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Mittwoch, 8. Januar 2020

Bundesregierung, die brav die Schnauze hielt, als USA iranisches Regierungsmitglied ermordeten, verurteilt iranischen Gegenangriff aufs Schärfste

Berlin (dpo) - Dieselbe Bundesregierung, die vor wenigen Tagen brav die Klappe gehalten hatte, als die USA ein iranisches Regierungsmitglied mit einem Luftschlag ermordete, hat nun den Gegenangriff Irans aufs Schärfste verurteilt.

"Ich kann nur sagen, sicherlich im Namen der Bundesregierung, dass wir diese Aggression auf das Schärfste zurückweisen", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer heute. Eine ähnliche Zurückweisung gab es nicht, als zuvor die USA im Alleingang und ohne Vorwarnung an Verbündete den iranischen Al-Quds-General Qasem Soleimani bei einem Staatsbesuch im Irak töteten.
"Wir fordern Iran auf, alle Schritte zu unterlassen, die zu einer weiteren Eskalation führen könnten", forderte zudem Außenminister Heiko Maas (SPD), der selbiges seltsamerweise nicht mit dem gleichen Nachdruck von den USA gefordert hatte.
Experten gehen davon aus, dass eine deutsche Bundesregierung frühestens in 500 bis 900 Jahren in der Lage sein wird, die Vereinigten Staaten von Amerika für völkerrechtswidrige Angriffe, extraterritoriale Foltergefängnisse oder das Abhören deutscher Staatsbürger und Politiker offen zu kritisieren.
ssi, dan; Fotos: Shutterstock / fotoberlin.net

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