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Ratgeber: Alles, was Sie über den neuen 50-Euro-Schein wissen müssen

Geldfälscher haben ab sofort eine neue Herausforderung: Seit heute ist der neue 50-Euro-Schein mit neuen Sicherheitsmerkmalen im Umlauf. Doch was macht den neuen Fuffi eigentlich so besonders? Hier erfahren Sie alles, was Sie über die neue Banknote wissen müssen:


Welche Grundeigenschaften hat der neue 50-Euro-Schein?
Preis: Der neue 50-Euro-Schein kann in jeder gut sortierten Bank für 50 Euro erworben werden (unverbindliche Preisempfehlung; bei Sparkassen ggf. 50 Euro + 0,29 Euro Gebühr). Aber Vorsicht: Wer den neuen Fünfziger mit einem neuen 50-Euro-Schein bezahlt, besitzt danach immer noch nur einen (!) neuen 50-Euro-Schein (sog. Scheinkauf-Paradoxon).
Rückseite des neuen 50-Euro-Scheins:
Form: Der neue 50-Euro-Schein ist rechteckig. Fans runder Scheine gehen also wieder einmal leer aus.
Vorderseite des neuen 50-Euro-Scheins:
Aussehen: Auf dem neuen Fünfziger sind wie schon bei den Euro-Scheinen zuvor wieder einmal irgendwelche seltsamen Fenster auf der einen Seite und alte Brücken auf der anderen abgebildet. Mit diesen swagen, ja geradezu tighten Motiven will die EU-Kommission die Jugend wieder mehr für die europäische Idee begeistern.
Politisch pikant: Obwohl Großbritannien den EU-Austritt offiziell beantragt hat, steht neben EURO auch noch die englische (EBPO) und walisische (EYRΩ) Schreibweise auf dem Schein. Laut EZB waren die Banknoten zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits fertig gedruckt.
Seitenansicht des neuen 50-Euro-Scheins:
Name: Der neue 50-Euro-Schein kann wahlweise als "50-Euro-Schein", "Fuffi", "Fuchzger", "Halber Hunderter", "50er", "Feuro", "Fuchi", "45+5er", "Prinz Fufu", "50 Schleifen", "Fruchtziger", "Echter Fuffziger" oder "Schwarzarbeiterlohnzettel" bezeichnet werden.
Zum Vergleich – so sah der alte 50-Euro-Schein aus:
Geschmack: Der neue Fünfziger ist trocken im Geschmack mit Mandelton, geschmeidig, leicht aromatisch und samtig voll im Körper mit leicht bitterem Abgang. Er harmoniert mit Braten, Wildgerichten und harten Käsesorten.

Welche besonderen Eigenschaften hat der neue 50-Euro-Schein?
Fälschungssicherheit: Der neue 50-Euro-Schein besitzt zahlreiche neue Sicherheitsmerkmale:
- Bisstest: Beißt man auf den neuen 50-Euro-Schein, ertönt die Europahymne.
- Sicherheitswort: Schräg über jeden echten Schein steht in grauen Buchstaben "specimen".
- Wasserzeichen: Wenn man den Schein gegen das Licht hält, blendet die Sonne nicht mehr so.
- Scherentest: Schneidet man mit einer Schere ein Fünfzigstel des Scheins am rechten Rand ab, ändert sich die Wertzahl von 50 auf 49.
Der neue Fünfziger ist damit so fälschungssicher, dass Geldfälscher künftig gezwungen sein dürften, stattdessen den weniger sicheren 100-Euro-Schein zu fälschen – im Halbtagsbetrieb.
Feuerfest: Im Gegensatz zum alten Fünfzig-Euro-Schein ist der neue Fünfziger dank einer speziellen Gummierung absolut feuerfest. Probieren Sie es ruhig aus!

Wofür kann man den neuen 50-Euro-Schein sonst noch nutzen?
Kokain schnupfen:
Dank seiner glatten Oberfläche eignet sich der neue Fünfziger hervorragend zum Schnupfen von Kokain und ähnlichen Muntermachern, ohne dass Rückstände an der Banknote kleben bleiben.
Da allerdings der relativ geringe Nennwert des Scheines dem typischen Konsumenten peinlich niedrig erscheinen dürfte, warten echte Connaisseure auf die sukzessive Einführung des neuen Hunderters, Zweihunderters und Fünfhunderters oder rollen ihre goldene Kreditkarte.
Tauschhandel: Der neue Fünfzig-Euro-Schein kann im äußersten Notfall auch gegen Waren und Dienstleistungen eingetauscht werden. Eine Sache, die beispielsweise 100 Euro kostet, erhält man meist schon für gerade einmal zwei neue Fünfziger (VHB). Selbst Dinge, die unter 50 Euro kosten, können so erworben werden. Allerdings nur, wenn man bereit ist, sich dafür im Gegenzug bereits abgenutzte Fünfer, Zehner und Zwanziger sowie seltsam riechende Metallscheiben aushändigen zu lassen. Diese lassen sich jedoch ganz einfach in herumstehenden Hüten entsorgen.

Was passiert mit den alten Scheinen?
Die alten Fünfzig-Euro-Scheine sind ab dem 4.4.2017 (12 Uhr MEZ) ungültig und dürfen auf keinen Fall mehr verwendet werden.
Leserservice: Sie können Altscheine ganz einfach in einem ausreichend frankierten Kuvert an die Postillon-Redaktion (Der Postillon, Fronmüllerstraße 71, 90763 Fürth) senden, wo sie anschließend fachgerecht entsorgt werden.

ssi, dan, fed
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