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Mittwoch, 20. November 2019

Stichwahl um SPD-Vorsitz: Die beiden Kandidaten-Duos im Postillon-Schnellcheck

Wer rettet die SPD vor dem Niedergang? Wahrscheinlich niemand. Aber immerhin: Seit Dienstag und noch bis zum 29. November können 425.630 SPD-Mitglieder entscheiden, wer die Partei künftig als Doppelspitze führen wird. Doch wer sind eigentlich die vier Kandidaten, die in zwei Duos zur Stichwahl antreten? Der Postillon stellt Ihnen die Bewerber einzeln vor und spricht eine klare Empfehlung an alle SPD-Mitglieder aus:


Kandidaten-Duo 1: Olaf Scholz & Klara Geywitz

Olaf Scholz
Pro:
- Heißt fast genau so wie ein weiterer erfolgreicher SPD-Spitzenkandidat (Stichwort: Scholzzug!)
- Bekannter als seine Konkurrenten
- Kann mit seinen Reden Menschen heilen, die unter Einschlafproblemen leiden
- Hat schon mal eine Wahl gewonnen
- 70% aller Unions-Wähler glauben, Scholz sei in der CDU, was bei einer Kanzlerkandidatur zusätzliche Stimmen bringen könnte
- Gilt als Experte beim Ausrichten von G20-Gipfeln

Contra:
- Hat die Agenda 2010 miteingeführt, was irgendwie nicht so richtig gut ankam bei SPD-Anhängern
- Beurteilt Nullen anhand ihrer Farbe
- Gewonnene Wahl von Scholz war nur in der Heimatstadt des HSV
- Von 2001 (SPD: 42%) bis heute (SPD: 14%) Teil der SPD-Führungsspitze
- Sein Mittelscheitel ist sehr inakkurat
- Wird von Hans-Georg Maaßen empfohlen

Klara Geywitz
Pro:
- Einzige Frau, die bereit war, mit Olaf Scholz zu kandidieren
- Gilt als gute Netzwerkerin und könnte daher endlich für ein stabiles W-Lan im Willy-Brandt-Haus sorgen
- Hat den perfekten Mitbewerber, neben dem sie stets sympathisch, klug und bescheiden wirkt
- Ossi (gut für SPD-Regionalproporz!)

Contra:
- Schämt sich nicht, mit Olaf Scholz zu kandidieren
- Ihr Nachname beinhaltet den Begriff Witz
- Isst Ananas auf der Pizza

Kandidaten-Duo 2: Norbert Walter-Borjans & Katja Bleske

Norbert Walter-Borjans
Pro:
- Hat als Finanzminister Nordrhein-Westfalens mal eine CD mit Daten von Steuersündern gekauft und damit für mehr Steuergerechtigkeit gesorgt
- Gilt als Sozialdemokrat
- Sieht ein bisschen aus wie Gregor Gysi

Contra:
- Dachte eigentlich, die CD aus der Schweiz sei das neue Album von DJ Bobo
- Niemand weiß, wo sein Vorname aufhört und der Nachname beginnt
- Sozialdemokraten sind in der SPD seit 1999 unerwünscht
- Trägt eine Brille (noch nie gewann ein SPD-Kanzlerkandidat mit Brille eine Wahl)
- Will Groß- und Internetkonzerne höher besteuern, weshalb eine Google-Suche nach seinem Namen inzwischen ergibt: "0 Ergebnisse: Meinten Sie Klobert Spalter-Popelhans?"

Sandra Bleske
Pro:
- In der Bevölkerung weitgehend unbekannt, womit sie für echte Erneuerung steht

Contra:
- Kein Ossi (schlecht für SPD-Regionalproporz!)
- Ist so unbekannt, dass den meisten Lesern noch nicht mal auffiel, dass sie in Wahrheit nicht Sandra Bleske, sondern Saskia Esken heißt und völlig anders aussieht.

Und hier die offizielle Empfehlung der Postillon-Redaktion an SPD-Mitglieder:
"Hä? Warum seid ihr ernsthaft noch Mitglied in dieser Partei? Irgendwie die letzten 20 Jahre Sozialabbau, Krieg und Tatenlosigkeit im Umweltschutz verpennt? Schnell austreten!"

ssi, dan; Fotos: dpa/Shutterstock; Foto Klara Geywitz: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0; Foto Walter-Borjans: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0
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