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Freitag, 9. April 2021

Nachdem erst ewig nix aus der Flasche kam: Kind (9) ertrinkt beinahe in Ketchup-Tsunami

Saarbrücken (dpo) - Böse Überraschung für den kleinen Timmy (9): Der Junge aus Saarbrücken wäre heute beinahe in einer gigantischen Ketchup-Flutwelle ertrunken. Zuvor hatte er geschlagene 20 Minuten lang erfolglos versucht, Würzsoße aus der Flasche zu bekommen.

"Er hat ewig rumgeschüttelt und draufgehauen, aber da kam kein Tropfen raus", berichtet die Mutter des Jungen, die immer noch von oben bis unten mit Ketchup bedeckt ist. "So kennt man das ja von Ketchup in Glasflaschen. Das ist ja eigentlich nur Dekoration und nichts, wo wirklich was rauskommt. Ich wusste gar nicht, dass so etwas überhaupt passieren kann."

Doch nach rund 20 Minuten, in denen der Junge immer energischer auf den Flaschenboden schlug, sei plötzlich Bewegung in die vermeintlich feststeckende Tomatensauce gekommen. Timmys Vater habe noch "Achtung!" gerufen und versucht, seinen Sohn vom finalen Schlag abzuhalten. Doch es war zu spät. Der gesamte Inhalt der Ketchupflasche ergoss sich über das Erdgeschoss des Einfamilienhauses, riss Möbel und Esszimmerstühle mit sich und spülte die Eltern durch das zerstörte Fenster in den Garten.

"Aber unser Timmy war noch irgendwo da drin!", erinnert sich Timmys Mutter mit Grauen. Erst herbeigerufene Rettungsschwimmer konnten den Jungen aus dem Ketchup ziehen und wiederbeleben.

"Ärgerlich, dass ich gerade kein Steak zur Hand hatte", so DLRG-Rettungsschwimmerin Annegret Kerpel, während sie sich einen Rest Ketchup aus dem Mundwinkel wischt. "Wir können immer wieder nur davor warnen, Ketchupflaschen zu enthusiastisch zu bearbeiten, das geht selten gut aus."

Insgesamt fahre die DLRG bis zu 200 derartige Einsätze deutschlandweit pro Jahr. "Lieber immer ein paar Monate auf den Kopf stellen und 4000 mal leicht mit dem Fingerknöchel dagegenklopfen", empfiehlt sie daher. "Alles andere ist lebensgefährlich."

Timmy, der wohl nur überlebte, weil er schon immer ein guter Taucher war, erholt sich derzeit im Krankenhaus von seinem Martyrium – sein Zustand ist laut den Ärzten stabil. Nur einmal sei der Junge kurzzeitig in Ohnmacht gefallen, als ihm das Pflegepersonal ein Schnitzel mit Pommes und kleinen Ketchuptütchen ans Bett stellte.

sge, ssi, dan; Foto: Shutterstock
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