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Freitag, 2. September 2022

Was für ein Glückspilz! Alle, die Putin kritisieren, haben zufällig einen tödlichen Unfall

Moskau (dpo) - Das Schicksal muss es gut mit ihm meinen: Nahezu alle Menschen, die den russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisieren, verunglücken früher oder später auf mysteriöse Weise oder finden einen tragischen gewaltsamen Tod. So muss sich der Glückspilz nicht allzu lange mit unliebsamer Kritik an seiner Politik herumschlagen.

"Die meisten Regierungschefs haben große Mühe mit ihren Kritikern. Sie müssen sich mit ihnen argumentativ auseinandersetzen oder manchmal gar ihren Kurs korrigieren", stellt Politologin Elfriede Hippen fest. "Bei Putin ist das anders. Er hat einfach das unglaubliche Glück, dass jeder, der ihm politisch gefährlich werden könnte oder auch nur Putins Handlungen öffentlich in Frage stellt, zufällig kurz danach einen schlimmen Unfall erleidet, Selbstmord begeht oder ermordet wird."

So sei etwa erst am Mittwoch Lukoil-Chef und Putin-Kritiker Rawil Maganow zufällig beim Sturz aus einem Krankenhausfenster gestorben. Im Jahr 2000 starb der regierungskritische Journalist Igor Domnikow durch einen zufälligen Hammerschlag auf den Kopf, während der tadschikische Journalist Iskander Chatloni im selben Jahr zufällig von einem Axthieb getötet wurde.

2003 wird der liberale Duma-Abgeordnete Sergej Juschenkow, kurz nachdem er sich für die Präsidentschaftswahl registrieren ließ, zufällig erschossen. Im selben Jahr erliegt der regimekritische Journalist Jurij Schtschechotschichin zufällig einer Vergiftung.

Ein Jahr später traf es dann den Journalisten Paul Klebnikow, der durch einen zufälligen Kugelhagel aus einem Auto heraus umkam. 2006 treffen die Journalistin Anna Politkowskaja im Aufzug ihres Wohnhauses zufällig ebenfalls mehrere Kugeln – zufällig an Putins Geburtstag.

Im Jahr 2006 starb dann der prominente Putin-Kritiker Alexander Litwinenko, nachdem er zufällig das radioaktive Metall Polonium zu sich nahm.

Der Anwalt und Bürgerrechtler Stanislaw Markelow wiederum wird 2009 zufällig auf offener Straße erschossen. Im selben Jahr wird die Leiche der Menschenrechtlerin Natalia Estemirowa im Wald gefunden. Sie weist zufällig Schusswunden auf. Ebenfalls 2009 stirbt der Korruptionsbekämpfer Sergej Magnizki im Gefängnis, nachdem ihn zufällig Wächter zu Tode geprügelt haben.

Auch der putinkritische Oligarch Boris Beresowski stirbt im Jahr 2013 zufällig unter mysteriösen Umständen.

2015 wird der Regierungsgegner Boris Nemzow zufällig mit vier Schüssen in den Hinterkopf getötet.

Allein 2022 sterben neben Maganow weitere zehn Oligarchen in Verbindung mit Gazprom zufällig an Schusswunden, Stichwunden, Erhängen, Stürzen oder Krötengift.

Doch selbst ein Glückspilz wie Wladimir Putin hat auch mal Pech: Im März 2018 ist der Ex-Agent Sergei Skripal kurz davor, durch eine zufällig Nowitschok-Vergiftung zu sterben – und überlebt.

Auch der bekannte Putinkritiker Alexei Nawalny überlebt im Jahr 2020 einen zufälligen Nowitschokkonsum. Immerhin: Wenig später wird er zufällig verhaftet und in ein Straflager gesteckt.

Dennoch: So viel Dusel wie Wladimir Putin hat wohl kaum ein anderes Regierungsoberhaupt. Er ist wahrlich ein Kind des Glücks!

ssi, dan; Foto: Shutterstock
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