]: dpa, Foto rechts: Hundehalter, CC BY-SA 3.0 (oben) / Shutterstock (unten); Erstveröffentlichung: 8.4.16
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