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Montag, 24. April 2017

Rüstungsausgaben weltweit gestiegen, weil alle sich durch weltweit gestiegene Rüstungsausgaben bedroht fühlen

Stockholm (dpo) - Im dritten Jahr in Folge sind die Rüstungsausgaben 2017 weltweit gestiegen – im Vergleich zu 2016 ein Plus von 1,1 Prozent (1739 Milliarden Dollar). Offenbar fühlen sich immer mehr Länder von der starken Aufrüstung in anderen Ländern bedroht und sehen daher keine andere Möglichkeit, als massiv aufzurüsten.

Weltweite Rüstungsausgaben 1988-2016
Dabei sind die Ausgaben in nahezu allen Ländern ausdrücklich zur Landesverteidigung gedacht. Das gelte insbesondere für Investitionen in Langstrecken-Raketen, Atomwaffen und spezielle Militärfahrzeuge für allerlei exotisches Terrain.
Am meisten gaben die USA aus – insgesamt 610 Milliarden Dollar. "Da insbesondere Russland und China, aber auch viele andere Länder immer mehr für Rüstung ausgeben, sind wir gezwungen, auch unser Militärbudget entsprechend anzupassen, um unseren Bürgern weiterhin Sicherheit garantieren zu können", erklärte ein Sprecher der US-Regierung.
Schützt die USA: US-Zerstörer
In China, das mit 228 Milliarden Dollar an zweiter Stelle steht, erklärte ein Vertreter der Kommunistischen Partei: "Da insbesondere die USA, Japan und Südkorea, aber auch viele andere Länder immer mehr für Rüstung ausgeben, sind wir gezwungen, auch unser Militärbudget entsprechend anzupassen, um unseren Bürgern weiterhin Sicherheit garantieren zu können."
Schützen China: Soldaten
Riad begründete Platz drei bei den weltweiten Rüstungsausgaben Saudi-Arabiens mit folgenden Worten: "Da insbesondere der Iran, aber auch viele andere Länder immer mehr für Rüstung ausgeben, sind wir gezwungen, auch unser Militärbudget entsprechend anzupassen, um unseren Bürgern auch weiterhin Sicherheit garantieren zu können", so ein Sprecher des saudi-arabischen Königshauses.
Schützen Saudi-Arabien: Panzer und Soldaten
Aus Russland, dem Land mit den weltweit vierthöchsten Rüstungsausgaben, heißt es wiederum: "Da insbesondere die NATO, aber auch viele andere Länder immer mehr für Rüstung ausgeben, sind wir gezwungen, auch unser Militärbudget entsprechend anzupassen, um unseren Bürgern weiterhin Sicherheit garantieren zu können", erklärte ein Kreml-Sprecher.
Schützt Russland: Sukhoi T-50
Ähnlich äußerte sich die indische Regierung (Platz 5): "Da insbesondere Pakistan, aber auch viele andere Länder immer mehr für Rüstung ausgeben, sind wir gezwungen, auch unser Militärbudget entsprechend anzupassen, um unseren Bürgern weiterhin Sicherheit garantieren zu können."
Schützen Indien: Pinaka-Raketenwerfer
Die NATO-Mitglieder Frankreich (Platz 6), Großbritannien (Platz 7) und Deutschland (Platz 9) veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung: "Da insbesondere Russland, aber auch viele andere Länder immer mehr für Rüstung ausgeben, sind wir gezwungen, auch unser Militärbudget entsprechend anzupassen, um unseren Bürgern weiterhin Sicherheit garantieren zu können."
Schützen Frankreich: Giat 155mm GCT
Japan und Südkorea, die im internationalen Vergleich die Plätze 8 und 10 belegen, ließen jeweils erklären: "Da insbesondere China und Nordkorea, aber auch viele andere Länder immer mehr für Rüstung ausgeben, sind wir gezwungen, auch unser Militärbudget entsprechend anzupassen, um unseren Bürgern weiterhin Sicherheit garantieren zu können."
Verteidigt Japan: Zerstörer
Ähnlich äußerten sich Italien, Australien, Brasilien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel (Platz 11-15) sowie zahlreiche weitere Länder, die notfalls zu einem Präventivschlag imstande sein wollen, falls ein verfeindetes Land plötzlich hinterhältigerweise seinen Verteidigungshaushalt für einen Angriff zweckentfremdet.
Dem Trend zuwider laufen insbesondere jene 22 Staaten - darunter Costa Rica, Panama, Island, Liechtenstein und Mauritius - die kein stehendes Heer besitzen. Ihre Militärausgaben stagnierten bei 0 Dollar. Dennoch wurde mysteriöserweise keines dieser Länder in den vergangenen Jahren erobert, ausgeplündert oder bedroht.
fed, ssi, dan; Foto Sukhoi: Maksim Maksimov, CC BY-SA 3.0; Foto Pinaka: Hemant.rawat1234, Erstveröffentlichung: 24.4.17 (an 2018 angepasst)
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