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Freitag, 22. April 2022

Um Sprit zu sparen: Formel 1 führt Tempolimit ein

Paris (dpo) - Auch am Rennsport gehen der Krieg in der Ukraine und die Spritpreiskrise nicht spurlos vorbei. Der Automobil-Dachverband FIA hat heute angekündigt, dass ab sofort bei allen noch anstehenden Rennen der aktuellen Formel-1-Saison ein Tempolimit in Höhe von 130 Kilometern pro Stunde gelten soll. Damit soll der Benzinverbrauch sowie die Abhängigkeit von russischem Öl drastisch reduziert werden.

"Die Zeiten sind hart. Der Ölpreis steigt. Außerdem haben wir auch eine gesellschaftliche und umweltpolitische Verantwortung", rechtfertigt Formel-1-Boss Stefano Domenicali den Schritt. "Deshalb gilt bereits ab sofort und bis auf Weiteres auf all unseren Strecken Tempo 130."

Entsprechende Verkehrsschilder wurden bereits an der Rennstrecke des Großen Preis der Emilia-Romagna, der am Sonntag stattfindet, aufgestellt. Um das Tempolimit durchzusetzen, sollen insbesondere auf längeren Geraden Blitzgeräte angebracht werden, die etwaige Geschwindigkeitsüberschreitungen sofort an die Rennleitung durchgeben.

Wer bis 20 km/h zu schnell fährt, bekommt 60 Sekunden Abzug; bei 21 bis 40 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung sind 200 Sekunden sowie ein Punkt in Flensburg fällig. Wer wiederholt gegen das Tempolimit verstößt oder mit 41 km/h zu viel geblitzt wird, riskiert die komplette Disqualifikation und 3 Monate Fahrverbot.

Von den Formel-1-Piloten wurde die Entscheidung unterschiedlich aufgenommen. Während etwa Sebastian Vettel, der schon lange für ein Tempolimit plädiert, den Schritt begrüßt, fühlen sich andere in ihrer persönlichen Freiheit beschränkt.

"Mir doch egal, wenn es dann angeblich weniger Unfälle und Staus gibt", ärgert sich hingegen der amtierende Weltmeister Max Verstappen. "Gerade nachts oder wenn wenig Verkehr herrscht, muss es erlaubt sein, das Gaspedal auch mal voll durchzudrücken. Ich fordere: Freie Fahrt für freie Formel-1-Piloten!"

Experten schätzen, dass die Formel 1 durch das Tempolimit ihren Benzinverbrauch um bis zu 60 Prozent reduzieren kann. Noch effizienter wäre nur der Einsatz von Elektrofahrzeugen oder wenn man den ganzen Blödsinn einfach komplett lassen würde.

ssi; Foto: Shutterstock; Idee: Axel K.
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