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Mann, der mit Pogo-Stick auf Trampolin sprang, verlässt unser Sonnensystem

Sinsheim (dpo) - Ob das so eine gute Idee war? Peter L. aus Sinsheim, der mit einem sogenannten Pogostab auf ein Trampolin gesprungen ist, hat soeben unser Sonnensystem verlassen und steuert nun ferne Galaxien an.

"Er fragte mich noch, ob das schon mal jemand ausprobiert hat und dann sprang er auch schon mit seinem Pogo-Stick direkt auf das Trampolin", erinnert sich eine Bekannte des 44-Jährigen. "Etwa eine halbe Sekunde später flog er mit unfassbarer Geschwindigkeit in den Himmel und war einfach weg."

Astronomen der Sternwarte Stuttgart gelang es wenig später durch Zufall, L. mit einem Teleskop zu beobachten. Wie Aufnahmen zeigen, trat er nur wenige Minuten nach seinem Sprung bereits in die Stratosphäre ein. Jetzt, zwei Wochen später, verlässt er unser Sonnensystem.

Physiker warnen schon lange davor, Sprungverstärker wie Trampoline, Sprungfederschuhe, Pogostäbe, Flummi oder Sprungbretter zu kombinieren. "Sie wirken nicht einfach kumulativ, sondern wie ein Multiplikator", erklärt Gisela Bröhmel von der Universität Hannover. Zur Veranschaulichung lässt sie einen Frosch mit Sprungfedern an den Füßen auf ein Gummikissen fallen. "Dieses Prinzip lässt sich auf Gegenstände aller Größen anwenden", erklärt sie anschließend, während sie den Frosch mit einer Spachtel von der Decke abkratzt. "Wobei ich solche Experimente allgemein vielleicht lieber im Freien machen sollte."

Mit dem Teleskop lässt sich Peter L. aus Sinsheim wohl noch bis Februar 2025 beobachten. Dann wird er im Spiralnebel der Galaxie x-73 verschwinden.

ssi, dan; Foto: Shutterstock
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