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Mittwoch, 11. Dezember 2019

16-Jährige wundert sich, dass Staatschefs im Alter von 65 bis 73 angesichts drohender Klimakatastrophe nicht in Panik geraten

Madrid (dpo) - Wo haben sie nur diese Ruhe her? Klimaaktivistin Greta Thunberg (16) rätselt derzeit, warum Staatschefs wie Angela Merkel (65), Wladimir Putin (67), Donald Trump (73), Jair Bolsonaro (64), Xi Jinping (66) oder Shinzo Abe (65) von der Tatsache, dass der Klimawandel die Menschheit schon in wenigen Jahrzehnten vor existenzielle Probleme stellen wird, seltsam kalt gelassen werden.

"Wie können Sie auf die Zahlen der Klimaforscher reagieren, ohne auch nur ein bisschen Panik zu haben?", fragte Thunberg auf dem Klimagipfel in Madrid. "Haben die denn keine Angst vor Umweltkatastrophen, Dürren, Wassernot und Meeresspiegelanstieg? Das wird doch alles noch vor dem Ende des Jahrhunderts auf uns zukommen!"
Kurz zieht sie in Erwägung, ob womöglich das Alter der Staatschefs damit zusammenhängen könnte. "Vielleicht haben sie durch ihre größere Lebenserfahrung einfach ein besonderes Maß an Einsicht über den Klimawandel, das mir bisher verwehrt geblieben ist", überlegt sie. "Aber dann würden sie das ja sicher sagen. Das kann es also nicht sein."
Merkel, Putin, Trump, Bolsonaro, Xi und Abe waren bislang nicht auf dem Klimagipfel in Madrid zugegen. Sie nutzten die Zeit für eigene Vorbereitungen auf die Folgen des Klimawandels, indem sie leise vor sich hinkichernd aus einem Katalog für Bestattungsbedarf einen gemütlichen Sarg aussuchten.
tla, dan, ssi; Foto: dpa
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