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Donnerstag, 14. Mai 2020

Um alle verschobenen Events unterzubringen: 2020 wird um zwei Monate verlängert

Berlin (dpo) - Gute Nachrichten für Künstler, Sportler und Fans: Dieses Jahr wird nicht wie üblich aus zwölf, sondern aus 14 Monaten bestehen. Das haben die Staats- und Regierungschefs der Industriestaaten in ungewohnter Einigkeit beschlossen. Dadurch soll es möglich werden, sämtliche durch die Corona-Pandemie verschobenen Events und Großveranstaltungen wie geplant nachzuholen.

"Zahllose Festivals, Tourneen, Kongresse, Messen und Sportveranstaltungen wie die Olympischen Spiele und die EM mussten wegen der Coronakrise verschoben werden", heißt es in einem Beschluss, der inzwischen von mehr als 60 Ländern unterzeichnet wurde. "Es ist nicht nur von finanzieller, sondern auch von kultureller Wichtigkeit, dass möglichst viele dieser Veranstaltungen noch im Jahr 2020 stattfinden können."
Die beiden zusätzlichen Monate werden in Anlehnung an das Corona-Virus "Corovember" und "Copril" genannt und den zwölf herkömmlichen Monaten angehängt. Der Corovember hat 30 Tage, der Copril 31. Ab 2021 geht es dann wieder im gewohnten Zwölf-Monats-Rhythmus weiter.
Zusätzlicher positiver Nebeneffekt der Kalenderstreckung: Die Wissenschaft hat zwei zusätzliche Monate Zeit, um womöglich noch in diesem Jahr einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln.
Falls dies tatsächlich gelingen sollte, spräche auch nichts dagegen, das Jahr 2020 mit großen Silvesterfeiern am 31. Copril gemeinsam mit vielen anderen Menschen am Brandenburger Tor, im Hafen von Sydney oder am New Yorker Times Square zu verabschieden.
Doch es gibt auch Kritik an der Maßnahme, hinter der viele die mächtige Kalenderlobby vermuten. Immerhin können Kalenderhersteller so ein zweites Mal ihr Produkt unter die Leute bringen und sogar noch 16 Prozent Aufschlag verlangen. Kinder wiederum, die das Pech haben, ausgerechnet im Corovember oder Copril 2020 geboren zu werden, können nie wieder Geburtstag feiern und bleiben bis ans Ende ihrer Tage null Jahre alt.
swo, dan, ssi; Foto: Shutterstock
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