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Dienstag, 10. November 2020

USA bauen Weißes Haus als Kulisse nach, wo Trump weiter "Präsident" sein kann

Washington (dpo) - Wenn er nicht aufgeben will, muss es halt anders gehen: In den USA hat eine parteiübergreifende Initiative in dieser Woche mit dem Bau einer originalgetreuen Kopie des Weißen Hauses begonnen. Der Plan: Sollte Donald Trump sein Amt nicht freiwillig für seinen legitimen Nachfolger Joe Biden räumen, darf er weiterhin in der aufwendigen Kulisse Präsident sein, während Biden in der echten Welt die Amtsgeschäfte übernimmt.

"Es war jetzt ein paar Jahre lustig, das mitanzusehen", erklärt ein hochrangiger republikanischer Senator, der wie zahlreiche weitere Parteikollegen den Präsidenten derzeit noch in seinem Wahn beschwichtigt und deshalb vorerst anonym bleiben will. "Aber allmählich machen wir uns so ernsthafte Sorgen, dass wir jetzt keinen anderen Ausweg mehr sehen. Wenn er nicht bald aus dem Verkehr gezogen wird, richtet er noch das ganze Land zugrunde."

Tatsächlich gab bereits das gesamte persönliche Umfeld des Präsidenten grünes Licht für den verwegenen Plan, Trump demnächst mittels eines mit Schlafmittel versetzten Doppel-Cheeseburgers zu betäuben und ihn dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in das falsche Weiße Haus zu bringen. "Es ist wohl das Beste für ihn", bestätigt eine Ehefrau des Präsidenten, die ebenfalls anonym bleiben will, und fügt hinzu. "Es ist wohl das Beste für uns alle."

Derzeit noch im Bau befindlich: Kulissen des Weißen Hauses

Nach der Ankunft Trumps in seinem neuen Domizil soll ihn ein Ensemble von Schauspielern als Berater und Minister darüber "informieren", dass der Wahlbetrug von Joe Biden endlich aufgeflogen sei und er die Wahl nach Auszählung aller legalen Stimmen doch noch gewonnen habe. Anschließend sollen sich die Darsteller darauf beschränken, Trumps Ideen stets zuzustimmen und ihn täglich in höchsten Tönen als den größten Präsidenten aller Zeiten zu loben.

Außerdem darf Trump täglich Executive Orders - etwa für Selbstschussanlagen an der Grenze zu Mexiko oder die Annexion Grönlands - unterschreiben:

Ziel sei es, Trump rund um die Uhr vorzugaukeln, dass er weiterhin an der Macht sei. "Das ist natürlich aufwendig", erklärt ein anonymer Schwiegersohn des Präsidenten. "Immerhin muss Fox News Fake-Nachrichten produzieren, die Trumps 'Amtshandlungen' wiederspiegeln. Hinzu kommen gelegentliche Fake-Golfplatzbesuche, Fake-Wahlkampfveranstaltungen und Fake-Familienbesuche, aber das erscheint uns immer noch einfacher, als Rückgrat zu zeigen und uns gegen ihn zu stellen."

Insgesamt dürfte das großangelegte Täuschungsmanöver den amerikanischen Steuerzahler rund 500 Millionen Dollar pro Jahr kosten. Experten schätzen, dass dies jedoch nur ein Bruchteil des Schadens ist, den Trump anrichten würde, ließe man ihn einfach so weitermachen.

Auch gibt es Überlegungen, überall versteckte Kameras anzubringen und zumindest einen Teil der Kosten durch die Ausstrahlung eines neuen Reality-TV-Formats namens "Die Trumpman Show" wieder einzuspielen. "Er hat sicher nichts dagegen. Er liebt hohe Einschaltquoten", so ein enger Vertrauter.

pfg, ssi, dan; Hinweis: Idee hatten einige auch so ähnlich auf Twitter.
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