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Montag, 18. November 2019

AfD bezweifelt, dass weltweiter Anstieg von Verpackungsmüll menschengemacht ist

Berlin (dpo) - Die Menge an Verpackungsmüll ist auf ein Rekordhoch gestiegen. 18,7 Millionen Tonnen fielen laut Umweltbundesamt allein in Deutschland im Jahr 2017 an. 226,5 Kilogramm pro Bundesbürger. Politiker der AfD sehen dennoch keinen Handlungsbedarf. Sie halten Verpackungsmüll für eine natürliche Erscheinung, auf die die Menschheit keinen Einfluss hat.

"Verpackungsmüll ist natürlich da, das bestreiten wir nicht", räumt AfD-Chefin Alice Weidel ein. "Aber dass die Menschheit damit etwas zu tun hat, ist überhaupt nicht bewiesen."
Ihr Co-Vorsitzender, Alexander Gauland, hält einen Plastik-Kaffeebecher in die Höhe. "Sehen Sie: Links-grüne sogenannte 'Wissenschaftler' behaupten, dieser Becher sei von Menschen konstruiert und anschließend in einem speziellen Pressverfahren hergestellt worden. Aber haben sie dafür irgendwelche Beweise? Für mich sieht diese runde Form sehr organisch aus."
Könnte auch einfach auf erhöhte Sonnenaktivität zurückzuführen sein: Verpackungsmüll
Zudem habe es bereits in der Vergangenheit immer wieder ganz natürlich Anstiege und Rückgänge in der Menge des Verpackungsmülls gegeben. Gauland: "Im Mittelalter beispielsweise gab es einen vorübergehenden Anstieg bei alten Weinschläuchen, Tonkrügen für Blutegel und Einweg-Hanfsäckchen, deren Auftreten ungefähr zur Zeit der Pest wieder stark zurückging. Niemand weiß, warum."
Die Statistik gibt der AfD recht. Denn während rund 99,999979 Prozent aller vom Postillon zum Thema befragten Wissenschaftler keinen Zweifel daran haben, dass Plastikmüll menschengemacht ist, bezweifelten dies dennoch ganze 0,000021 Prozent der Forscher.
"Man sieht also: Das Thema ist selbst bei Experten hochumstritten und wird noch kontrovers diskutiert", fasst Weidel zusammen. "Bis es wissenschaftliche Klarheit gibt, wäre es absolut unverantwortlich von der Politik, irgendwelche überstürzten Maßnahmen anzukündigen."
ssi, dan; Idee: @kaffeecup; Foto: dpa/Shutterstock
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