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Montag, 13. Juni 2022

Sprit zu teuer: Feuerwehr fährt mit U-Bahn zum Brandeinsatz

Stuttgart (dpo) - Jetzt heißt es Sparen: Aufgrund der hohen Kraftstoffpreise ist die Stuttgarter Feuerwehr heute erstmals mit der U-Bahn zum Brandeinsatz gefahren. Der aus vier Fahrzeugen bestehende Löschzug blieb in der Garage stehen.

"Häuserbrand in der Forststraße!", tönt es am späten Vormittag durch die Feuerwache, während sich die Feuerwehrleute eilig zum Ausrücken bereit machen und in die Garage laufen. "Stooopp!", ruft plötzlich Einsatzleiter Sandro Giebeler. "Unser Spritbudget für den Monat ist fast alle. Ab sofort nur noch mit den Öffentlichen! Auf zur Haltestelle! Das ist mit der U-Bahn nur drei Stopps von hier weg."

"Was ist mit der Drehleiter?", hakt ein Kollege nach. "Sollen wir die nicht mitnehmen? Der Brand ist im 3. OG."

Der Einsatzleiter lacht spöttisch. "Doch nicht bei 1,98 Euro pro Liter Diesel! Wir nehmen unsere Handleitern. Auf geht's! Die Bahn kommt in vier Minuten." Wenig später rennen alle gemeinsam zur U-Bahn-Haltestelle.

Beim Eintreffen am Einsatzort dann die Erleichterung: Der eher beschauliche Kabelbrand ist bereits von Hausbewohnern gelöscht worden "Das war jetzt natürlich Glück für uns, weil wir ein bisschen später kamen", seufzt Giebeler, der sich in der U-Bahn noch 20 Minuten lang mit Fahrkartenkontrolleuren herumplagen musste, nachdem er sein 9-Euro-Ticket in der Feuerwache vergessen hatte.

"Es ist echt ein bisschen nervig, alle immer so hinzuhalten", erklärt er wenig später, während sein Team auf die Kollegen von der Polizei wartet. "Aber anders geht es mit diesen irren Kraftstoffpreisen aktuell einfach nicht. Und wenn man e-..." – Giebeler wird vom Klingelton seines Handys unterbrochen und nimmt ab: "Hallo? Ach, die Kollegen von der Polizei! Ja, wo bleiben Sie denn so lange? Wie, nen Platten? Wieso… was? Mit Fahrrädern? Argh!!"

jki, dan; Foto: Shutterstock
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