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Mittwoch, 29. April 2020

Weil Gottesdienste wieder erlaubt sind: DFB meldet neue Religion "Fußball" an und erklärt Stadien zu Kirchen

Frankfurt (dpo) - Preiset den Fußballgott! Als Reaktion auf die Öffnung von Gottesdiensten hat der DFB die Ausübung von Fußball offiziell als Glaubensgemeinschaft eintragen lassen. Somit können künftig religiöse Feiern in den als Fußballtempel deklarierten Stadien in ganz Deutschland stattfinden.

"Unserem Gott ist einfach keine Flanke zu weit!", jubelt DFB-Präsident Fritz Keller bei der Vorstellung des Coups. "Ich freue mich, meine Glaubensbrüder und -schwestern schon ab kommendem Wochenende in unseren Freiluftkirchen endlich wieder zu sehen!"
Die Fußball-Gottesdienste finden in der Regel einmal wöchentlich, meistens samstags um 15.30 Uhr, in neun Städten statt. Die feierliche Zeremonie besteht darin, dass 22 Geweihte über 90 Minuten lang versuchen, eine heilige Kugel in ein gesegnetes Netz zu bugsieren, ohne dabei ihre unreinen Hände zu benutzen. Wie bei christlichen, muslimischen oder jüdischen Gottesdiensten auch wird dies von der Gemeinde mit feierlichen Gesängen ("Schalalala!" - "Schwarze Füße, gelbe Zähne, ja das ist der BVB!") begleitet und mit pietätvollen Zwischenrufen ("FOUL!" - "Schiri!") unterstrichen.
Ähnlich wie während des christlichen Abendmahls werden zudem liturgische Speisen gereicht – allerdings nicht Wein und Hostien, sondern Bier und Bratwurst. Gelegentlich wird auch von besonders orthodoxen Anhängern zeremonieller Weihrauch - Bengalo genannt - entzündet.
Zusätzlich finden in weiteren 19 Städten niederrangigere, jedoch nicht weniger heilige Gottesdienste (2. und 3. Liga) statt. Für Gläubige, die aus Kapazitätsgründen nicht den Weg in Fußball-Kathedralen mit so klangvollen Namen wie Allianz Arena oder Signal Iduna Park gefunden haben, wird der Gottesdienst im Sender "Sky" ausgestrahlt, Zusammenfassungen laufen zudem auf ARD und ZDF.
Mit rund 47 Millionen Anhängern ist Fußball damit künftig die wichtigste Religionsgemeinschaft des Landes, was dem DFB außerdem ermöglicht, künftig Kirchensteuer zu erheben.
tla, ssi, dan; Fotos: Shutterstock
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